BUCHTIPPS: RUSSLAND (alle Themen)

Jürgen Roth
Gazprom - Das unheimliche Imperium
Wie wir Verbraucher betrogen und Staaten erpresst werden

National wie international ist der Name Gazprom mit Korruption, Erpressung, Geldwäsche und Kapitalsteuerflucht verbunden. Kein anderes Unternehmen hat weltweit so viel Macht und Einfluss, auch dank gewisser "Freunde" des mächtigsten Mannes Russlands, Wladimir Putin. Doch welche Rolle spielt Putin genau? Wer sind die Drahtzieher bei Gazprom, und welche Verbindungen haben sie nach Europa und Deutschland? Welche Netzwerke beherrschen Gazprom, und warum kuschen die europäischen Regierungen? Jürgen Roth deckt die Verbindungen auf und zeigt, dass sich hinter dem Imperium insbesondere Schweizer Unternehmen verbergen und wie Altbundeskanzler Gerhard Schröder mit einigen Parteifreunden weltweit Politik macht im Sinne seines Freundes Putin, den er einst zum "lupenreinen Demokraten" kürte. Jürgen Roth hat Insider getroffen, die erstmals bereit sind, über die Machenschaften des Imperiums auszupacken. Denn es ist auch mitverantwortlich dafür, dass Meinungsfreiheit in Russland unterdrückt wird und es dort keine demokratische Kultur gibt. Das stört anscheinend weder Geschäftspartner noch Regierungen, schließlich kann das Imperium uns alle erpressen: Denn wer nicht spurt, dem wird der Gashahn zugedreht.
Jürgen Roth, Jahrgang 1945, ist einer der bekanntesten investigativen Journalisten in Deutschland. Seit 1971 veröffentlichte er erfolgreiche Fernsehdokumentationen und Bücher über Korruption und Organisierte Kriminalität. Zuletzt erschienen seine Bestseller Mafialand Deutschland (2009), Gangsterwirtschaft (2010) und Unfair Play (2011).

Erschienen bei Westend

Rezension (osteuropa.ch)

http://westendverlag.de/westend/buch.php
http://www.juergen-roth.com

http://eng.gazpromquestions.ru
http://www.gazprom-germania.de
http://www.gazprom-schweiz.ch
http://www.gazprom.com
http://rumafia.com

www.svobodanews.ru/1972366.html
www.svobodanews.ru/24552575.html

s. auch:
/www.glanzundelend.de/Artikel/gazprom.htm
http://www.mafialand.de

 

Masha Gessen
Der Mann ohne Gesicht - Wladimir Putin
Eine Enthüllung

Erscheinungsjahr: 2011

In einer Wahl, die nicht mehr als eine Farce ist, wird Wladimir Putin am 1. März 2012 in das Präsidentenamt Russlands zurückkehren. In den Jahren seiner Herrschaft - erst selber als Präsident, dann als Premierminister, jetzt dann wieder als auch formell erster Mann in Russland - hat er eines der größten Länder der Erde zu seinem persönlichen Herrschaftsbereich gemacht. Er regiert wie ein Zar, nur effektiver. Die zaghaften demokratischen  Ansätze nach dem Ende des Kommunismus hat er erstickt: Die  Opposition ist mundtot gemacht, prominente Kritiker wie Anna Politkowskaja oder Alexander Litwinenko wurden ermordet. Eine dünne Oberschicht wird unermesslich reich - wenn sie Putin folgt. Wenn nicht, landet sie im Gefängnis, wie der früher so reiche und mächtige Michail Chodorkowskij. Putin ist schnell bei der Hand mit politischen Prozessen. Das Buch erscheint gleichzeitig in 12 Ländern am 1. März 2012. Bis dahin ist das Manuskript unter strengstem Verschluss, denn Masha Gessen lebt (noch) in Moskau und muss um ihr Leben fürchten.

 

Erschienen bei Piper

Rezension (osteuropa.ch)

Interview mit Masha Gessen (russ.)  II  III
Putin-Biographie von Masha Gessen  II  III

Гессен, Мария Александровна

Alexander Rahr
Der kalte Freund
Warum wir Russland brauchen: Die Insider-Analyse

Erscheinungsjahr: 2011

Russland hat viel zu bieten: einen lukrativen, riesigen Markt, reichhaltige Ressourcen, gewaltige Energievorräte. Für unsere Sicherheit und unseren Wohlstand wird es entscheidend sein, wie wir unser Verhältnis zu Russland gestalten - wirtschaftlich und politisch. Die USA, traditionell der starke Partner Europas, schwächeln in der Finanzkrise. Ihre Bedeutung nimmt ab. Russland dagegen wird für Europa und besonders für Deutschland immer wichtiger: Der größte Flächenstaat der Erde ist gesegnet mit allen Bodenschätzen, die unseren Wohlstand auch morgen sichern können, besitzt die global drittgrößten Geldreserven, braucht unsere Technologie, bietet uns eine Freihandelszone an und ist bereit, uns vor möglichen Raketenangriffen zu schützen. Aber Russland ist ein schwieriger Partner: Wir sind schockiert von der ausufernden Korruption, der fehlenden Rechtsstaatlichkeit und den autoritären Machtstrukturen eines Landes, das sich vor 20 Jahren vom Kommunismus befreite. Der Umwandlungsprozess ist noch nicht abgeschlossen und steckt voller Gefahren. Alexander Rahr zählt zu den besten Russlandkennern Deutschlands. In seinem neuen Buch gibt er Antworten auf die brennendsten Fragen: Wer wird 2012 Russlands neuer Präsident? Wie abhängig sind wir von russischen Energieimporten und Rohstoffen? Ist Russland der große Gewinner der Krise - und wie sollten wir unser Verhältnis zu Russland gestalten?

 

Erschienen bei Hanser
Inhalt

Rezension (osteuropa.ch)

Weitere Reaktionen und Rezensionen
I  II

Berthold-Beitz-Zentrum
Valdai-Klub

Petersburger Dialog
Körber-Stiftung

Interview mit A. Rahr

 

А.И.Вдовин и А.С.Барсенков
ИСТОРИЯ РОССИИ. 1917-2009

Erscheinungsjahr: 2010

В настоящем пособии - самом полном на сегодняшний день изложении университетского учебного курса отечественной истории с 1917 г. до наших дней - прослежена связь между советским и постсоветским периодами истории России. Показаны условия возникновения, особенности развития Советского государства и общества на разных этапах новейшей отечественной истории; определявшие их эволюцию факторы; причины и обстоятельства распада Советского Союза, становление Российской Федерации. Подготовленное на основе новейших исследований и документальных публикаций, пособие включает темы, который ранее в учебной литературе не освещались, и предлагает новую трактовку многих известных проблем.
Для студентов высших учебных заведений исторических и политологических специальностей.

 

Erschienen bei Aspectpress
Auflage Istorija Rossii 1917-2004  II

pdf   Wikipedia

N.K. Svanidze auf Echo Moskvy
N.K. Svanidze über das Lehrbuch 'Istorija Rossii 1917-2009  II   III  IV  V  VI  VII  VIII
История России. 1917-2009
Учебник истории: каждая закладка — шок
Русский вопрос и русское государство
Diverse Beiträge

Besprechung von osteuropa.ch
 

 

Tatjana Kuschtewskaja
Liebe – Macht – Passion
Berühmte russische Frauen
Aus dem Russischen von Ilse Tschörtner und Alfred Frank

Erscheinungsjahr: 2010

Tatjana Kuschtewskaja zeichnet Porträts der Frauen, die Rußland geprägt haben: eine die Jahrhunderte umspannende Galerie von Frauen, in deren wechselvollen Lebensläufen Talent und Berufung treibende Kräfte waren. Es finden sich jene Frauen, die Geschichte schrieben: die Fürstin Olga, die die Kiewer Rus im 10. Jahrhundert regierte, Katharina die Große, deren Leben den Stoff für manchen Liebesroman bietet, die Sowjetrevolutionärin Alexandra Kollontaj. Man liest gebannt vom Leben und Sterben der großen russischen Künstlerinnen: von der leidvollen Biographie der Dichterin Anna Achmatowa, von Anna Pawlowa, dem »russischen Schwan«, von der »russischen Chanel« Nadeschda Lamanowa, von Lilja Brik, der femme fatale, und von Lou Andreas-Salomé, der Gefährtin Nietzsches und Rilkes. Tatjana Kuschtewskajas Blick reicht bis in die Gegenwart, und sie vergißt nicht, an eine im »Westen« wohlbekannte Russin zu erinnern: Raissa Gorbatschowa, die charakter­volle »First Lady«.
30 Romane en miniature, die ihre Spannung dadurch gewinnen, daß sie gelebter Wirklichkeit abgelauscht sind – ein Buch, das Heinrich Heines Bonmot illustriert, daß die Frauen Geschichte machen, »obgleich der Historiker nur Männernamen kennt ...«

 

Erschienen bei Grupello
Boris Reitschuster
Russki extrem
Wie ich lernte, Moskau zu lieben

Erscheinungsjahr: 2009

Auch zwei Jahrzente nach dem Ende des Kommunismus ist das Leben in Russland extrem. Doch als langjähriger Moskau-Korrespondent hat Boris Reitschuster das «russische Savoir vivre» verinnerlicht: Er grüßt seine Nachbarn nicht mehr, weil er nicht wie ein Alien angeschaut werden will. Er flucht wie Wladimir Putin und bremst nicht mehr für Fußgänger. Er hat gelernt, Unmengen von Wodka zu trinken, in der Sauna seine Badehose anzulassen, auch die Hochzeit von Wildfremden gebührend zu feiern, sein Auto mit einer Politur aus Hühnerblut gegen Diebstahl zu schützen und für eine schöne Operationsnaht ein paar Rubel extra springen zu lassen: Kurz, er ist kein deutsches Weichei mehr. Eine dringend notwendige Gebrauchsanweisung für das (Über-)Leben in Russland und eine liebevolle Hommage an seine wunderbaren Menschen.


Erschienen bei Ullstein
  Gerhard Mangott
Der russische Phönix: Das Erbe aus der Asche

Erscheinungsjahr: 2008

Die Wiederauferstehung einer Großmacht: Gerhard Mangott erklärt Russland
Nur wenige kennen Russland so gut wie Gerhard Mangott, Politologe und Osteuropa-Experte an der Universität Innsbruck. Im ORF und in den Printmedien ist er gern gesehener Kommentator, der kompetent, anschaulich und mit großem Wissen die Geschehnisse in dieser so wichtigen Weltregion erklärt. In seinem Buch "Der russische Phönix" zeichnet er ein plastisches, vielschichtiges Bild der einstigen Großmacht, die sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs völlig neu definieren musste und in der Ära Putin wie Phönix aus der Asche zu neuer Macht auferstand.
Er spannt dabei den Bogen vom Ende des kommunistischen Systems bis zu den Auswirkungen der Finanzkrise und zur Entwicklung des Landes unter dem neuen Präsidenten Medwedjew.

 

Erschienen bei Kremayr & Scheriau

Rezension (osteuropa.ch)

http://www.gerhard-mangott.at

 

Edward Lucas
Der Kalte Krieg des Kreml

Wie das Putin-System Russland und den Westen bedroht

Erscheinungsjahr: 2008

Spannend wie ein Polit-Thriller In keinem anderen Buch zuvor wurde so klar und deutlich beschrieben, wie die zunehmend autoritäre und aggressive Haltung des Kreml das internationale Kräftegleichgewicht verändert. Bislang unveröffentlichte Insider-Informationen lassen die grösste virtuelle Demokratie der Welt in einem ganz neuen Licht erscheinen. Die große "Wende" von 1989 und die Auflösung des Sowjet-Imperiums erschienen vielen Deutschen als das große Happy End der politischen Weltgeschichte. Aber nur in Filmen wird nach dem Happy End ausgeblendet, in Wirklichkeit folgt oft Ernüchterung. Die Morde an Anna Politkowskaja und Alexander Litwinenko haben deutlich gemacht, dass die russische Politik wieder zu einer Bedrohung geworden ist: für die Menschen im eigenen Land wie auch für das Ausland. 20 Jahre nach der Wende-Ikone Michail Gorbatschow ist in vielen Bereichen ein Rückfall in Denk- und Verhaltensmuster aus der Sowjet-Ära festzustellen. Der Westen, allen voran Putin-Freund und Gasprom-Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Schröder, hat diese Entwicklung ausgeblendet - motiviert von Wunschdenken und opportunistischer "Realpolitik". Präsident Putins neuerliches Säbelrasseln gegenüber den ehemaligen Sowjet-Satelliten, -Republiken und den USA kann nicht verdecken, dass der neue Kalte Krieg mit ganz anderen Waffen ausgefochten wird: Sie heißen Geld, Rohstoffe und Propaganda. Das Buch des Osteuropa-Experten Edward Lucas ist gespickt mit Insider-Informationen, die bisher kaum an die Öffentlichkeit drangen. Osteuropa-Experte Lucas wirft einen kritischen Blick hinter die Kulissen der russischen Politik

 

Erschienen bei Riemann

Rezension (osteuropa.ch)
perlentaucher
Russland-Analysen

 

Boris Reitschuster
Der neue Herr im Kreml ? Dmitrij Medwedew

Erscheinungsjahr: 2008

In der aktuellen politischen Biographie schildert Reitschuster den Werdegang und die Netzwerke des neuen russischen Präsidenten und zeigt auf, mit welchem politischen Kurs der Westen in den nächsten Jahren rechnen muss. Dmitrij Medwedew ist der neue russische Präsident - aber ist er auch der neue Herr im Kreml?Boris Reitschuster bietet erhellende Einblicke in den Moskauer Machtapparat. Der Russland-Kenner beschreibt, wie Putin die Nachfolgeregelung mit seinem Machterhalt verknüpfte und warum ausgerechnet Dmitrij Medwedew das Rennen machte. In seiner aktuellen politischen Biographie schildert Reitschuster den Werdegang, die Netzwerke und das politische Programm Medwedews und zeigt auf, mit welcher Entwicklung der Westen in den nächsten Jahren rechnen muss.

 

Erschienen bei Econ

Rezension (osteuropa.ch)
Rezensionen (perlentaucher)
http://www.reitschuster.de
Russland-Analysen


Raphael Utz

Russlands unbrauchbare Vergangenheit

Nationalismus und Aussenpolitik im Zarenreich

Erscheinungsjahr: 2008

Einen weiten Bogen von Peter dem Großen bis zum Ersten Weltkrieg spannend, wird der Zusammenhang von Außenpolitik und Nationalismus im zarischen Russland untersucht. Neue Quellen aus dem Archiv des russischen Außenministeriums und ein frischer Blick auf Ideen- und Diplomatiegeschichte ermöglichen die kritische Auseinandersetzung mit den Traditionen und Mustern russischer Außenpolitik und Identität vor der Revolution. Neu ist insbesondere die stärkere Ausleuchtung der Frühphase des russischen Nationalismus im 18. Jahrhundert. So gelang es vor allem Katharina II., das konzeptionelle Gerüst des russischen Nationalismus zu errichten und aus dem Partizipationsversprechen der modernen Nationsvorstellung eine anti-moderne und monarchiezentrierte Legitimation der Autokratie zu machen. Ihre 'brauchbare Vergangenheit' Russlands etablierte auch den Gedanken einer 'historischen Mission' - die Befreiung Konstantinopels und der Balkanchristen von den Türken. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde allerdings immer deutlicher, dass diese Verknüpfung des russischen Nationalismus mit der Autokratie und einer außenpolitischen Zielvorstellung dem inneren Modernisierungsdruck und den europäischen Großmächtekonflikten nicht gewachsen war. Dieser russische Sonderweg erwies sich als eine 'unbrauchbare Vergangenheit' und führte mit zur Revolution von 1917.

 

Erschienen bei Harrassowitz

Inhaltsverzeichnis / Einleitung
Rezension (osteuropa.ch)

Heiko Haumann
Die Russische Revolution 1917

Erscheinungsjahr: 2007

Die Russische Revolution hat die Welt verändert. Das Studienbuch wählt einen neuen Blick auf die Ereignisse. Im Mittelpunkt stehen die Menschen und ihre Lebenswelten. Aus der Sicht von Akteuren, ihren Wahrnehmungen, Erfahrungen und Verhaltensweisen in den beiden Metropolen Petrograd und Moskau, in kleineren Städten und in Dörfern, im Zentrum und an der Peripherie des Reiches verfolgen die Autorinnen und Autoren den revolutionären Prozess: die Voraussetzungen der Revolution, den Verlauf des Jahres 1917, die Hoffnungen und Enttäuschungen, die mit der Revolution verbunden waren, das Leid, das sie über viele Menschen brachte, ihre Resonanz in der Welt ebenso wie die Ziele der Revolutionäre und die langfristigen Utopien, schließlich das Schicksal der Revolution in den folgenden Jahrzehnten. Gefragt wird auch danach, was von der Russischen Revolution bleibt, wie sie erinnert wird.

 

Erschienen bei UTB

Rezension (NZZ)
Andere Rezensionen

Tatjana Kuschtewskaja
Küssen auf russisch
Ein Alphabet

Aus dem Russischen von Ilse Tschörtner

Erscheinungsjahr: 2008

Wie küßt man in Rußland? Eines steht fest: Dort küßt man viel, und man küßt leidenschaftlich. Tatjana Kuschtewskaja hat ein kurzweiliges Buch über die Vielfalt des russischen Kusses verfaßt. In der Form eines »Kuß-Alphabets« breitet sie eine Fülle von Küssen vor dem Leser aus. Den roten Faden bilden die fiktiven Küsse der großen russischen Schriftsteller, nicht zu vergessen die der Dichterinnen. Aber das Buch bietet mehr als eine Sammlung literarischer Küsse; es ist eine kleine Kulturgeschichte der russischen Kußbräuche. Will man eine eidesstattliche Versicherung ablegen, so küßt man das Kreuz.

 

Erschienen bei Grupello
Tatjana Kuschtewskaja
»Hier liegt Freund Puschkin ...«
Spaziergänge auf russischen Friedhöfen

Aus dem Russischen von Ilse Tschörtner

Erscheinungsjahr: 2008

Tatjana Kuschtewskaja unternimmt nach ihren kulinarischen Streifzügen durch die russische Literatur ausgedehnte Spaziergänge über die Friedhöfe Rußlands, und wieder weiß sie eine Fülle von Geschichten um berühmte Verstorbene zu erzählen. – So stellt man bei der Öffnung von Gogols Sarg fest, daß dessen Schädel verschwunden ist; und kurioserweise ziert sein Grabstein aus schwarzem Granit ab 1940 die letzte Ruhestätte Bulgakows. Und wann hat man schon von dem heldenhaften Bolschewikenführer Artjom gehört, der 1924 bei einem Eisenbahnunglück starb und an der Kremlmauer begraben liegt? Staunend liest man die Geschichte der glühenden Jessenin-Verehrerin Galina B., die am Grab des Dichters Selbstmord begeht: Auf ihrem Grabstein steht »Die treue Galja« ...
Und ganz nebenbei erfährt man Faszinierendes und Lehrreiches über verschiedene Formen von Grabkreuzen, Besonderheiten russischer Beerdigungsbräuche und Trauerrituale oder über die Spezies der Friedhofsbettler.

 

Erschienen bei Grupello
Peter Scholl-Latour
Russland im Zangengriff

Putins Imperium zwischen Nato, China und Islam

Erscheinungsjahr: 2006

Seit der Implosion der Supermacht Sowjetunion haben sich die Gewichte der Welt nachhaltig verschoben. Zwar hat das russische Imperium unter Putin zu innerer Stabilität zurückgefunden, doch an seinen Außengrenzen brodelt es. Im Westen üben NATO und EU durch ihre forcierte Osterweiterung beträchtlichen Druck aus, im Süden beschwört die radikale Re-Islamisierung neue Gefahren herauf, und im Osten sind die dünn besiedelten Weiten Sibiriens dem Bevölkerungsdruck und Wirtschaftsboom Chinas ausgesetzt. Peter Scholl-Latour hat die russischen Grenzgebiete von Minsk bis Wladiwostok bereist. In gewohnt souveräner Manier schildert er seine Eindrücke und macht deutlich, wie sehr die Vorgänge in diesen Konfliktregionen uns unmittelbar betreffen.

 

Erschienen bei Propyläen

Rezension (osteuropa.ch)

Ryklin, Michail
Mit dem Recht des Stärkeren

Erscheinungsjahr: 2006

Im Januar 2003 wurde im Moskauer Sacharow- Zentrum die Kunstausstellung »Achtung, Religion!« verwüstet. Doch nicht die Täter sahen sich öffentlicher Ächtung und juristischer Verfolgung ausgesetzt, sondern die Ausstellungsmacher und Künstler. In einem aufsehenerregenden Prozeß wurden sie der »Beleidigung der religiösen Gefühle des russischen Volkes« angeklagt und mit Lagerhaft bedroht. Michail Ryklin, der das groteske Verfahren im Gerichtssaal verfolgt hat, beschreibt nicht nur die an Sowjetzeiten erinnernde Ächtung der zeitgenössischen Kunst, die antisemitischen Pöbeleien, die erstarkende Allianz von russisch-orthodoxer Kirche und Geheimdienst. In seiner intellektuellen Umgebung beobachtet er das Schwinden von Zivilcourage, zunehmende Angst, zynische Passivität. Ob der Staat gegen Künstler,Wissenschaftler, Umweltschützer oder wie im Fall Chodorkowskij gegen Oligarchen vorgeht – Ryklin analysiert die Gefahr eines neuen Faschismus russischer Spielart.

 

Erschienen bei Suhrkamp

Ryklin über das System Putin

Boris Reitschuster
Putins Demokratur. Wie der Kreml den Westen das Fürchten lehrt

Erscheinungsjahr: 2006

Zwanzig Jahre nach der Perestroika ist die Demokratie in Russland gescheitert. Wie zu Sowjetzeiten setzt Wladimir Putin auf die »Vertikale der Macht «. Das heißt: auf einen allmächtigen Staatsapparat, nationalistische Parolen, die Manipulation von Medien und auf den Geheimdienst. Die im Kreml herrschende Denkweise à la KGB, kaum verhüllte Großmachtambitionen und die Abhängigkeit des Westens vom russischen Gas und Öl machen die Atommacht immer mehr zum außen- und energiepolitischen Unsicherheitsfaktor. Boris Reitschuster lüftet den Propaganda-Vorhang des Kreml und beschreibt die Politik der neuen Herrscher, die Lebenswirklichkeit im heutigen Rußland und dessen Rolle gegenüber der europäischen Staatengemeinschaft.

 

Erschienen bei Econ

Rezension (osteuropa.ch)

Bücher über Putins Russland

Elena Tregubova
Die Mutanten des Kreml. Mein Leben in Putins Reich


Erscheinungsjahr: 2006

Als die 25-jährige Journalistin Elena Tregubova 1998 von Vladimir Putin zu einem romantischen Sushi-Essen eingeladen wurde, war dieser noch Chef der KGB-Nachfolgeorganisation FSB und Jelzin führte väterlich das Regiment über den Kreml. Hier beginnt die wahre Geschichte der Mutanten des Kreml, in der die Autorin präzise und klug die Psychologie der Macht und Machtergreifung Putins analysiert. Packend und eingängig deckt sie den Zusammenhang zwischen Kreml und Oligarchentum im heutigen Rußland auf. Sie beschreibt ihr Leben als Journalistin und ihren Kampf für eine freie, unabhängige Presse. Im zweiten Teil des Buches berichtet die Autorin von den dramatischen Ereignissen nach dem Erscheinen ihres Buches in Rußland, von großem Erfolg und schließlich von der systematischen Demontage ihrer Person in der Öffentlichkeit.

Die Mutanten des Kreml ist eine schonungslose und sehr aktuelle Betrachtung des russischen Machtsystems und der kruden Psychologie des »Zaren« Putin. Die Autorin erzählt mit Witz, Selbstironie und der Spannung eines Politthrillers von einem Land, das noch fremder ist, als wir denken – ein glühendes Pamphlet für die Pressefreiheit und die atemberaubende Geschichte einer mutigen Journalistin.

 

Erschienen bei Tropen

Eine Seite dazu
Байки кремлевского диггера
Байки кремлевского диггера (Volltext)
Байки кремлевского диггера (Volltext)
Die Mutanten des Kreml
Verlagsinfo
ORF-Beitrag
BR-online
Welt-Artikel
Rezensionen
russ. Kommentar I
russ. Kommentar II

Interview I
Interview II
Foto
Bombe gegen Tregubova
ozon.ru
compromat.ru

 

Gerhard Mangott/Dmitrij Trenin/Martin Senn/Heinz Timmermann
Russlands Rückkehr
Aussenpolitik unter Vladimir Putin



Erscheinungsjahr: 2005

Vladimir Putin hat die Außenpolitik Russlands einer grundlegenden Überprüfung und Neuorientierung unterzogen. Der Kerngedanke der außenpolitischen Debatte Russlands der vergangenen 5 Jahre kann als »realistischer Modernismus« bezeichnet werden: Die russische Außenpolitik muss sich demnach an den realen Möglichkeiten und Fähigkeiten des Landes orientieren und rhetorischen Radikalismus unterlassen. Wichtiger noch, russische Aktionen und Initiativen in der internationalen Arena müssen dem übergeordneten Ziel entsprechen, die inneren Reformen und Modernisierungsprozesse – allen voran im wirtschaftlich-technologischen Sektor – zu unterstützen, ausländische Märkte für russische Produkte zu öffnen und Russland als Investitionsstandort zu vermarkten. Die liberalen makroökonomischen Reformen der russischen Regierung als auch die kooperative Außenpolitik mit den Staaten der OECD sind zwei Instrumente zur Erlangung eines Zieles – der Modernisierung der sozialökonomischen Strukturen Russlands als zentrale Voraussetzung für eine Stärkung des internationalen Status. Wirtschaftliches Wachstum und politische Stabilität gelten dafür als unabdingbar. Dieser pragmatische russische Nationalismus ist das Kernelement der russischen Außenpolitik unter Putin. Das Buch untersucht Fähigkeiten und Instrumente russischer Außen- und Sicherheitspolitik sowie die Grundmuster der Beziehungen zur EU, zu den USA, zur VR China und zu anderen Staaten im post-sowjetischen Raum.

 

Erschienen bei Nomos
Dmitri Trenin
Russland - Die gestrandete Weltmacht. 
Neue Strategien und die Wende zum Westen


Erscheinungsjahr: 2005 

Russland befindet sich in einem fundamentalen Transformationsprozess. Seit dem Untergang der Weltmacht UdSSR hat das russische Volk gleich zwei Revolutionen erlebt: eine wirtschaftliche und eine gesellschaftliche. Beide sind noch unvollendet und werden Aufgabe weiterer Generationen sein. Längst ist der Riese Russland nicht mehr in der Lage, ein eigenständiges weltpolitisches Gewicht zu bilden. Zu stark sind die bedrängenden Kräfte an seinen Grenzen: der Westen mit der EU und der einzig verbleibenden Weltmacht USA, der zunehmend radikaler werdenden islamisch orientierte Süden, der wirtschaftlich immer stärker werdenden Osten mit China und Japan. Für Russland gilt es jetzt, seine zukünftige politische Position zu bestimmen.

 

Erschienen bei Murmann

Rezension (osteuropa.ch)

Leonid Luks
Der russische 'Sonderweg'? Soviet and Post-Soviet Politics and Society.

Band 16 Aufsätze zur neuesten Geschichte Russlands im europäischen Kontext

Erscheinungsjahr: 2005 
Gehört Russland zu Europa oder unterscheidet sich sein Entwicklungsweg grundlegend von demjenigen des westlichen Teils des Kontinents? Welche langfristigen Ursachen führten zum Zusammenbruch der Zarenmonarchie und des sowjetischen Reiches? Wie unterscheidet sich das bolschewistische Regime von den anderen totalitären Diktaturen, die nach dem Ersten Weltkrieg in Europa entstanden? Diese Fragen stehen im Vordergrund des vorliegenden Bandes. Abgesehen davon befasst er sich auch mit dem komplizierten russisch-polnischen Verhältnis nach 1945 und seiner Vorgeschichte im 19. Jahrhundert - mit der"ungleichen Rivalität"zwischen den beiden slawischen Nachbarn. Der Band reflektiert drei Jahrzehnte der Forschungen von Leonid Luks zur russischen und polnischen Geschichte. Die Aufsätze verteilen sich auf die folgenden Abschnitte: I. Russland und der Westen - der europäische Janus II. Utopie und Terror: Zur Dynamik der russischen Revolution III. Zwei Wege in die europäische Katastrophe: Totalitäre Bewegungen und Regime linker und rechter Prägung im Vergleich IV. Russland und die polnische Frage: Zur"Quadratur des Kreises"an der Weichsel V. Die Dämmerung und die Auflösung des Sowjetreiches: Zur Dynamik der Perestrojka.

 

Erschienen bei Ibidem

Rezension (osteuropa.ch)

bol

ibidem-Buchreihe

Rezension Sehepunkte

Rezension "Juden in der Sowjetunion"

Rezension Geschichte der Sowjetunion
Rezension Geschichte der Sowjetunion (russ.)

Aleksandr Dugin
Slezkine

Webseite L. Luks

Anna Politkovskaja
Putins Russland


Erscheinungsjahr: 2005

Aus dem Russischen von Hannelore Umbreit und Ulrike Zemme. Die russische Bevölkerung folgt mehrheitlich der präsidialen Propaganda, die westlichen Staatsmänner praktizieren Männerfreundschaft. Alle Kritik an Putins Kurs, vor allem gegenüber der tschetschenischen Bevölkerung, die mittlerweile um ein Viertel dezimiert ist, verhallt ungehört. Anna Politkovskaja, Russlands bekannteste Journalistin, die bei der versuchten Berichterstattung über die Geiselnahme im kaukasischen Beslan zum Ziel eines Anschlags wurde, erhebt ihre kritische Stimme: eindringlich und warnend. Sie beschreibt den mächtigen Apparat des Geheimdienstes, dem Putin entstammt; die unerträglich brutalen und korrupten Verhältnisse in der Armee und in einer käuflichen Justiz; die Oligarchen-Mafia in der Industrie; das bestechliche Geflecht aus Nomenklatura und Zentralverwaltung; die zunehmende Rechtlosigkeit von ganzen Bevölkerungsgruppen und den neuen russischen Rassismus. In Russland ist Stabilität eingekehrt, in beängstigender Form, mit einem zynischen Vladimir Putin, der über Leichen geht, an der Staatsspitze. Schärfer kann die Diagnose nicht ausfallen, die Anna Politkovskaja in ihrer Reportage "In Putins Russland" stellt.

 

Erschienen bei Du Mont

Rezensionen

 

Russland auf dem Weg zum Rechtsstaat? 
Antworten aus der Zivilgesellschaft


Erscheinungsjahr: 2005

Das erste "Who is Who" der russischen Menschenrechtsbewegung. In diesem Buch werden 35 nichtstaatliche Organisationen aus Moskau und anderen Regionen der Russischen Föderation vorgestellt. Zehn namhafte russische Autoren und Autorinnen analysieren zudem die aktuelle Situation der Menschenrechte. Dabei werden Missstände in der Armee genauso angesprochen wie ethnische Diskriminierung oder die Rolle der Medien.

 

Erschienen bei Dt. Institut für Menschenrechte
Eugen Helimski, Ulrike Kahrs und Monika Schätschel (Hrsg.)
Mari und Mordwinen im heutigen Russland
Sprache, Kultur, Identität


Veröffentlichungen der Societas Uralo-Altaica Band 66
Erscheinungsjahr: 2005

Im immer noch polyethnischen und mehrsprachigen Russland stellen die Siedlungsgebiete der beiden finnisch-ugrischen Völker Mari (Tscheremissen) und Mordwinen, die häufig zusammen als Wolgafinnen bezeichnet werden, keine ferne Peripherie dar: Ihre Titularrepubliken befinden sich genau im geographischen Zentrum des europäischen Teils der Russischen Föderation, und sie unterscheiden sich - was die Natur oder die wirtschaftliche Situation betrifft - kaum von den Nachbargebieten mit fast ausschließlich russischer Bevölkerung.
Ist durch diese Lage die Nivellierung der sprachlichen und kulturellen Unterschiede unvermeidlich prädestiniert, oder ist die ethnische Tradition stark genug, um dem Druck der Russifizierung und der Globalisierung auch langfristig zu widerstehen?
Die Herausgeber und die Autoren des Bandes (von denen die Hälfte aus den Republiken Marij El und Mordwinien stammt) sind sich darin einig, dass der Wert der ethnischen Sprach- und Kulturtradition unbedingt anerkannt werden muss, und dass die Wolgafinnen sich gegenwärtig in einer neuen und entscheidenden Phase ihrer Identitätsbildung befinden. Die Beiträge zeigen die widersprüchliche Dynamik der Verluste und der Revitalisierungsprozesse, des Schutzes der alten Heiligtümer und der Suche nach neuen Formen auf.

 

Erschienen bei Harrassowitz

Rezension (osteuropa.ch)

Ulrich Schmid (Hrsg.)
Russische Medientheorien

Erscheinungsjahr: 2005

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat sich die medienwissenschaftliche Theoriebildung in Russland sehr schnell entwickelt. Vor allem der Zusammenhang zwischen Medien und politischer Macht, aber auch soziologische oder kunstwissenschaftliche Aspekte der medialen Repräsentation von Wirklichkeit wurden eingehend untersucht. Dabei haben russische Intellektuelle interessante Denkmodelle entworfen, die jedoch im westlichen Kulturraum weitgehend unbekannt geblieben sind. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen Probleme wie die Erweiterung des Textbegriffs auf nicht schriftgebundene Repräsentationssysteme, die Übersetzbarkeit von Inhalten zwischen verschiedenen Medien, die Mediatisierung der Politik und ihre Technologien, die Informationsexplosion und damit verbundene Konsequenzen für das kulturelle Gedächtnis. Der vorliegende Band bietet eine wissenschaftshistorische Einleitung in die Entwicklung russischer Medienkonzepte, dokumentiert die wichtigsten Grundlagen und stellt zehn aktuelle Essays von massgeblichen russischen Medientheoretikern vor. Texte von Ulrich Schmid (Einleitung) - Nikolai Tschernyschewski, Lew Tolstoi, Pawel Florenski, Josif Stalin, Michail Bachtin, Juri Lotman, Iwan Sassurski, Georgi Potschepzow, Michail Jampolski, Michail Epstein, Alexander Woiskunski, Oleg Aronson, Michail Berg, Boris Groys, Jelena Petrowskaja, Wjatscheslaw Kurizyn.

 

Erschienen bei Haupt

Andreas Kappeler (Hg.)
Die Geschichte Russlands im 16. und 17. Jahrhundert aus der Perspektive seiner Regionen

Erscheinungsjahr: 2004

Die Geschichte Russlands ist seit jeher vorwiegend aus der Perspektive seiner Hauptstädte betrachtet worden. Erst seit dem Ende der Sowjetunion hat sich die internationale Forschung vermehrt der Regionalgeschichte Russlands im 16. und 17. Jahrhundert zugewandt. Der Sammelband zieht eine erste Zwischenbilanz dieser neuen Zugänge mit 25 Beiträgen russischer, amerikanischer, französischer und deutschsprachiger Historiker, wobei Russland nicht nur durch Historiker aus Moskau und Petersburg, sondern auch durch Spezialisten aus regionalen Forschungsstätten vertreten ist. Die Beiträge behandeln die Regionen des russischen Nordens und Westens, die multikonfessionelle Wolgaregion und die Kosakengebiete im Süden und Osten des Landes. Die wichtigsten Themen betreffen Historiographie, Verwaltung, orthodoxe Kirche, Klöster und Frömmigkeit, Adel, Städter und Bauern sowie die Frage eines regionalen Bewusstseins im Russland der Frühen Neuzeit. Der Band erbringt den Nachweis, dass die herrschende Erzählung von Zentralisierung, Autokratie, Allmacht der Zaren und Ohnmacht der Provinzen partiell revidiert werden muss.

 
Erschienen bei Harrassowitz
Denz, Walter / Eckstein, Karl / Schmieder, Frank
Business mit Russland 2.A.

Erscheinungsjahr: 2004

Vom russischen Markt hört der Westen meist nur Negatives - und doch sehen viele westliche Firmen auch das Potential des Zielmarktes Russland.
Dieser Ratgeber zeigt, dass der russische Markt besser ist als sein Ruf, und vermittelt das nötige Wissen, damit das zukünftige Business mit Russland zum Erfolg werden kann.
Welche Rolle spielt die Bürokratie und wie soll man sich gegenüber korrupten Beamten verhalten? Welche Grundregeln gelten im Umgang mit Geschäftspartnern, bei der Suche nach Angestellten? Wie werden Konflikte ausgetragen, welche Verhandlungsstrategien führen zum Erfolg? Welche geschäftlichen Operationsformen sind angebracht?
Die Autoren, alle seit vielen Jahren in Russland lebende westliche -Geschäftsleute, informieren sachlich und kenntnisreich über die ersten Schritte für den Einstieg bis zum Aufbau einer Tochterfirma in Russland. Wichtige Hintergrundinformationen über Geschichte, Land und Leute, Reisetipps und ein Adressenteil runden das Buch ab und machen es zur spannenden Lektüre für an Russland Interessierte.

 

Erschienen bei Haupt

Rezensionen

Boris Reitschuster
Wladimir Putin
Wohin steuert er Russland?

Erscheinungsjahr: 2004

Wer ist Wladimir Putin? Auch nach vier Jahren an der Macht bleibt der russische Präsident eine rätselhafte Figur. Er regiert sein Land in Zarenmanier, lässt in Tschetschenien einen grausamen Krieg führen und unterdrückt jeden Widerspruch. Und doch ist seine Popularität in Russland ungebrochen. Auch im Westen wird er als verlässlicher Partner und Garant der Stabilität geschätzt. Es gibt kaum Zweifel, dass Putin über das Jahr 2004 hinaus Präsident bleiben wird. Doch wohin steuert er Russland?
Der Russlandkenner Boris Reitschuster beschreibt Putins Weg an die Macht, die drückende Erblast der Jelzin-Jahre und die dürftige Bilanz der ersten Amtszeit. Der Autor ergründet die schillernde Persönlichkeit eines Mannes, der als starker Führer auftritt, bei nüchterner Betrachtung jedoch auch ein Zauderer ist. Reitschuster zeigt, wie das System Putin funktioniert - ein gefährliches Spiel mit rivalisierenden Kräften: den Oligarchen, die Putin in den Kreml brachten, und dem Geheimdienst, der ihn stützt. Der Ausgang dieses Kräftemessens wird darüber entscheiden, ob die Demokratie in Russland eine Chance hat.
Reitschuster hat den Aufstieg und die Präsidentschaft Putins seit Jahren aus unmittelbarer Nähe erlebt und zeichnet ein beeindruckendes Porträt dieses Mannes, der Russland aus dem Chaos führen will und damit die Zukunft Europas entscheidend beeinflussen wird. Für dieses Buch stützt er sich neben persönlichen Gesprächen mit Wladimir Putin und den Protagonisten der Moskauer Szene auch auf unveröffentlichte Quellen und Aussagen von Vertrauen des Präsidenten.

Erschienen bei Rowohlt

Rezension (osteuropa.ch)


Ognian N. Hishow
Von der Sowjet- in die Weltwirtschaft
Rußlands Transformationsprozeß und seine Perspektiven

Erscheinungsjahr: 2004

Die Russische Föderation hat für die Systemtransformation ihrer Wirtschaft länger gebraucht als die früheren Comecon-Partner. Der vorliegende Band hinterfragt, warum eine nominal bestens ausgestattete Ökonomie erst langsam aus der Krise kam und warum das ressourcenreiche Rußland der Marktwirtschaft skeptisch begegnete und weiterhin begegnet. Untersucht werden die Moskauer Budget-, Geld- und Wechselkurspolitik seit 1992. Die Hilfe des Westens, hier insbesondere des IWF, wird vom Autor positiv bewertet. Der unzulängliche Zustand des Bankensystems wird hingegen als eine Restrukturierungs- und Wachstumsbremse angesehen. Der Autor geht davon aus, daß der große Ressourcenreichtum des Landes bald zu einer Wachstumsbremse wird. Die Untersuchung wendet sich an Rußland- und Transformationsexperten, Transformationstheoretiker, Volkswirte, Finanzökonomen, Bank-Analysten, Rußland- und GUS-Interessierte. Der Autor ist Wirtschaftsexperte für die postkommunistischen Emerging markets und hat viele Jahre die russische Wirtschaftstransformation analytisch begleitet.

 

Erschienen bei  Nomos
Viktor Jerofejew
Der gute Stalin
Roman

Erscheinungsjahr: 2004

Der russische Schriftsteller Viktor Jerofejew wuchs im Herzen der politischen Macht auf, sein Vater gehörte zum Stalinschen Hofstaat, er war Berater und Dolmetscher, später Botschafter im westlichen Ausland. Die Welt der geknechteten Herren, gesättigt und privilegiert, wird mit melancholischem Spott porträtiert. Zugleich wird der Blick des Kindes gewahrt, das nicht anders kann, als seinen Vater zu lieben, und mit ihm die Umgebung, in der es heranwächst. Kindliche Sicht und historisches Wissen sind die Pole der Wahrnehmung, zwischen denen dieser Text oszilliert und aus denen er seine Spannung bezieht. Letztlich aber ist dieser eindrucksvolle Roman die Geschichte der Geburt eines Schriftstellers und Dissidenten, die Geschichte des Triumphs der künstlerischen, der schöpferischen Freiheit - dank de politischen Mordes an seinem Vater wurde der Autor paradoxerweise ein freier Mensch. Die Tatsache, dass ihm eben jener "Ermordete" zur Seite steht, als die politische Verfolgung einsetzt, zeugt wiederum von der menschlichen Grösse der Protagonisten dieses literarischen Zeitzeugnisses.

 

Erschienen im  Berlin Verlag

TB-Ausgabe

http://www.dradio.de/dlf/sendungen

Roland Haug
Putins Welt
Russland auf dem Weg nach Westen

Erscheinungsjahr: 2003

Wer ist Putin? Roland Haug, einer der besten Kenner Russlands, beschreibt die Welt des russischen Präsidenten: die Auswirkungen seines Denkens und Handelns auf Staat und Kirche, auf Wirtschaft und Gesellschaft, auf den Alltag und das System. Und auch die Schikanen und die Korruptionsanfälligkeit einer wuchernden Bürokratie, die Missachtung der menschlichen Würde im Einzelnen und der Menschenrechte im Allgemeinen werden ebensowenig verschwiegen wie die Traditionen Russlands und seine geistige Kultur.

 

Erschienen bei  Nomos

Rezension (osteuropa.ch)

Margareta Mommsen
Wer herrscht in Russland?
Der Kreml und die Schatten der Macht

Erscheinungsjahr: 2003

Wie sieht Russlands Zukunft aus? Kann sich das Land als Großmacht behaupten? Gelingt der Weg zur Demokratie? Margareta Mommsen beschreibt anschaulich das Streben Russlands nach weltpolitischer Geltung. Mit bisher kaum bekannten, teilweise überraschenden Innenansichten stellt sie dar, wie sich ''Zar Boris'', die Hofkabinette, Provinzfürsten und die berühmt-berüchtigte ''Kreml-Familie'' die Macht teilen und wie der von diesen ''Schatten der Macht'' zum Thron geleitete Wladimir Putin das bröckelnde Reich nach eigenem Gutdünken bestellt. Die zunehmende Zentralisierung und Militarisierung der Macht in Russland lässt fragen, wie eine Demokratie ohne Demokraten überhaupt verfasst sein kann.

 

Erschienen bei  C.H. Beck
Olaf Hillenbrand, Iris Kempe (Hrsg.)
Der schwerfällige Riese
Wie Russland den Wandel gestalten soll

Erscheinungsjahr: 2003

Im zweiten Jahrzehnt nach dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion stagniert die russische Transformationspolitik. Zwar hat die russische Politik auf dem Weg zu Demokratie und Marktwirtschaft bereits eine beachtliche Strecke zurückgelegt, jedoch konnte sie das Ziel noch nicht erreichen. Demokratische Verfahren sind noch nicht nachhaltig etabliert. Der Umbau der Ökonomie lahmt. DEr Aufbau einer vitalen Zivilgesellschaft steckt noch in den Anfängen. Auch seine neue internationale Rolle hat Russland noch nicht gefunden. Im vorliegenden Band beschreiben Experten aus Wissenschaft und Praxis die zentralen Dreh- und Angelpunkte des russischen Wandlungsprozesses und erarbeiten strategische Hinweise für eine russische Transformationspolitik.

 

Erschienen bei Bertelsmann


Anna Politkovskaja
Putins Russland


Erscheinungsjahr: 2003

Putins autoritäres Reich fürchtet die Wahrheit, die Anna Politkovskajas Buch Tschetschenien – Die Wahrheit über den Krieg enthüllt. Dieses Buch berichtet vom Schicksal der Menschen in Tschetschenien, von den Opfern des Krieges. Es ist ein einziges ›J’accuse‹. Anna Politkovskaja klärt auf über das kaum beschreibbare Leid der tschetschenischen Bevölkerung. Erst die Geiselnahme in einem Moskauer Musical-Theater machte wieder aufs Neue die von der Weltöffentlichkeit verdrängte tschetschenische Tragödie sichtbar.
In drei Teilen beschreibt dieses Buch den Krieg: Anna Politkovskaja berichtet von dem Leben der Tschetschenen im Krieg, den Übergriffen auf die Zivilbevölkerung, von einem Alltag, in dem Folter, Hinrichtungen, Plünderungen und Entführungen an der Tagesordnung sind. Anna Politkovskaja analysiert, welche Auswirkungen dieser Krieg auf das Leben in Russland selbst hat, wie ein Rassismus gegen alles Nicht-Russische zunimmt. Und schließlich beschreibt sie die Interessen der neuen ›Generalsoligarchen‹, die an der Fortführung dieses Krieges, dem illegalen Handel mit Erdöl und Waffen verdienen.

 

Erschienen bei Du Mont

Rezensionen

 

Christoph Schmidt
Russische Geschichte 1547-1917


Erscheinungsjahr: 2003

Christoph Schmidts Beitrag zur Reihe Oldenbourg Grundriss der Geschichte gibt eine kompakte Einführung in die Geschichte des Zarenreichs. Gut zu lesen führt die Darstellung durch annähernd vier Jahrhunderte russischer Geschichte. Im Mittelpunkt des Forschungsteils stehen vier grundlegende Aspekte: Geographie, Ethnologie, Orthodoxie und Autarkie. Die Bibliographie ist thematisch gegliedert und gibt daher einen idealen Leitfaden durch die wichtigsten Quellen und den aktuellen Stand der Forschung.

 

Erschienen bei Oldenbourg
Haumann, Heiko
Geschichte Russlands

Erscheinungsjahr: 2003

Das Bild Russlands wird weithin von Klischees bestimmt. Heiko Haumann unternimmt es, seine Fragestellungen nicht an Vorurteilen, sondern an der Eigenart Russlands auszurichten. In seiner «Geschichte Russlands» stehen die Menschen und ihre Lebenswelten im Mittelpunkt. Von ihnen aus, ihrem Alltag, ihrem Denken, Fühlen und Handeln, das exemplarisch vergegenwärtigt wird, entfaltet er in kurzen Kapiteln die verschiedenen kulturellen Formen, sozialen Gliederungen, wirtschaftlichen Bedingungen und Herrschaftsverhältnisse. Die Darstellung vereint spannend geschriebene Erzählung mit wissenschaftlicher Analyse.

 

Erschienen bei Chronos
Tatjana Yoosefi; Alexander Thomas
Beruflich in Russland
Trainingsprogramm für Manager, Fach- und Führungskräfte


Erscheinungsjahr: 2003

Die Denkweisen und Gefühlslagen russischer Geschäftspartner und Mitarbeiter vor dem Hintergrund ihrer kulturellen Tradition und Identität zu verstehen, ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen. Das Trainingsprogramm dient der individuellen Vorbereitung entsprechender Kontakte.

 

Erschienen bei Vandenhoeck & Ruprecht
Sondernummer "Osteuropa" (DGO) zu Russland
09-10/2003

Erscheinungsjahr: 2003

Dieses Heft ist eine gymnastische Herausforderung. Der Akrobat auf dem Titelblatt steht Kopf. Für ihn sieht die Welt gewiss ein bisschen anders aus als für die zweite Figur auf demselben Podest. Wer mehr Standfestigkeit beweist, ist ebenso eine offene Frage wie die, wer dabei mehr sieht. Der andere Blick auf die Welt ist Programm, schliesslich führt nur er zu ungewohnten Perspektiven, aus Ansichten können Einsichten uns aus neuerlicher Reflexen kann Erkenntnis werden. Vor allem bei einem Thema, in dem "Russland" und "europa" in einem Atemzug genannt weren und das nach zweihundertjähriger Debatte nur noch Verteidigungsreflexe auslöst: Was soll man heute dazu noch sagen?

 

Link zur Redaktionswebsite

 

Reinhard Lauer
Geschichte der russischen Literatur
Von 1700 bis zur Gegenwart

 
 
Erscheinungsjahr: 2003

Reinhard Lauers großangelegte und umfassende russische Literaturgeschichte verbindet Genauigkeit im Detail mit einem einzigartigen Überblick, kombiniert Gattungsgeschichte und chronologische Entfaltung mit einem klaren Akzent auf den wichtigsten Autorengestalten und ihren Werken. Vor allem aber vertieft sich das Verständnis für die russische Literaturentwicklung durch die von Reinhard Lauer souverän gezogenen Vergleiche und Querverbindungen mit der westeuropäischen Literatur. Das Buch enthält ausführliche Register und Bibliographien und ist damit auch ein hervorragendes Nachschlagewerk.

 

Erschienen bei C.H. Beck
Walther K. Lang
Das heilige Russland
Geschichte, Folklore, Religion in der russischen Malerei des späten 19. Jahrhunderts

Erscheinungsjahr: 2003

Obwohl in Westeuropa noch weitgehend unbekanant, ist die russische Malerei des 19. Jahrhunderts kaum weniger faszinierend als etwa die Literatur Dostojewskis oder Tolstois.
Das Buch von Walther K. Lang erschließt der deutschsprachigen Kunstforschung ein neues Gebiet. Gestützt auf umfangreiches Quellenmaterial, das hier größtenteils erstmalig in deutscher Sprache zitiert wird, untersucht der Autor gezielt nationalspezifische Themenschwerpunkte in der russischen Malerei und gibt dabei tiefe Einsichten in eine fremde Kultur.

 

Erschienen bei   Reimer
Ulrich Schmid
Russische Religionsphilosophen des 20. Jahrhunderts

Erscheinungsjahr: 2003


Die originellen, oft kühnen und polemischen Entwürfe russischer Denker blieben im deutschsprachigen Raum weitgehend unbekannt. Dabei können zahlreiche Erscheinungen der russischen Kultur - von der gesellschaftskritisch engagierten Literatur über die bolschewistische Ideologie bis hin zur heutigen Situation der Intellektuellen - ohne die Tradition der russischen Religionsphilosophie kaum verstanden werden. Die wichtigsten Denker wurden während des 20. Jahrhunderts aus dem sowjetischen Geistesleben verdrängt; erst seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991, als die Begriffspyramiden der offiziellen russischen Dienstphilosophie wie Kartenhäuser einstürzten, stehen sie wieder in der öffentlichen Diskussion. Ulrich Schmid stellt sie jeweils mit einer biographischen Skizze und einem repräsentativen Textbeispiel vor und ordnet ihre Ansätze in einen grösseren geistesgeschichtlichen Zusammenhang ein.

 

Erschienen bei Herder
Josef Rattner, Gerhard Danzer
Der Humanismus und der soziale Gedanke im russischen Schrifttum
des 19. Jahrhunderts

 

Erscheinungsjahr: 2003

Dieser Band enthält kulturanalytische und literaturpsychologische Essays über Alexander Puschkin, Nikolai Gogol, Wissarion Belinski, Alexander Herzen, Michael Bakunin, Ian Gontscharow, Iwan Turgenjew, F.M. Dostojewski, Leo Tolstoj, Peter Kropotkin, Anton Tschechow und Maxim Gorki.

 

Erschienen bei Königshausen & Neumann

Rezension (osteuropa.ch)

Erich Donnert
Die Freimaurerei in Russland

Erscheinungsjahr: 2003

Im 18. Jahrhundert breitete sich auch in Russland die Freimaurerei sehr schnell aus. Sie stand von Anfang an in engem Konnex mit der europäischen Aufklärung, konnte ihre Wirksamkeit im Vergleich zu anderen Ländern nur über einen kurzen Zeitraum entfalten. "Die Freimaurerei in Russland" gibt einen fundierten Überblick über die Entwicklung der russischen Freimaurerei und porträtiert ihre bedeutendsten Vertreter. Erich Donnert ist es mit diesem Buch gelungen, eine große Lücke in der Freimaurerforschung auf eindrucksvolle Weise zu schliessen.

 

Erschienen im StudienVerlag
Jutta Scherrer
Kulturologie
Russland auf der Such nach einer zivilisatorischen Identität


Erscheinungsjahr: 2003

Das ideologische Vakuum, das nach dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums entstand, wird im heutigen Russland von der Kulturologie (kul'turologija) gefüllt. Sie reflektiert die Suche nach neuen Wertvorstellungen und einer neuen Identität des postsowjetischen Russland und vertritt den Anspruch einer ganzheitlichen Methode, die an die Stelle des vormals vom Marxismus-Leninismus angebotenen Erklärungsschemas tritt.

 

Erschienen bei Wallstein
Andreas Horvath (Photos), Monika Muskala (Text)
JAKUTIJA - Jakutien, Sibirien von Sibirien

Erscheinungsjahr: 2003

Sieben Zeitzonen von Moskau entfernt, im Nordosten Sibiriens, liegt Jakutien, ein Land so gross wie Westeuropa. Vielen ist es bis heute verborgen geblieben, aber die Menschen, die es kennen und darin leben, nennen es in einer Mischung aus Stolz und Ehrfurcht "Sibirien von Sibirien". Dieses Buch ist die Chronik einer Welt, über die ein schrecklicher Hurricane hinweggefegt ist - alles vernichtend. Landschaft, Häuser, Menschen. Ein hervorragendes Album, ein bewegendes Werk, das von Talent und künstlerischem Feingefühl zeugt.

 

Erschienen bei Benteli

Rezension (osteuropa.ch)

Petra Becker
Verlagspolitik und Buchmarkt in Russland (1985 bis 2002)

Erscheinungsjahr: 2003

Petra Becker begibt sich auf ein von der slavistischen Kulturwissenschaft nahezu unerforschtes Gebiet und legt mit ihrer Studie erstmals eine umfangreiche Analyse über den durch die Politik der Perestrojka ausgelösten tiefgreifenden Wandlungsprozess des russischen Buchverlagswesens vor. Im Wechselspiel von Überblicksdarstellungen und Einzelanalysen wird dieser Prozess in seiner Vielschichtigkeit aus verschiedenen Perspektiven im Kontext der historischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des Landes untersucht. Dabei wird konkret auch auf die Lage und programmatische Ausrichtung einzelner Verlage eingegangen und allgemein ein Überblick über das vielfältige Sortiment literarischer Genres und Stile des russischen Buchmarktes gegeben. Angesichts der gegenwärtigen Entwicklung der elektronischen Medien wird darüber hinaus die Frage nach den neuen Technologien wie Internet, eBook oder Printing on Demand sowie allgemein die Frage nach der Funktion von Literatur und Buchkultur im Zeitalter der Neuen Medien berührt.
In einem vorangestellten historischen Rückblick auf die zwanziger Jahre werden zudem die wichtigsten Institutionalisierungsprozesse des sowjetischen Verlagswesens und seine Verstaatlichung nachgezeichnet, um so die komplexe Problematik seiner Wiedergeburt Mitte der achtziger Jahre erfassen zu können.

 

Link zur Seite bei Harrassowitz
Tatjana Yoosefi, Alexander Thomas
Beruflich in Russland
Handlungskompetenz im Ausland
Trainingsprogramm für Manager, Fach- und Führungskräfte

Erscheinungsjahr: 2003

Russland war und ist ein Bindeglied zwischen Europa und Asien. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Russischen Föderation sind für beide Seiten von besonderer Bedeutung. Doch: Wie europäisch sind Russen tatsächlich? Das Trainingsprogramm zur individuellen Vorbereitung auf berufliche Kontakte in Russland soll helfen, sich in die Lage des russischen Mitarbeiters oder Geschäftspartners zu versetzen, um kulturell bedingten Problemsituationen besser begegnen zu können. Die im Training dargestellten typischen Situationen basieren auf Interviews mit in Russland arbeitenden Deutschen. Es werden zu den Beispielen Erklärungen und Lösungsempfehlungen gegeben sowie der kulturhistorische Zusammenhang beleuchtet.

 

Erschienen bei Vandenhoeck & Ruprecht
Norbert Franz (Hg.)
Lexikon der russischen Kultur

Erscheinungsjahr: 2002

Mehr als 50 Russland-Spezialisten, darunter Historiker, Slavisten, Theologen und Volkskundler, haben an diesem einmaligen Lexikon mitgewirkt. In insgesamt 243 Einzeleinträgen erläutern sie die wichtigsten Stichwörter zur russischen Politik, Geschichte, Philosophie, Religion, Wissenschaft und Kunst. So ist eine Kulturgeschichte entstanden, die kenntnisreich und umfassend über das Land und seine Menschen informiert.

 

Erschienen bei der   Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt
Klaus Städtke (Hrsg.)
Russische Literaturgeschichte

unter Mitarbeit von Christine Engel, Andreas Guski, Wolfgang Kissel, Joachim Klein und Wolf-Heinrich Schmidt sowie Dirk Uffelmann (Redaktion)

Erscheinungsjahr: 2002

Eine aktuelle Geschichte der russischen Literatur von den Anfängen bis in die postsowjetische Zeit und aus heutiger Perspektive - das Mittelalter kommt ebenso in den Blick wie das "Goldene Zeitalter" der russischen Literatur im 19. Jahrhundert und die Autorinnen und Autoren des 20. JAhrhunderts bis ins Jahr 2000 - mit zahlreichen Illustrationen aus Geschichte, Kunst und kulturellem Leben.

 

Erschienen bei Metzler
Tomáš Špidlík
Die russische Idee
Eine andere Sicht des Menschen

Erscheinungsjahr: 2002

Im Laufe seiner mehr als fünfzigjährigen akademischen Tätigkeit und in einer Vielzahl von Publikationen zeigte der tschechische Jesuit Tomáš Špidlík Wege einer spirituellen Synthese auf, die richtungsweisend wurden. Bezeichnenderweise wurde ihm dafür aus Rom und Moskau gleichermassen Anerkennung zuteil: von Papst Johannes Paul II. und vom Moskauer Patriarchen Alexej II. Um eine andere Sicht des Menschen, die seinem Personsein gerecht wird, zu ringen, ist das Gebot der Stunde, denn nur um die Würde der menschlichen Person als ihrer Mitte kann das neue Europa konstruiert werden.

 

Erschienen bei Der Christliche Osten

Rezension

http://de.orthodoxlinks.info

 

Thomas M. Bohn und Dietmar Neutatz
Studienhandbuch Östliches Europa (Band 2)
Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion

Erscheinungsjahr: 2002

Die Geschichte des Russischen Reiches und der Sowjetunion wird in diesem Handbuch umfassend erschlossen. Die Autoren stellen den Stoff in systematischer und verständlicher Weise dar und ermöglichen so einen guten Einstieg für Studierende und Dozenten.

 

Erschienen bei Boehlau
Klaus Bednarz
Östlich der Sonne
Vom Baikalsee nach Alaska


Erscheinungsjahr: 2002

"Land östlich der Sonne" nannten die russischen Eroberer jenen geheimnisvollen hintersten Teil Sibiriens, der sich vom Fluss Lena bis zum Stillen Ozean erstreckt. Durch dieses raue, unermesslich weite Land zogen vor vielen tausend Jahren die Vorfahren der nordamerikanischen Indianer - vom Baikalsee bis nach Alaska. Klaus Bednarz ist auf ihren Spuren gereist. Seine Route umfasste mehr als 10 000 Kilometer - entlang der gewaltigen sibirischen Flüsse, durch Taiga und Tundra und schliesslich über die Beringstrasse, die Meerenge zwischen Russland und Amerika. "Es ist das verwegenste, ambitionierteste Projekt, das ich je in Angriff genommen habe", sagt Bednarz. "Und bis zum letzten Moment war ich nicht sicher, ob es gelingen würde."
Bednarz beschreibt nicht nur die rauen und zugleich faszinierend schönen Landschaften Sibiriens und Alaskas; vor allem zeichnet er eindrucksvolle Porträts der Menschen, die in dieser wohl unwirtlichsten Region der Erde den Unbilden der Natur trotzen - der unvorstellbaren Kälte, dem ewigen Eis, der Urgewalt der Polarstürme. Sibirien - wildes weites Land. Eine abenteuerliche Reise voller unvergesslicher Eindrücke.
Begleitbuch zu einer TV-Serie (ARD, WDR)

 

Erschienen bei Rowohlt
Roman Berger
Russland hinter den Schlagzeilen
Erfahrungen eines Moskau-Korrespondenten

Erscheinungsjahr: 2001

Anhand vieler Gespräche mit bekannten Persönlichkeiten aus der Politik, der Wirtschaft, dem kulturellen Leben schildert Roman Berger zahlreiche Facetten der russischen Wirklichkeit: das schwer wiegende Erbe des Sozialismus, das Ausbluten der staatlichen Betriebe, den zunehmenden Einfluss der Kirche und die Hoffnungen und Überlebensstrategien der Menschen im Alltag. Sein Fazit: Russland muss sich zwar dem Westen anpassen, aber auch der Westen hat sein Russlandbild zu korrigieren und seine Denkweisen aus dem Kalten Krieg zu überprüfen.
Der Autor Roman Berger, Moskau-Korrespondent des Zürcher «Tages-Anzeigers» von 1991 bis 2001, beschreibt Russlands schwierigen Weg vom Kommunismus zu einem Kapitalismus mit Schockwirkung.

 

Erschienen bei Werd
Hans-Hermann Höhmann / Hans-Henning Schröder (Hrsg.)
Russland unter neuer Führung
Politik, Wirtschaft und Gesellschaft am Beginn des 21. Jahrhunderts

Erscheinungsjahr: 2001

Zehn Jahre nach dem Zusammenbruch des Sowjetkommunismus steht Russland an einem Scheideweg. Unverkennbar hat die Transformation Fortschritte gemacht: Die Gesellschaft des Landes hat sich gründlich verändert, demokratische Institutionen beginnen Fuss zu fassen, zugleich ist eine an Prinzipien des Marktes orinetierte Wirtschaftsordnung entstanden. Doch der Wandel geht nur schleppend voran. Kaum eine der eingeleiteten Reformen ist wirklich abgeschlossen. Aussenpolitische Konflikte, innenpolitische Turbulenzen und anhaltende ökonomische Probleme stellen nicht nur die Fortsetzung des Transformationskurses infrage, sondern lassen auch die Bevölkerung am Wert von Markt und Demokratie zweifeln.
Kann es Russland unter neuer Führung gelingen, die begonnenen Veränderungen erfolgreich abzuschliessen? Die Frage wird in diesem Buch von Expertinnen und Experten erörtert.

 

Erschienen im Agenda Verlag
Klaus von Beyme
Russland zwischen Anarchie und Autokratie

Erscheinungsjahr: 2001

Der Untergang der Sowjetunion hat die Analyse- und Prognosefähigkeit der Osteuropaforschung, der Sozialwissenschaft überhaupt, massiv in Frage gestellt. Ebenso steht die gegenwärtige Russlandforschung vor schwer zu bewältigenden theoretischen und methodischen Problemen. Vor diesem Hintergrund beantwortet der Autor zwei entscheidende Fragen: 1. Was war der Kommunismus und warum hat die Forschung seine Entwicklung falsch eingeschätzt? 2. Was muss die Osteuropaforschung tun, um für künftige Analysen und Prognosen besser gerüstet zu sein. Mit dieser kritischen Perspektive analysiert er die Widersprüche und Spannungen im politischen System des heutigen Russland. Untersucht werden alle wichtigen Akteure und Institutionen: Die Wirtschaft und Gesellschaft, die Eliten und Parteien, das Parlament und die Präsidialregierung, das Verfassungsgericht und der Föderalismus. Dabei entsteht ein umfassendes Bild von Russland, dessen junge Demokratie sich zwischen Anarchie und Autokratie erst noch behaupten muss.

 

Erschienen im Westdeutschen Verlag
Jeronim Perović
Die Regionen Russlands als neue politische Kraft

Erscheinungsjahr: 2001

Dieses Buch unternimmt erstmals den Versuch, den russländischen Regionalismus in seiner ganzen Komplexität und Widersprüchlichkeit darzustellen und die Gefahren und Chancen abzuschätzen, die sich aus diesem Phänomen für die Stabilisierung Russlands ergeben.

 

Erschienen bei Peter Lang

Andreas Kappeler
Russland als Vielvölkerreich
Entstehung, Geschichte, Zerfall

Erscheinungsjahr: 2001

Die Geschichte des russischen Reiches wird oft als russische Nationalgeschichte missverstanden. Erst der Zerfall des sowjetischen Imperiums hat einer breiten Öffentlichkeit bewusst gemacht, daß die Sowjetunion ein Vielvölkerreich war, das über 100 Völker mit unterschiedlichen Lebensformen, Religionen und Wirtschaftsweisen umfasste. Dieses Buch, das bis in die unmittelbare Gegenwart reicht, erweitert die Geschichte Russlands um die Geschichte der Nicht-Russen und zeigt auf, dass das Problem der unterschiedlichen Völkerschaften eine wesentliche Konstante der russischen Geschichte vom Zarenreich bis zur Sowjetunion war.
 

Erschienen bei  C.H. Beck
Hrsg. v. Schramm, Gottfried
Russlands langer Weg zur Gegenwart


Erscheinungsjahr: 2001

Wer die Geschichte kennt, kann die Gegenwart besser verstehen: Das gilt gerade auch für Russland - ein Land, über das wir viel hören, aber wenig wissen. Rückblicke in die russische Geschichte ändern das.

 

Erschienen bei  Vandenhoeck & Ruprecht

Robert O. Crummey, Holm Sundhaussen, Ricarda Vulpius (Hrsg.)

Russische und Ukrainische Geschichte vom 16.–18. Jahrhundert

(Forschungen zur osteuropäischen Geschichte 58)
Erscheinungsjahr: 2001

Der Sammelband mit 30 Beiträgen zur Frühen Neuzeit der ostslavischen Geschichte bündelt internationale Forschungsergebnisse, die – zum Teil unter Einbeziehung neuer Archivquellen – zeigen, dass die wichtigsten Phänomene der Moderne alle ihre Wurzeln in den hier behandelten Jahrhunderten haben. Dabei finden verfassungspolitische Themen ebenso ihre Berücksichtigung wie konfessionelle, ideengeschichtliche, wirtschaftliche, bildungs- oder aussenpolitische Fragen. Neue kulturgeschichtliche Ansätze finden ihren Niederschlag zum einen in geschlechterspezifischen Beiträgen, zum anderen in Aufsätzen zur Erinnerungskultur (z.B. die national-ukrainische Geschichte des 17. Jahrhunderts im Spiegel der Publizistik Ende des 19. Jahrhunderts). Besonderes Augenmerk gilt der Auseinandersetzung mit dem fachlichen Vermächtnis des im Jahre 2000 verstorbenen Professor Hans-Joachim Torke.

 

Link zur Seite bei Harrassowitz
Alexander Litschev
Russland verstehen
Schlüssel zum russischen Wesen

Erscheinungsjahr: 2001

Eine leicht verständliche Einführung in das russische Denken, Fühlen und Handeln, die neue Impulse für die Sensibilisierung der interkulturellen Kommunikation gibt. Litschev gelingt eine detaillierte Darstellung der einzelnen Facetten des russischen Selbstverständnisses heute sowie der weltanschaulichen Hintergründe der russischen Mentalität, Identität und Kultur, die sich dahinter verbergen. Im Anhang des Buches findet sich ein Glossar, das die wichtigsten Schlüsselbegriffe zum Verstehen Russlands erläutert.

 

Erschienen bei  Grupello

Rezension (osteuropa.ch)

Trogemann, Georg / Nitussov, Alexander Y. / Ernst, Wolfgang (Eds.)
Computing in Russia
The History of Computer Devices and Information Technology revealed

(in englischer Sprache)

Erscheinungsjahr: 2001

This book is the first compendium on the development of the computer in Russia to appear in the West. After briefly illuminating the history of Russian mechanical calculation devices, the book largely focuses on the first generations of (military and civilian) electronic computers, most of which were developed in the Soviet Union during the "Space-Race" and the Cold War, simultaneously with similarly fundamental developments in computing in the U.S.A. The reader is introduced to computers and cybernetics from mathematical, technical, social and cultural perspectives through archive material and through texts by some of the preeminent veterans of Russian computing (historians, engineers, military historians). This alternative history and pre-history of information processing and of the computer ends with the adopting of the IBM standard and of Western technologies around 1970. Under the title Arifmometr (the name of the first Russian calculation device), a critical part of Eastern European technological culture is (re)-discovered for the reader; at the same time, the reader is reminded of the alternatives to the Western hemisphere's concept of the computer, which are of decisive historical interest.

 

Erschienen bei  Vieweg

Gustav-Adolf Krampitz, Erhard Glier, Ingrid Herms, Galina Manns, Peter Slama
Russisch perfekt

Aufbaukurs für Fortgeschrittene
(Studien der Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der Universität Dortmund 31)
Erscheinungsjahr: 2001

Das auf Grund- und Aufbaukursen basierende Lehrbuch mit zehn umfangreichen Lektionen und Zusatzmaterial ist für einen breiten Anwenderkreis konzipiert mit dem speziellen Ziel, die mit dem Arbeitsgebiet auftretenden fremdsprachigen Tätigkeiten qualifiziert auszuüben und die erforderlichen kommunikativen Sprachhandlungen in mündlicher und schriftlicher Form sicher zu beherrschen. Um dem zu entsprechen, bietet das Lehrbuch alle kommunikativ orientierten Sprachtätigkeiten auf sehr hohem Niveau, wobei eine Vielzahl von Wendungen der Wissenschaftssprache systematisch vermittelt und gezielt angewendet werden.

 

 
Werner Adam
Das neue Russland
Putins Aufbruch mit schwerem Erbe

Erscheinungsjahr: 2000

Werner Adam, geboren 1935, war langjähriger Auslandskorrespondent der NZZ und der FAZ. 1968 -1978 Arbeit in Südasien für die NZZ, ab 1974 Berichte über Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Iran für die FAZ. Korrespondententätigkeit in Nordeuropa; ab 1984 Standortwechsel nach Moskau. Von 1994 bis 2001 Leitung des FAZ-Ressorts Aussenpolitik. Buchveröffentlichungen.

 

Erschienen bei  Holzhausen
Felix Philipp Ingold
Der grosse Bruch
Russland im Epochenjahr 1913

Kultur - Gesellschaft - Politik

Erscheinungsjahr: 2000

Felix Philipp Ingold unternimmt es in diesem Werk zum ersten Mal, das Jahr 1913 als Schlüsseljahr der russischen Moderne diskursiv und dokumentarisch zu vergegenwärtigen.

 

Erschienen bei  C.H. Beck
Die Konstruktion politischer Stabilität
Polen und Rußland in den Umbrüchen der achtziger und neunziger Jahre

Erscheinungsjahr: 1998

Politische Stabilität wird oft mit der institutionellen Beständigkeit des politischen Systems verwechselt. Tatsächlich bedeutet sie aber die Kontrollierbarkeit der Lage durch die Regierenden, die unter Rückgriff auf verschiedene Ressourcen der Gesellschaft und des Staates die politische Stabilität gleichsam konstruieren können. Die Frage, welche Faktoren die Konstruktion politischer Stabilität im Umbruch entscheidend geprägt haben, hat daher einen zentralen Platz in dieser Arbeit, die die Zielsetzungen und die Periodisierung des Systemwandels des Sowjetsozialismus analysiert sowie Voraussetzungen und Ergebnisse der Transformation in Polen und Rußland miteinander vergleicht. Eingehend berücksichtigt der Verfasser die in der Politikwissenschaft zuweilen vernachlässigten Herausforderungen der politischen Stabilität »von unten«.

 

Erschienen bei Nomos
Scheidegger, Gabriele
Perverses Abendland - barbarisches Russland
Begegnungen des 16. und 17. Jahrhunderts im Schatten kultureller Missverständnisse

Erscheinungsjahr: 1993

Das Bild vom ewig verspäteten Russland, wo von der Renaissance bis zum Stadtrecht so manches «fehlte», prägt bis heute das Denken in West und Ost. Die Vorlage für diesen Negativabzug bildet das abendländische Modell, was allerdings kaum je bewusst reflektiert wird. Die Autorin zeigt, dass sich die Blickwinkel auch vertauschen lassen.
Gemessen an Russland ist das Abendland ein «Sonderfall» mit einer höchst eigenen und eigenartigen Entwicklung. Die spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Krise des Abendlandes erscheint so in einem neuen Licht, und der von Norbert Elias beschriebene «Prozess der Zivilisation» erhält durch die Quervergleiche mit Russland eine zusätzliche Dimension.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Begegnungen zwischen Russen und Westeuropäern. Aufgrund der dabei auftretenden «kulturellen Missverständnisse», die sich meist in scheinbaren Nebensächlichkeiten und banalen Alltagsdetails manifestieren, werden die unterschiedlichen Normensysteme der beiden Kulturen erschlossen.
Ein immenses, vielsprachiges Quellenmaterial wird mit grosser sprachlicher Sorgfalt und quellenkritischer Prägnanz präsentiert.

 

Erschienen bei Chronos
Josif E. Barenbaum
Geschichte des Buchhandels in Russland und der Sowjetunion

Erscheinungsjahr: 1991

 

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1.5.2012


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