BUCHTIPPS: POLEN (alle Themen)
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Claudia Kraft / Katrin Steffen (Hrsg.)
Europas Platz in Polen
Polnische Europa-Konzeptionen vom Mittelalter bis zum EU-Beitritt

Erscheinungsjahr: 2007

Welche Bedeutung hat Europa für Polen, welche Polen für Europa? Diesen Fragen geht der vorliegende Sammelband nach, der polnische Ideen und Vorstellungen zu Europa, den polnischen Europagedanken vom Mittelalter bis zur Gegenwart vorstellt.
Der Band zeigt unter anderem, dass Polen bereits lange vor dem EU-Beitritt kein passiver Zeuge gesamteuropäischer Entwicklungen und Einigungsbestrebungen war, sondern sich aktiv daran beteiligt hat. Polnische und deutsche Autoren der Geschichts- und anderer Kulturwissenschaften verorten und diskutieren »Europas Platz in Polen« und eröffnen so spannende Einblicke in die intellektuelle Landschaft des östlichen Nachbarlandes.

 

Erschienen bei Fibre
Jürgen Heyde
Geschichte Polens

Erscheinungsjahr: 2006

Der Band gibt einen Überblick über die mehr als tausendjährige Geschichte Polens. Neben der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung des Landes liegt das besondere Augenmerk auf der Darstellung der europäischen Dimensionen der polnischen Geschichte sowie der Entwicklung der deutsch-polnischen Nachbarschaft.

 

Erschienen bei C.H. Beck
Maria Jarosz
Macht, Privilegien, Korruption
Die polnische Gesellschaft 15 Jahre nach der Wende
Aus d. Poln. von Peter O. Loew

Veröffentlichungen des Deutschen Polen-Instituts
Erscheinungsjahr: 2006

"Macht, Privilegien, Korruption" ist die erste komplexe Analyse der Schattenseite der polnischen Wirklichkeit nach 1989. Welche negativen Folgen hatte die Systemtransformation? Wie entwickelten sich die Gesellschaft und das politische System? Zu welchen Gefahren führt die Desorganisation zentraler Strukturen des Staates? Die polnische Soziologin Maria Jarosz stellt in ihrem Buch, das in Polen heftige Debatten ausgelöst hat, die Probleme des heutigen Polen anschaulich und unverblümt dar.

 

Erschienen bei  Harrassowitz

Rezension von osteuropa.ch

Inhalt
Rezension
Über das Buch

Maria Jarosz
PAN ISP

Dominik Hierlemann
Lobbying der katholischen Kirche.
Das Einflussnetz des Klerus in Polen

Erscheinungsjahr: 2005

Theoretischer Rahmen und methodischer Ansatz - Polnische Politik und katholische Kirche - Einflusspfade der katholischen Kirche in Polen - Lobbying der katholischen Kirche - Fallstudie: Erklärung der Regierung zur öffentlichen Moral - Anhang zum EU-Beitrittsvertrag - Interpretation der empirischen Ergebnisse

 

Erschienen bei VS Verlag für Sozialwissenschaften
Anette Dittert
Palmen in Warschau. Notizen aus dem neuen Polen

Erscheinungsjahr: 2004

Wohl kaum ein Land in Europa hat in den letzten Jahren so stürmische Veränderungen erlebt wie Polen. Die beliebte ARD-Korrespondentin Annette Dittert stellt das unbekannte, aber faszinierende neue EU-Mitglied vor – in Porträts, Geschichten und Analysen.

 

Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch
Hajime Konno
Max Weber und die polnische Frage (1892-1920)
Eine Betrachtung zum liberalen Nationalismus im wilhelminischen Deutschland

Erscheinungsjahr: 2004

Hin- und her gerissen zwischen Polenfreundschaft und -feindschaft, engagierte sich Max Weber lebenslang und durchaus leidenschaftlich in der polnischen Frage. Nachdem ihn die Furcht vor unkontrollierter Einwanderung polnischer Wanderarbeiter zur Mitgliedschaft beim Alldeutschen Verband motiviert hatte, trat er nach 1905/06 plötzlich als Befürworter polnisch-kultureller Autonomie in Deutschland auf. Noch während des Ersten Weltkriegs einer derer, denen ernstlich um eine Verständigung zwischen Deutschland und Polen zu tun war, lehnte er nach dem Krieg die Abtretung der preußischen Ostprovinzen an den neuen polnischen Staat dezidiert ab und stellte sich gegen die polnische Einwanderung in Oberschlesien. Auf der Basis neuer Archivarbeit geht dieses Buch den Gründen dafür nach und sucht diese systematisch zu erhellen. Darüber hinaus wirft es einen Blick auf Webers Schüler, den Ostmarkenpolitiker Leo Wegener.

 

Erschienen bei Nomos

Rezension (osteuropa.ch)

Brigitte Jäger-Dabek
Polen
Eine Nachbarschaftskunde für Deutsche

Erscheinungsjahr: 2003

Im Jahre 2004 tritt Polen der Europäischen Union bei und wird spätestens dann nicht mehr nur Nachbar, sondern auch ein wichtiger politischer und wirtschaftlicher Partner der Bundesrepublik sein. Dabei halten sich beiderseits von Oder und Neiße hartnäckig Klischees und wenig schmeichelhafte Vorurteile übereinander. Kaum jemand hierzulande kennt Polen von innen und weiß um die vielfältigen sozialen Veränderungen der letzten Jahre. >br< Brigitte Jäger-Dabek ebnet dem Leser einen Weg zum Verständnis der Menschen in unserem Nachbarland. Sie behandelt nicht nur die bewegte Geschichte und die reichhaltige Kultur Polens, sondern schildert auch die jüngste Zeit des Aufbruchs. Ihr Buch macht neugierig und vermittelt praktische Tipps für eigene Entdeckungsreisen.

 
Erschienen bei C.Links

Rezension (osteuropa.ch)

GEO Special Polen

Dieses GEO special über Polen ist eines der besten und wichtigsten die bisher erschienen sind. Einleitend heißt es in dem Magazin: "Mit keinem anderen Land sind wir geschichtlich so eng verbunden wie mit Polen. Und von keiner anderen Nachbarnation wissen wir so wenig." Die Redakteure des Magazins haben alles unternommen um dieses Wissensdefizit zu verringern. In erstklassigen Wortbeiträgen inmitten herrlicher Fotos wird uns viel über unseren Nachbarn mitgeteilt, wird aufgezeigt, warum das deutsch-polnische Verhältnis ein sehr Besonderes ist. Mittlerweile sind bald zwei Jahre seit Erscheinen vergangen und auf die deutsch-polnischen Beziehungen fielen jüngst dunkle Schatten. Nichtsdestotrotz ist dieses Magazin auch heute noch wertvoll. Einige Artikel wie z.B. jener über die Gattin des früheren Präsidenten Jolanta Kwasniewska mögen vielleicht nicht mehr brandaktuell sein, aber das trübt das überaus gute Bild dieses Magazins kein bisschen ein. Mein Fazit: Neben den Merian-Heften zu Masuren gehört das GEOspecial zu den besten Magazinen die über Polen gewchrieben wurden.

Die Highlights in dieser Ausgabe:

Schlesien: Schloss jetzt

Vor 150 Jahren war das Hirschberger Tal ein Refugium für Schlossbesitzer.

Jugend: Wilde Nächte
Parties in Krakau sind ausgelassen und extrem.

Bildessay: Warschau leuchtet
Polens Hauptstadt macht Tempo. Im neuen Dorado des Ostens tummeln sich jene, die ganz nach oben wollen.

Küche: Ohne Pilze geht es nicht
Jedes Jahr im Herbst verwandeln sich die Polen in ein Volk von Detektiven.

Ostsee: Sommerwetter!
Von der Insel Wolin bis zur Halbinsel Hel gibt es in den grossen Ferien nur ein einziges Thema.

Grenzschützer: Die Pförtner Europas
Seit Mai 2004 schützt Polen die Ostgrenze der EU. Mit Erfolg.

Nationalparks: Die Ungezähmten
Hier darf alles so bleiben, wie es ist.

Masuren: Ein Wintermärchen
Die polnischen Landwirte denken um.

Ferner: Starke Frauen, Danzig, Deutschland/Polen, Reise-Service
 

Erschienen bei GEO

 

Peter O. Loew (Hg.)
Polen denkt Europa. Denken und Wissen. Politische Texte aus zwei Jahrhunderten.


Erscheinungsjahr: 2004

"Verachtet und verachtend, stark und schwach, moralisch und amoralisch, nah und fern, war Europa für uns stets der einzige Bezugsrahmen und wird es auch künftig sein." Marcin Król Polens Traum: Europa. Polens Zweifel: Europa. Polens Realität: Europa.Über die Jahrhunderte hinweg bewegte Europa die Polen, bewegte Polen Europa. Diskussionen entbrannten, Heere marschierten, Bücher erschienen, Grenzen verschwanden und entstanden, immer wieder: die Suche nach Heimat, Vaterland, Europa. Jahrhundertelangstellten sich die Menschen zwischen Warthe, Weichsel, Bug und Dniepr die Frage nach dem Kontext der Nation: War es Europa, sein Westen, sein Osten, der Orient? Oder lag Polen im Mittelpunkt einer echt ostmitteleuropäischen Tradition - als Kernland derSarmaten, der ewig Leidenden, als "Zwischeneuropa" irgendwo zwischen Rom, Moskau und Byzanz? Beendet die Aufnahme Polens in die Europäische Union im Mai 2004 die Suche Polens nach dem Ort der Nation in Europa? Peter Oliver Loew zeichnet in einer Auswahl von Berichten, Essays und Gedichten aus zwei Jahrhunderten die Entwicklung des polnischen Europadenkens nach. Der Band enthält Texte von Stanislaw Leopold Brzozowski, Jan Parandowski, Józef Chalasinski, Pawel Hertz, Jaroslaw Marek Rymkiewicz, Marcin Król, Johannes Paul II., Tadeusz Mazowiecki, Czeslaw Milosz und vielen anderen.

 

Erschienen bei Suhrkamp

Rezension (osteuropa.ch)
Rezensionsnotizen
Buchreport (aktuelle ostinformationen)

Dr. Peter Oliver Loew
Publikationen von Peter Oliver Loews

 

 

Renata Makarska / Basil Kerski (Hg.)
Die Ukraine, Polen und Europa.
Europäische Identität an der neuen EO-Ostgrenze


Erscheinungsjahr: 2004

Mit der EU-Osterweiterung rücken auch Polens östliche Nachbarn stärker in das Blickfeld der Deutschen und der Westeuropäer. Die Ukraine, die im 20. Jahrhundert mehrmals um ihre Eigenstaatlichkeit gekämpft und 1991 ihre Unabhängigkeit erlangt hat, führt in der deutschen Öffentlichkeit immer noch ein Schattendasein. Ukrainische Intellektuelle befürchten, durch die EU-Osterweiterung werde ihr Land durch einen neuen "Eisernen Vorhang" vom Westen abgeschnitten, wobei der  "Westen" zunächst einmal Polen ist, das sich in Deutschland und Westeuropa für die ukrainischen Interessen einsetzt. Der vorliegende Sammelband untersucht die komplexen Hintergründe der Situation in der heutigen Ukraine sowie ihre Beziehungen zu Polen und zu Europa. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die vielschichtige Identität der Ukrainer gerichtet, wobei die in der Geschichte verankerte nationale Identität, aber auch regionale, kulturelle und ethnische Identitäten sowie die Rolle der Literatur behandelt werden.

Erschienen bei Fibre

Rezension (osteuropa.ch)


Annette Dittert / Fritz. F Pleitgen
Der stille Bug
Reise durch ein zerrissenes Land

Das Buch zur gleichnamigen ARD-Reportage


Erscheinungsjahr: 2004

Annette Dittert, Polen-Korrespondentin der ARD, und Fritz Pleitgen, als langjähriger
Auslandskorrespondent ebenfalls mit dem Osten Europas vertraut, haben den Bug auf seiner ganzen Länge bereist: von den Resten des habsburgischen Galizien mit der Stadt Lemberg, einer Wiege der ostjüdischen Kultur, die heute in der Ukraine liegt, bis nach Brest, von wo aus die Nazis ihren Angriff auf die Sowjetunion gestartet haben. Überall haben Fritz Pleitgen und Annette Dittert außergewöhnliche und ganz normale Menschen getroffen, die ihnen über ihr Leben Auskunft gegeben haben.

 

Erschienen bei  Kiepenheuer und Witsch

TB-Ausgabe

Wirtschaftshandbuch Polen
Praxisnaher Ratgeber für Unternehmen - 2003

Erscheinungsjahr: 4. komplett überarbeitete Auflage, Oktober 2003
Ein Sammelordner mit 7 Einzelbänden, insges. ca. 390 Seiten, DIN A4, EUR 120,- .
Herausgegeben von F.A.Z.-Institut, Ost-West-Contact, der Deutsch-Polnischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, DATEV und Rödl & Partner.

Polen ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Mittel- und Osteuropa und das bevorzugte Ziel für Direktinvestitionen in der Region. Der bevorstehende EU-Beitritt bringt neue Geschäftschancen für deutsche Unternehmen.

Das vorliegende Wirtschaftshandbuch Polen, herausgegeben von FAZ-Institut, Ost-West-Contact, der Deutsch-Polnischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, DATEV und Rödl & Partner, liefert ausführliche Informationen zum Markteinstieg und zu den Rahmenbedingungen einer Geschäftstätigkeit vor Ort.

 

Erschienen bei  OWC

Rezension (osteuropa.ch)

Manfred Alexander
Kleine Geschichte Polens

Erscheinungsjahr: 2003

Polen und Deutsche sind seit tausend Jahren Nachbarn, mit der Aufnahme Polens in die Europäische Union werden sie zu Partnern. Nach vielen Konflikten, Krisen und Kriegen in der Vergangenheit, aber auch langen Zeiträumen eines friedlichen und produktiven Austausches über die Grenzen richtet sich der Blick nun in die Zukunft, die aus dem Verständnis der Geschichte des Nachbarlandes gestaltet werden wird.

 

Erschienen bei  Reclam

Norman Davies
Geschichte Polens
Im Herzen Europas

Erscheinungsjahr: 2003 (3. Aufl.) 

Nach jahrzehntelangen Kämpfen um die Grenzen und seine Selbstbehauptung hat Polen unter großen Opfern endlich erreicht, was unerreichbar schien: seine Souveränität. Es hat Aufnahme in die NATO gefunden, strebt die Mitgliedschaft in der EU an und sieht sich heute durchaus in einer Vermittlerfunktion zwischen Ost und West. Ausgelöst wurde dieser Wandel durch die einzigartige Bewegung der Solidarität, die Norman Davies auch als äußerer Rahmen für seine Darstellung der Geschichte der polnischen Nation dient. Er schildert die Triumphe und Niederlagen, beschreibt die beherrschende Rolle der Kirche und die der polnischen Liberalen und der Intelligenz, die vielschichtigen Beziehungen zu Russland und vor allem die dramatischen Geschehnisse der letzten zweihundert Jahre.

 

Erschienen bei C.H. Beck


Norman Davies / Roger Moorhouse
Die Blume Europas
Breslau - Wrocław - Vratislavia

Die Geschichte einer mitteleuropäischen Stadt

Aus dem Englischen von Thomas Bertram

Erscheinungsjahr: 2002

Breslau liegt in der Mitte zwischen Berlin, Prag, Wien, Budapest und Warschau, im Epizentrum zahlloser politischer und militärischer Ereignisse, die Mitteleuropa erschütterten. Auf tausend wechselvolle Jahre blickt die ehemalige schlesische Hauptstadt, die heutige Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Wrocław zurück. Eine so lange Geschichte hinterlässt Spuren: in den Namen - Breslau, Wroclaw, Vratislavia - ebenso wie im Stadtbild. Zweimal wurde die Stadt verwüstet: beim »Mongolensturm« 1241 und im Frühjahr 1945 beim monatelangen Kampf um die »Festung Breslau«. Hin und her geworfen zwischen Preußen, Böhmen, Österreich, Polen, war Breslau Grenzstadt, Handelszentrum, Schmelztiegel der Völker und kulturelle Metropole.
Jetzt erzählt einer der brillantesten Historiker der Gegenwart, Norman Davies, zusammen mit Roger Moorhouse am Beispiel Breslaus die Geschichte der großen Reiche und ihres Zerfalls, der Kriege und der wirtschaftlichen Blüte, vor allem aber der Menschen dieser Stadt: Juden und Katholiken, Deutsche, Tschechen und Polen. Ihre Schicksale verweben sich zu einem Meisterwerk erzählter Geschichte.

 

 

Erschienen bei Droemer Knaur

Marek Andrzejewski
Schweizer in Polen
Spuren der Geschichte eines Brückenschlags


Studia Polono-Helvetica IV
Basler Beiträge zur Geschichtswissenschaft, Band 174


Erscheinungsjahr: 2002

Die Auswanderung aus der Schweiz ist in jüngerer Zeit zum Thema intensiver historischer Forschung geworden. Die frühesten Belege für eine schweizerische Emigration nach Polen gehen auf das frühe 15. Jahrhundert zurück. Der Autor der vorliegenden Monographie erzählt detailreich von den Hoffnungen und Zielen der auswandernden Schweizer und ihrem Einfluss auf die polnische Gesellschaft seit dieser Zeit bis zur Gegenwart. Ausführlich behandelt der Band zum Beispiel die Auswanderung von Schweizer Spezialisten wie Privatlehrern, Tessiner Architekten und Bündner Konditoren in die Städte Polens. Die Studie zeigt die Emigration im Kontext der wechselvollen Geschichte des polnischen Staates.

 

Erschienen bei Schwabe

Deutschland – Polen – Osteuropa

Herausgeber: Dieter Bingen 

Polens östliche Nachbarn und Vorüberlegungen
zu einer gemeinsamen Ostpolitik der Europäischen Union
(Veröffentlichungen des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt 16)
Erscheinungsjahr: 2002

Die Integration der ostmitteleuropäischen Staaten in die Europäische Union könnte nach verbreiteten Befürchtungen eine neue Teilung Europas entlang der polnischen Ostgrenze hervorrufen, die weder im deutschen noch im polnischen Interesse läge. Auch nach den Vorstellungen der Europäischen Union sollte keine neue Eiszeit in den Beziehungen zwischen Polen und seinen östlichen Nachbarn anbrechen. Dabei kommt Polen und Deutschland aufgrund ihrer geographischen und politischen Lage eine Schlüsselrolle bei der Schaffung einer gesamteuropäischen Architektur zu. Auf der Grundlage gegenseitiger Kenntnisnahme der jeweiligen wissenschaftlichen Kompetenz diskutierten führende deutsche und polnische Osteuropaexperten in Darmstadt (2000) über die Grundlagen für eine gemeinsame EU-Ostpolitik und stellten in Brüssel (2001) vor einem grösseren europäischen Kreis ihre Überlegungen zur Diskussion.

 

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Ansichten 2002
Jahrbuch des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt 13 (2002)

Dieser Sammelband bringt enthält einen Beitrag über die Grundzüge der aktuellen Geschichtsdebatten in Polen, einschliesslich der Jedwabne-Diskussion. Zwei weitere Beiträge befassen sich mit dem Verhältnis der Polen zu der von den Nazis betriebenen Vernichtungspolitik gegen die Juden. Einen anderen Schwerpunkt des Jahrbuchs stellt die Bedeutung der paris Monatsschrift Kultura dar, die mit den Tod des Herausgebers und Chefredaktors Jerzy Giedroyc im Jahre 2000 eingestellt wurde. Darüber hinaus findet man einen umfangreichen Text über die deutsch-polnischen Beziehungen auf dem Gebiet der Philosophie.

 

 

Andreas Kossert

Preussen, Deutsche oder Polen?

Die Masuren im Spannungsfeld des ethnischen Nationalismus 1870–1956


(Quellen und Studien des Deutschen Historischen Instituts Warschau 12)
Erscheinungsjahr: 2001

 

Preussen, Deutsche oder Polen? Bereits die Frage nach der ethnischen Einordnung der Masuren führte in der Vergangenheit zu einem deutsch-polnischen Dauerkonflikt. Jahrhundertelang lebten die Masuren als loyale preussische Untertanen polnischer Zunge im Königreich Preußen. Erst der Einzug nationalistischer Ideen nach 1870 machte die Masuren im südlichen Ostpreussen zu einem Gegenstand permanenter Spannungen in den deutsch-polnischen Beziehungen. Obwohl beide Nationalismen die Masuren für sich reklamierten, blieben sie Fremdkörper in beiden Kulturen. Daher folgte ihre kontinuierliche politische Instrumentalisierung, die abwechselnd unter deutscher und polnischer Fahne nur ein Ziel erreichte: den Untergang der Masuren auf der ethnischen Landkarte Ostmitteleuropas.

 

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Gustav-Adolf Krampitz, Marek Kornaszewski, Brigitte Schniggenfittig
Polnisch intensiv

Grundkurs
Unter Mitarbeit von Gabriele Janott, Lucja Lech-Sierociuk und Lidia Wolf
Erscheinungsjahr: 2001

Das Lehrbuch mit 24 Lektionen ist für einen breiten Anwenderkreis konzipiert mit dem speziellen Ziel, sich mit einem lexikalischen und grammatischen Minimum mündlich und schriftlich zu verständigen. Das Lehrbuch bietet allgemein interessierende Themen und Situationen aus dem Alltag, wie z. B. beruflicher Werdegang, Interessengebiete, Gespräche in Geschäften, im Hotel, auf dem Bahnhof und beim Arzt.

2 Sprachkassetten (Texte und Dialoge, zus. 70 Min.) können zum Gesamtpreis von € 32,97 (Nachnahmelieferung) bestellt werden bei:
Herrn Prof. Dr. G.-A. Krampitz, Mozartstr. 3, D-06114 Halle

 

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Jaworski, Rudolf / Lübke, Christian / Müller, Michael G.
Eine kleine Geschichte Polens

Erscheinungsjahr: 2000

Zum Schwerpunktthema der Buchmesse erschien diese Monographie, die einen profunden und detaillierten Überblick über Geschichte, wichtige Epochen, Ereignisse und Strukturen unseres östlichen Nachbarn bietet.

 

Erschienen bei Suhrkamp
Die Konstruktion politischer Stabilität
Polen und Rußland in den Umbrüchen der achtziger und neunziger Jahre

Erscheinungsjahr: 1998

Politische Stabilität wird oft mit der institutionellen Beständigkeit des politischen Systems verwechselt. Tatsächlich bedeutet sie aber die Kontrollierbarkeit der Lage durch die Regierenden, die unter Rückgriff auf verschiedene Ressourcen der Gesellschaft und des Staates die politische Stabilität gleichsam konstruieren können. Die Frage, welche Faktoren die Konstruktion politischer Stabilität im Umbruch entscheidend geprägt haben, hat daher einen zentralen Platz in dieser Arbeit, die die Zielsetzungen und die Periodisierung des Systemwandels des Sowjetsozialismus analysiert sowie Voraussetzungen und Ergebnisse der Transformation in Polen und Rußland miteinander vergleicht. Eingehend berücksichtigt der Verfasser die in der Politikwissenschaft zuweilen vernachlässigten Herausforderungen der politischen Stabilität »von unten«.

 

Erschienen bei Nomos

 

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Seite erstellt/aktualisiert am 12.9.2006


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