AKTUELL & TOP-THEMEN JANUAR 2007

TOP-NEWS

- Polnischer Schriftsteller Ryzsard Kapuśćinski gestorben

- Russische Öllieferungen an Polen und Deutschland via Weissrussland unterbrochen
- Orthodoxe Welt feierte Weihnachten - Huber kritisch zur Annäherung zwischen Vatikan und Orthodoxie
- Neuer Warschauer Erzbischof Wielgus erklärt Amtsverzicht

- Weissrussland erhebt Transitsteuer für russisches Öl

- Slowenien führte als 13. Land den Euro ein

- Rumänien und Bulgarien feiern den offiziellen EU-Beitritt

- Im Streit zwischen Gazprom und Minsk haben sich die Partner vorläufig geeinigt

DOSSIERS & LINKS

Personen des Monats:

Stanisław Wielgus (PL)
Traian Basescu (RO)



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Bukarest / Rumänien  
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Mostar / Bosnien-Herzegowina  
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Sarajevo / Bosnien-Herzegowina  
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Warschau / Polen  
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Moskau / Russland  
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POLEN
Kirchenskandal erschüttert Polen. 
Neuer Warschauer
Erzbischof als ehemaliger Geheimagent entlarvt - Geständnis abgelegt und Amtsverzicht erklärt. Polnische Bischöfe fordern «demütigen Blick auf Vergangenheit»
Der neue Warschauer Erzbischof Stanisław Wielgus hat Kontakte zum ehemaligen kommunistischen Geheimdienst eingeräumt.

Wielgus räumte ein, mit dem Geheimdienst gesprochen zu haben. Er habe aber weder über andere berichtet noch absichtlich jemanden schaden wollen. Medienberichten zufolge hat er den Geheimdienst seit Ende der 1960er Jahre zwei Jahrzehnte lang über andere Geistliche informiert.
Der Vatikan bezeichnet den Amtsverzicht des Warschauer Erzbischofs Wielgus als "angemessene Lösung". Zudem warnt der Vatikan vor einem Rachefeldzug gegen die katholische Kirche in Polen.
Das Verhalten von Wielgus während des kommunistischen Regimes in Polen habe sein Ansehen schwer beschädigt, sagte ein Vatikansprecher. Deshalb sei der Rücktritt angebracht.
Wielgus sei wohl nicht der letzte Fall, in dem kirchliche Würdenträger aufgrund von Geheimdienstunterlagen des früheren Regimes angeklagt würden, hiess es. Der Vatikan warne deshalb vor einem Rachefeldzug gegen die Kirche in Polen.
«Die Kirche in Polen braucht heute den demütigen Blick in Wahrheit auf ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft», hieß es in einer vom Episkopat veröffentlichten Stellungnahme.

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Art 20    Art 21  Art 22  Art 23
Was wusste der Vatikan?
Noch ein Rücktritt
Kommentar

Dokumenty IPN w sprawie arcybiskupa Stanisława Wielgusa!
http://www.episkopat.pl
Gespräch mit dem polnischen Schriftsteller Andrzej Stasiuk
Polen-News von yahoo

 

TSCHECHIEN
Wirrungen im Prager Regierungsstreit
Der amtierende tschechische Regierungschef Topolanek hat seinen Rücktritt für den Fall angekündigt, dass er für sein aus Vertretern dreier Parteien bestehendes Koalitionskabinett keine Mehrheit erhält. Druck kommt von Präsident Klaus und Oppositionschef Paroubek.

Art 1

 

SLOWENIEN
Slowenien führte am Neujahrstag als 13. Land den Euro ein. Ärger gab es mit Haider wegen der 2-Cent-Münze.

Mit Beginn des neuen Jahres ist Slowenien zum 13. Mitglied der Euro-Zone geworden. Die Einführung der neuen Währung und der Abschied vom Tolar verliefen ohne Probleme. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist zufrieden: Die Einführung des Euro in Slowenien sei am ersten Werktag dank guter Vorbereitung reibungslos abgelaufen. Alle Bankautomaten seien mit Euro-Noten gefüllt, und der Detailhandel gebe Wechselgeld nur noch in der Gemeinschaftswährung heraus, meldete die EZB. Damit könnte wahrscheinlich die zweiwöchige Parallelphase von neuem und altem Geld wie geplant eingehalten werden. Im Unterschied zu den Euromünzen der übrigen Länder weisen die slowenischen Stücke auf dem Revers unterschiedliche Motive auf. Um die slowenische Zwei-Cent gab es Ärger mit den Österreichern (Haider).

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Die slowenischen Euro-Münzen

 

WEISSRUSSLAND



Verhärtete Fronten im Gaskonflikt zwischen Russland und Belarus.
Gasprom bereitet Blockade Weissrusslands vor. Das Szenario mit der Ukraine vor einem Jahr wiederholt sich jetzt mit Belarus. Lieferengpässe sind nicht auszuschliessen. Weissrussland seinerseits Gazprom mit Pipelineblockade. Dennoch wird um eine Lösung gerungen.
Indem er sein Land im Gas-Streit mit Moskau verteidigt, stärkt der weissrussische Despot Lukaschenko seine Statur. Selbst die Opposition hält in dieser Frage zu ihm. Was aber wird aus seinem Traum einer Union mit Russland? Für verschiedene Staaten der Ex-Sowjetunion hat Gazprom den Gaspreis erhöht. Gazprom will in Tadschikistan nach Gas und Öl bohren.

Stand 3.1.:
Art 1  Art 2  Art 3  Art 4  Art 5  Art 6

8.1. Öllieferungen aus Russland via Weissrussland unterbrochen

Art 1  Art 2

Weissrussland erhebt Transitsteuer für russisches Öl

Nach der Einigung im Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland bahnt sich ein neuer Konflikt beider Länder über die Steuern für den Öltransit an. Weißrussland habe mit zum 1. Januar eine neue Transitsteuer für russisches Öl eingeführt, sagte Regierungssprecher Alexander Timoschenko der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Die Steuer belaufe sich auf 45 Dollar (34 Euro) pro Tonne. Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte Russland zuvor mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht, falls Russland die Zusagen nicht einhalte, auf deren Grundlage Weißrussland dem Abkommen im Gasstreit zugestimmt habe.

Moskau und Minsk streiten weiter
Die grosse Abhängigkeit vom russischen Öl
Lukaschenko ist kein seriöser Partner

Stand 3.1.:
Art 1  Art 2  Art 3

Frühere Artikel zum Gasstreit:
Art 1  Art 2  Art 3  Art 4  Art 5  Art 6
Art 7  Art 8  Art 9  Art 10  Art 11  Art 12
Art 13  Art 14  Art 15

Tymoschenko zur Energiefrage der Ukraine: "Wir spüren am Hals den Strick"
Belarus: Zehn Jahre Diktatur und kein Ende in Sicht ?
Nach zehn Jahren Diktatur schwindet der Zuspruch für Lukaschenko
"Ermunterung für demokratische Kräfte in Belarus"
Belarus: "Union linker Parteien" gegründet
US-Gesetz fördert Demokratie in Belarus
Belarus und Iran als Gegengewicht zur restlichen Welt?
Buchrezension

 


ZENTRALASIEN
Wird Berdymuchammedow der neue starke Mann in Turkmenistan ?

Art 1  Art 2
Kirgistan: Wie weiter nach dem Rücktritt der Regierung?
EU hält an Sanktionen gegen Usbekistan fest
Tadschikistan: Emomali Rachmonow bleibt Präsident

 

 

 

 

 

 

 

 

SERBIEN
Parlamentswahlen 07: Radikale bilden stärkste Partei
Nach der Auswertung der 99 Prozent als gültig anerkannten Stimmzettel hat die Kommission für die Parlamentswahl am Montagabend die Aufteilung der Parlamentssitze abgeschlossen.
Die Serbische Radikale Partei, die nach der am Sonntag abgehaltenen Parlamentswahl die meisten Stimmen erhalten hat, bekommt 81 Abgeordnetenmandate von insgesamt 250. Die Demokratische Partei bekommt 65 Mandate, die Koalition „Demokratische Partei von Serbien - Neues Serbien“ - 46 Mandate.

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RUMÄNIEN / BULGARIEN
Bukarest und Sofia offiziell der EU beigetreten. 
In Rumänien und Bulgarien soll bei rauschenden Straßenfesten in der Silvesternacht der Beitritt beider Länder in die Europäische Union gefeiert werden.

Willkommen unter Vorbehalten
Art 1  Art 2  Art 3  Art 4  Art 5  Art 6 
Art 7

Basescu: Rückkehr nach Europa
Rumänischer Präsident verurteilt Staats-Kommunismus
Rumänien: Ex-Premier Nastase wegen Korruption angeklagt
"Bulgarische CSU" gegründet
Orthodoxe Kirchen: Gespaltenes Verhältnis zur Demokratie?
Das Problem mit dem öffentlichen Gut

Osterweiterung:
CEFTA: Das wichtigste Freihandelsabkommen in Zentral- und Osteuropa
EU-Website

Sibiu - Europäische Kulturhauptstadt 2007
Vor drei Jahren wurde Hermannstadt (Sibiu) im rumänischen Siebenbürgen zusammen mit Luxemburg zur europäischen Kulturhauptstadt 2007 gekürt. Das mag im erweiterungsmüden EU-Europa nicht viel bedeuten. In Rumänien könnte das Ereignis aber manches bewegen.

Kulturhauptstadt Sibiu 2007
Artikel   Sibiu  Website von Sibiu
http://www.sibiu2007.ro   Buchtipp
Kulturhauptstädte  

 

ROMA IN OSTEUROPA
Die Wende wurde den Roma zum Verhängnis

Rund 600 000 Roma leben in Ungarn – die meisten versuchen, ihre Herkunft zu verbergen, um den sozialen Aufstieg zu schaffen

Artikel
Art 1  Artikel (pdf) 
Art 2  Art 3  Art 4
Fotos von Roma in Osteuropa
Dokumentationen der Gesellschaft für Bedrohte Völker
Romani (Romanes, Zigeunersprache)
Roma Gypsy Related Links Website
European Roma Rights Center
Union Romani Website
Gypsies in the Net (romnews)
Roma-Kulturprojekt in Zentralbulgarien
Roma und Aschkali im Kosovo (Zeitschrift "Pogrom" Nr. 121 der Gesellschaft für Bedrohte Völker, pdf)
Centar Roma Hrvatska
Romano Than (Rumänien)
Roma Center for Public Policies "Aven Amentza" Bucharest (word-doc)
National Office for the Rroma (Rumänien)
Katholische Zigeunerseelsorge
European Roma Rights Center
Yahoo-Roma-resourses
International Romani Writers' Association

100 Tonnen abgelaufene Lebensmittel bei Budapest
Betriebsunfall in Ungarnm

Buchtipp 1  Buchtipp 2  Buchtipp 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Demokratiedefizite in Russland
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Weissrussland - letzte Diktatur Europas
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Wie weiter in der Ukraine ?
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Polen unter Kaczyński
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Unabhängigkeit für Kosovo ?
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EU-Osterweiterung
Rumänien und Bulgarien an der Schwelle des EU-Beitritts

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Osteuropäische Geschichte
Vergangenheitsbewältigung in Osteuropa

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Entwicklung in Transkaukasien und Zentralasien / GUS
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Es wird um Verständnis dafür gebeten, dass auf dieser Website Länder berücksichtigt werden, die sich selbst nicht (mehr) als osteuropäisch identifizieren
und dass das ganze "Programm" vor allem aus praktischen Gründen unter dem umstrittenen akademischen Begriff "Osteuropa" läuft.
 osteuropa.ch läuft gemappt auch unter balkan.ch, slavistik.ch und slawistik.ch