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Cyril
Brosch, Sabine Fiedler (Hrsg.)
Florilegium Interlinguisticum
Festschrift für Detlev Blanke zum 70. Geburtstag
Erscheinungsjahr: 2011
Mit dieser «interlinguistischen
Blütenlese» wird der Sprachwissenschaftler Detlev Blanke geehrt. Das
Buch vereint 22 Aufsätze zu Themen, mit denen sich der Jubilar in
seiner Laufbahn selbst intensiv beschäftigt hat, wie die mögliche
Rolle einer Plansprache in der internationalen Kommunikation, das
Verhältnis von Plansprache und Sprachplanung, Methoden der
Fremdsprachenvermittlung, das Esperanto im Vergleich mit anderen
Plan- und Ethnosprachen, seine Ausdrucksfähigkeit und Norm.
Korpuslinguistische Untersuchungen gehören ebenso hierzu wie solche
zur Biografie des Begründers des Esperanto oder zum Konstruieren von
Sprachen für literarische und andere Zwecke. Damit vermittelt das
Buch einen sehr guten Einblick in die Vielfalt und Aktualität
interlinguistischer Forschung.
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Erschienen
bei
Peter
Lang
Inhalt, Werbeblatt, Leseprobe |
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Alois
Mosser (Hrsg.)
Politische
Kultur in Südosteuropa
Identitäten, Loyalitäten, Solidaritäten
Erscheinungsjahr:
2006
Das Reiz- und Schlagwort Politische
Kultur erhält nach Jahrzehnten fachspezifisch eingeengter
Sicht und entstellender Verwendung in tagespolitischen
Auseinandersetzungen zunehmend Beachtung als ein tauglicher
Begriff für sozialwissenschaftliche Analysen politischer
Strukturen und politischen Lebens. Dieser Band bietet keine
systematische Darstellung des komplexen Zusammenhangs von Politik
und Kultur, es ist auch nicht beabsichtigt, Noten in politischer
Kultur an die Länder Südosteuropas zu verteilen. Die hier zu
Wort kommenden Autor(inn)en versuchen vielmehr, der überaus
aktuellen und aufschlussreichen Frage nachzugehen, inwieweit die
politischen Verhältnisse von heute das Resultat
politisch-kultureller Faktoren sind, deren prägende Bedeutung oft
weit in die Geschichte zurückweist.
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Erschienen
bei
Peter
Lang
http://www.pro-oriente.at
Rezension
(osteuropa.ch)
Serbischer
Nationalismus
Aufarbeitung
der Geschichte in BG
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Erich
Donnert
Die Universität Dorpat-Juŕev
1802-1918
Ein Beitrag zur
Geschichte des Hochschulwesens in den Ostseeprovinzen des
Russischen Reiches
Erscheinungsjahr: 2007
Die 1802 neu eingerichtete
Kaiserliche Universität Dorpat-Jurev nahm in der Entwicklung von
Kultur, Bildung und Wissenschaften in den Baltischen Provinzen und
im Russischen Reich bis zu ihrer Schließung im Jahre 1918 einen
hervorragenden Platz ein. In der deutschen Historiographie hat
diese baltische Hohe Schule bislang keine wissenschaftlich
ausreichende Gesamtdarstellung erfahren. Als Universität im nördlichen
Europa trat die Universität Dorpat bis zu ihrer Reformierung und
1893 erfolgten Umbenennung in Universität Jurev im Gefüge der
europäischen Universitäten als hauptsächlich deutschsprachige
Wissenschafts- und Bildungseinrichtung in Erscheinung. Nach dem
Verständnis von Kaiser Alexander I., ihrem Gründer, sollte die
baltische Hochschule als Reichsuniversität dem Bemühen Rechnung
tragen, Russland enger in die westlich-europäische Völkerfamilie
einzugliedern, ohne die religiösen Grundlagen der Orthodoxie zu
schmälern. Die wichtigsten geistigen Kräfte an der Universität
waren in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens die europäische
Spätaufklärung, die Philosophie des Deutschen Idealismus sowie
die Deutsche Klassik und Romantik, die auf dem Erbe des Humanismus
fußten. Der Universitätsbetrieb stand weitgehend im Zeichen
innerer Autonomie, und der wirksam werdende Lehrkörper bestand
vorwiegend aus heimischen deutschen Wissenschaftlern und solchen
aus Deutschland. Durch aktive Berufungspolitik gelang es, in den
Jahren des Bestehens der Universität Dorpat-Jurev auch zahlreiche
erstklassig vorgebildete Professoren für eine Tätigkeit an der
baltischen Universität zu gewinnen, die als Theologen, Rechts-
und Staatswissenschaftler, Vertreter der Historischen und
Sozialwissenschaften, der Naturwissenschaften und Medizinischen
Wissenschaften wirkten, unter ihnen seit den neunziger Jahren
verstärkt auch russische, ukrainische, polnische und andere
Gelehrte, die die auf der Höhe der Zeit stehende Wissenschaft,
Lehre und Forschung an der Universität Dorpat-Jurev bis zu ihrem
Ausgang repräsentierten.
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Prospekt
Inhalt
/ Rezension (osteuropa.ch)
Website der Stadt
Tartu
Website der Universität
Tartu
Genealogie
von Oettingen
Carl
Schirren
Website
der Baltischen Ritterschaften
50
Jahre Baltische Historikertreffen in Göttingen
Baltische
Historische Kommission e.V.
Aus
der Geschichte Alt-Livlands
Karten
Baltikum
Links
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Kulturstudien
Ostmitteleuropas
Aufsätze und Essays
Reihe: Gesellschaften und Staaten
im Epochenwandel Band 11
Erscheinungsjahr: 2006
Das
Fach Kulturstudien Ostmitteleuropas, wie es seit 1999 an der
Universität Leipzig vertreten ist, hat zum Ziel, die Kultur(en)
einer spezifischen Großregion Europas verstehen zu lernen und
dabei zu erfahren, wie das Verstehen fremder Kulturen generell vor
sich geht. Was gegenwärtig das östliche Mitteleuropa bzw. - je
nach Perspektive - das westliche Osteuropa darstellt, schließt
die historische Region Südosteuropa mit ein. Den Gesellschaften
dieses Ostmitteleuropa gemeinsam ist, daß sie heute Schauplatz
der Rückgängigmachung des Experiments «Sozialismus» sind - ein
Prozeß, der in Gestalt einer doppelten, gar dreifachen
Umgestaltung stattfindet: In allen Staaten der Region werden die
alten Eigentumsverhältnisse und politischen Systeme durch
weitgehend neue abgelöst, während einige Staaten durch
Sukzession bzw. Sezession ihrerseits neu- bzw. wiederentstanden
sind.
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Prospekt
Inhalt
/ Rezension (osteuropa.ch)
Webseite
Prof. Troebst
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Geistes- und
sozialwissenschaftliche Hochschullehre in Osteuropa II
Deutsche und österreichische Impressionen zur Germanistik und
Geschichtswissenschaft nach 1990
Herausgeber:
Thomas Keith und Andreas Umland
Mit einem Geleitwort von Gregor Berghorn
Erscheinungsjahr: 2006
Welche Herausforderungen erwarten
deutschsprachige Fachkräfte bei der Annahme von Lehraufträgen an
Universitäten ehemals staatssozialistischer Länder? Wie
verhalten sich die dortigen Studierenden und wie reagieren sie auf
ausländische Gäste? Welche Tipps können ehemalige oder
derzeitige Lektoren in Osteuropa künftigen Gastdozenten an
geisteswissenschaftlichen Lehrstühlen in Transformationsstaaten
mit auf den Weg geben? Dieser zweite Band eines von der Robert
Bosch Stiftung und dem Deutschen Akademischen Austausch Dienst
(DAAD) geförderten Projektes konzentriert sich auf spezifische
Probleme des Unterrichts an philologischen und
geschichtswissenschaftlichen Fakultäten in jungen Demokratien. 17
Germanisten und Historiker reflektieren Lehrerfahrungen aus
Osteuropa.
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Prospekt
Inhalt
/ Rezension (osteuropa.ch)
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Geistes- und
sozialwissenschaftliche Hochschullehre in Osteuropa I
Eindrücke, Erfahrungen und Analysen deutscher Gastlektoren
Herausgeber: Andreas Umland
Ein Projekt des Lektorenprogramms der Robert Bosch Stiftung in
Mittel- und Osteuropa
Erscheinungsjahr: 2005
Welche
Herausforderungen erwarten deutschsprachige Fachkräfte bei der
Annahme von Lehraufträgen an Universitäten ehemals
staatssozialistischer Länder? Wie verhalten sich die dortigen
Studierenden und wie reagieren sie auf ausländische Gäste?
Welche Tipps können ehemalige oder derzeitige Lektoren in
Osteuropa künftigen Gastdozenten an geisteswissenschaftlichen
Lehrstühlen in Transformationsstaaten mit auf den Weg geben?
Dieser zweite Band eines von der Robert Bosch Stiftung und dem
Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) geförderten
Projektes konzentriert sich auf spezifische Probleme des
Unterrichts an philologischen und geschichtswissenschaftlichen
Fakultäten in jungen Demokratien. 17 Germanisten und Historiker
reflektieren Lehrerfahrungen aus Osteuropa.
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/ Rezension (osteuropa.ch)
Rezension
v. Eurasisches Magazin
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Mittelosteuropa
- Nationen, Staaten, Regionen
Die
Erweiterung der Europäischen Union aus der historischen
Perspektive
Autorin:
Eugenie Trützschler
von Falkenstein
Reihe: Schriften zum Staats- und Völkerrecht Band 113
Erscheinungsjahr:
2005
Um Mittelosteuropa besser verstehen
zu können, ist es notwendig, die geschichtlichen Zusammenhänge
sowie die philosophischen, staatsrechtlichen und soziokulturellen
Hintergründe zu kennen. Diese Arbeit hat es sich zur Aufgabe
gemacht, die Schwerpunkte der Entwicklungen in diesen Bereichen
und die einzelnen Bestrebungen der tschechischen, slowakischen,
polnischen, ungarischen und slowenischen Nationen seit ihrer
Wiedererweckung zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute kritisch
zu beleuchten. Weiter wird der Frage nachgegangen, inwieweit die
Dezentralisierung den Maßgaben der Europäischen Union und des
Europarates entspricht und ob dieser Prozess auch einen
unmittelbaren Einfluss auf die Forderungen der nationalen
Minderheiten in den Nationalstaaten hat, die bereits Mitglieder
der Europäischen Union sind.
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Inhalt
(pdf)
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Methodios
und Kyrillos in ihrer europäischen Dimension
Herausgeber: Evangelos
Konstantinou (Hrsg.)
Reihe: Philhellenische
Studien. Band 10
Erscheinungsjahr: 2005
Die byzantinischen Slavenapostel
Methodios (815-885) und Kyrillos (826-869) aus Thessaloniki können
als Vorreiter einer kirchlichen und politischen Einheit der
heutigen Diskussion über dieses Thema entscheidende Impulse
geben. Die zehn Beiträge des Bandes befassen sich mit der europäischen
Dimension des Missionswerkes der genannten Gebrüder, die aufgrund
ihrer immensen Leistung 1980 von Papst Paul II. als Patrone
Europas gefeiert wurden. Ihr Wirken in Mähren und Pannonien fiel
in die Zeit einer höchst kritischen Wende der kirchlichen und
politischen Beziehungen zwischen Ost und West. Als die politische
und kirchliche Entfremdung begann, kamen Methodios und Kyrillos
nach Südost- und Westeuropa als Boten einer ungetrennten Kirche
und als Träger einer großen byzantinischen Kulturexpansion,
welche die Fundamente einer eigenständigen Kulturtradition legen
sollte.
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Inhalt
/ Rezension (osteuropa.ch)
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Jüdische
Welten in Osteuropa
Herausgeber:
Annelore Engel-Braunschmidt, Eckhard Hübner
Kieler Werkstücke.
Reihe F: Beiträge zur osteuropäischen Geschichte 8
Erscheinungsjahr:
2005
In den Aufsätzen
werden zahlreiche Facetten des osteuropäischen Judentums
skizziert und Gründe für den Antisemitismus in dieser Region
benannt. Länderbezogene Längsschnitte lassen Spezifika des jüdischen
Lebens hervortreten, Fallstudien ergänzen und vertiefen die
historischen Abrisse. Literarische Verarbeitungen des Judeseins
aus der Feder jüdischer Autoren bieten eine andere Sichtweise auf
das osteuropäische Judentum.
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Inhalt
/ Rezension (osteuropa.ch)
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Die
bosnische Kirche
Versuch eines religionswissenschaftlichen Zugangs
Autorin: Zrinka Stimac
Reihe: Würzburger Studien zur
Fundamentaltheologie Band 29
Erscheinungsjahr: 2004
In diesem Buch wird anhand
religionswissenschaftlicher Zugänge die gnostisch-dualistische
Interpretation zur bosnischen Kirche dargestellt. Von den Autoren
dieser Interpretation wurde sie als eine in die Kette der
mittelalterlichen «Häresien» eingebettete Kirche verstanden,
die zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert bestand. Ihre Anhänger,
die krstjani, sollen mit den Bogumilen, den Patarenern und
den Katharern verwandt gewesen sein. Ihre Spuren verlieren sich
mit der Eroberung Bosniens durch das Osmanische Reich im 15.
Jahrhundert. Zeugnisse der bosnischen Kirche sehen manche Autoren
in mittelalterlichen Grabsteinen, die über ganz Bosnien verstreut
sind. Zu diesem Thema ist im Laufe der Zeit im südslawischen
Sprachraum eine Fülle an Material zusammengetragen worden, das
hier erstmals in den geschichtlichen, vergleichenden, archäologischen
und ethnologischen Zugang eingeordnet wird.
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Gedächtnisorte
in Osteuropa
Vergangenheiten
auf dem Prüfstand
Herausgeber:
Rudolf Jaworski / Jan Kusber / Ludwig Steindorff
Kieler Werkstücke.
Reihe F: Beiträge zur osteuropäischen Geschichte
Erscheinungsjahr:
2003
Nach dem Sturz des Kommunismus in
Osteuropa haben sich das Geschichtsbewußtsein, die kollektive
Identität und damit auch die Landschaft der Gedächtnisorte verändert.
Anhand einzelner Fallbeispiele wird in diesem Sammelband der
Neusetzung und Umwertung dieser Gedächtnisorte unter veränderten
Vorzeichen nachgegangen. Mehrfachbeanspruchungen werden hierbei
ebenso deutlich wie die Wiederaufnahme verschüttet geglaubter
Traditionslinien.
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Inhalt
/ Rezension (osteuropa.ch)
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Öffentlichkeit
ohne Tradition
Bulgariens Aufbruch in die Moderne
Herausgeber:
Harald Heppner, Roumiana Preshlenova
Erscheinungsjahr:
2003
Da die Bulgaren
Jahrhunderte dem Osmanischen Reich zugehörten, besaßen sie zur
Zeit der Nationalstaatsgründung (1878) in Sachen moderner Öffentlichkeit
noch kaum Erfahrung. Öffentlichkeit entfaltete sich in Bulgarien
in den folgenden Jahrzehnten zwar erstaunlich rasch, doch mit
allen Problemen, die nachholende Entwicklungen mit sich bringen.
Gleich einem Prisma beleuchtet dieses Sammelwerk die Dimension des
Öffentlichen in Politik, Verwaltung und Wirtschaft, im Wandel der
Straßen und Plätze sowie im Kulturleben, aber auch in der
Fremdbetrachtung und Selbstdarstellung des jungen Staates.
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Inhalt
/ Rezension (osteuropa.ch)
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Zeitgeschichte
Kommunismus Stalinismus
Herausgeber:
Stefan Creuzberger, Rainer Lindner
Materialien und
Forschungen Vol. 2
Erscheinungsjahr:
2003
Als
die Sowjetunion unterging, erhielt die historische Forschung
Zugang zu bislang verschlossenen Archiven. Jetzt waren Zeugnisse
der sowjetischen Geschichte zugänglich, die von Gewaltherrschaft
und Terror, von Alltag und Lebenswelten in Stadt und Land, von
nationalen Selbst- und Fremdbildern, von Wirtschafts- oder Außenpolitik
handelten. Diese «Archivrevolution» war Bestandteil der
Untergangsgeschichte des sowjetischen Imperiums. Das neue Rußland
begann seit der zweiten Hälfte der neunziger Jahre - und zumal
unter Präsident Vladimir Putin - den Zugang zu den Archiven
erneut zu reglementieren. Neue Archivgesetze haben zur Ernüchterung
in der Geschichtswissenschaft geführt und zu einer Debatte über
Möglichkeiten und Grenzen der postsowjetischen Archivlandschaft
angeregt. Ausgehend von einer durch die Herausgeber initiierten
und durch die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde geförderten
Fachtagung konnten namhafte russische, amerikanische und deutsche
Autoren gewonnen werden, die mit Blick auf die oben genannten
Themengebiete über ihre Erfahrungen in postsowjetischen Archiven,
über neue, bislang ungenutzte Bestände, über Arbeitsmöglichkeiten
und Forschungsperspektiven berichten. Gerade der letzte Aspekt ist
angesichts der gegenwärtig schwer überschaubaren
Archivlandschaft von besonderer Bedeutung.
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Der
Nationalstaat im Wandel: Estland im 20. Jahrhundert
Autorin:
Seraina Gilly
Geist und Werk der
Zeiten. Arbeiten aus dem Historischen Seminar der Universität Zürich
Vol. 97
Erscheinungsjahr: 2002
Nationalismus
und Nationalstaat haben im Zuge des Zusammenbruchs des real
existierenden Sozialismus in Osteuropa eine Renaissance erfahren,
während in der westlichen Welt Phänomene wie Integration,
Globalisierung und Postmoderne den Nationalstaat in zunehmendem
Masse relativieren. Die postkommunistischen Staaten wollen in
diese westliche Staatenwelt integriert werden. Europa ist ihr Ziel
sowohl in politischer als auch in ökonomischer und kultureller
Hinsicht. Dies stellt die osteuropäischen Anwärter bei der
Rekonstruktion ihrer Nationalstaaten vor besondere
Herausforderungen. Im
vorliegenden Buch wird gezeigt, wie die estnische Nation sich
innerhalb des Zarenreiches und der Sowjetunion formierte und sich
von den Grossreichen emanzipierte und wie schliesslich 1918
beziehungsweise 1991 der Estnische Nationalstaat entstand. In zwei
Zeitfenstern werden dann verschiedene Themenbereiche des
gesellschaftlichen Lebens untersucht und anschliessend miteinander
verglichen. Der Vergleich der beiden durch die 50jährige
kommunistische Okkupation getrennten Unabhängigkeitsphasen zeigt
die Entwicklung des estnischen Nationalstaates im 20. Jahrhundert
auf und analysiert die immer komplexer werdenden
Herausforderungen, mit welchen die osteuropäischen
Transformationsstaaten konfrontiert sind.
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Rezension
Inhalt
/ Rezension (osteuropa.ch)
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Die
Regionen Russlands als neue politische Kraft
Chancen und Gefahren des Regionalismus für Russland
Autor: Jeronim Perovic
Reihe: Studien zu
Zeitgeschichte und Sicherheitspolitik - Studies in Contemporary
History and Security Policy Band 6
Erscheinungsjahr:
2001
Während der letzten zehn
Reformjahre sind die Regionen Russlands zu einer Kraft geworden,
die aus dem politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Leben des Landes nicht mehr wegzudenken ist. Der Zerfall des
zentralisierten Sowjetsystems ermöglichte es den Regionen, aus
dem Schatten des einst übermächtigen Staates herauszutreten und
eigene Initiativen bei der Bewältigung der neuen
Herausforderungen zu entwickeln. Während Regionalismus in einer
Reihe von Gebieten als eine durchaus positive Kraft in Erscheinung
getreten ist, von der konstruktive Impulse für die demokratische
Umgestaltung und den nationalen Zusammenhalt des Landes ausgingen,
so hat dieses Phänomen in anderen Teilen Russlands eher zur
Blockierung des Reformprozesses, zur Herausbildung autoritärer
Herrschaftsstrukturen oder sogar zur Beschleunigung
desintegrativer Prozesse im Land beigetragen. Dieses Buch
unternimmt erstmals den Versuch, den russländischen Regionalismus
in seiner ganzen Komplexität und Widersprüchlichkeit
darzustellen und die Gefahren und Chancen abzuschätzen, die sich
aus diesem Phänomen für die Stabilisierung Russlands ergeben.
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Thomas Bruns
Russische
Internet-Terminologie
Unter vergleichender Berücksichtigung des Französischen und des
Deutschen
Mit einem lexikographischen Teil D-R / R-D und D-F / F-D
Reihe: Trierer
Abhandlungen zur Slavistik Band 2
Erscheinungsjahr:
2001
Dieses Buch zur
russischen Internet-Terminologie setzt diese in Beziehung
einerseits zum strukturellen Überbau der russischen
Allgemeinsprache und andererseits zu den entsprechenden
Terminologien des Französischen und des Deutschen. Der aus dem
Textkorpus erwachsene lexikographische Teil in Form eines
zweisprachigen Wörterbuchs D-R/R-D und D-F/F-D dient zugleich als
Materialbasis für detaillierte linguistische Analysen zur
Phonetik/Phonologie, Morphologie, Wortbildung und Semantik dieses
Wortschatzbereiches, wobei der Entlehnung sowie der Rolle des
Englischen besondere Beachtung geschenkt wird.
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Das
Rusinische der Ostslowakei im Kontext seiner Nachbarsprachen
Autor: Alexander Teutsch
Reihe: Heidelberger Publikationen
zur Slavistik A) - Linguistische Reihe. Band 12
Erscheinungsjahr:
2001
Gegenstand dieser Arbeit ist die
relativ unbekannte Sprache der rusinischen Minderheit in der
Ostslowakei. Ziel dieser Arbeit ist es, Norm und Sprachgebrauch
des Rusinischen phonologisch und morphologisch im Vergleich zu
seinen Nachbarsprachen und Dialekten zu analysieren. Als
Vergleichsobjekte dienen in erster Linie das Slovakische,
Ukrainische und Polnische, aber auch das Vojvodina-Rusinische.
Anhand der Analyseergebnisse lassen sich Nähe und Abstand des
Rusinischen zu seinen sprachlichen Nachbarn und damit seine
Position innerhalb der Slavia genauer bestimmen. Da das Rusinische
bisher meist nur als Kuriosum in der linguistischen Diskussion
erscheint, werden hier einleitend auch grundlegende Informationen
zu Sprachträgern und Sprache zusammengestellt.
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Minderheitenschutz
in Mittel- und Osteuropa
Herausgeber: Gerrit Manssen,
Boguslaw Banaszak
Erscheinungsjahr: 2001
Der Zusammenbruch der
kommunistischen Herrschaftssysteme hat dazu geführt, daß in der
östlichen Hälfte Europas Staaten entstanden sind, die sich mehr
oder weniger ausdrücklich als Nationalstaaten begreifen. Viele
von ihnen sind jedoch keine Nationalstaaten, sondern Nationalitätenstaaten.
Mit dem Niedergang der Sowjetunion brach daher die
Minderheitenproblematik mit elementarer und unerwarteter Wucht
auf. Die Notwendigkeit eines effektiven Minderheitenschutzes zur
Befriedung dieser Staaten ist evident. Das Völkerrecht allein
kann dies jedoch nicht leisten. Die in diesem Tagungsband
vereinigten Beiträge von Vertretern Lettlands, Litauens, Polens,
der Tschechischen Republik, Ungarns, Weißrußlands und der
Russischen Förderation verdeutlichen die verfassungsrechtlichen
und einfachgesetzlichen Bemühungen zur Lösung der
Minderheitenproblematik. Offen treten aber auch die politischen
Fallstricke und Grenzen auf den eingeschlagenen Wegen zutage.
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Transformation
und historisches Erbe in den Staaten des europäischen Ostens
Herausgeber: Carsten Goehrke,
Seraina Gilly
Reihe: Geist und Werk der Zeiten
Arbeiten aus dem Historischen Seminar der Universität Zürich.
Band 93
Erscheinungsjahr: 2000
Der Zusammenbruch der
kommunistischen Herrschaft hat in den Staaten des europäischen
Ostens ungleichmässige und teilweise phasenverschobene Versuche
ausgelöst, das bestehende System in die Marktwirtschaft zu überführen
und zu demokratisieren. Der vorliegende Sammelband will erstmals
auf der Basis eines Ländervergleichs aufzeigen, in welchem Masse
das jeweilige historische Erbe den Erfolg des
Transformationsprozesses beeinflusst und welche Rolle insbesondere
der sozialökonomische Entwicklungsgrad und das wechselseitige
Verhältnis von Staat und Gesellschaft spielen.
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Sprachwandel
in der Slavia
Die slavischen Sprachen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert
Teil 1 und 2
Herausgeber: Lew N. Zybatow
Reihe: Linguistik international
Band 4
Erscheinungsjahr:
2000
Die Beiträge dieses Bandes sind in
deutscher, russischer und englischer Sprache verfaßt.
In dem zweiteiligen Handbuch wird ein farbenreiches Bild der
slavischen Sprachen und ihres aktuellen Wandels zu Beginn des 21.
Jahrhunderts zum ersten Mal in seiner ganzen Breite und Vielfalt
von 54 renommierten Slavisten Europas, Asiens, Nordamerikas und
Neuseelands unter verschiedenen theoretischen und empirischen
Blickwinkeln dargestellt. Das Handbuch ist ein umfassendes
Nachschlagewerk über aktuelle Sprachstadien aller Slavinen, über
das Neben-, Gegen- und Miteinander der slavischen Standardsprachen
in der Gegenwart und gleichzeitig ein theoretischer Leitfaden zur
Untersuchung von Sprachwandel, Medienkultur, Sprachkontakt,
Sprachpolitik, Ausbau- und Überdachungssprachen. Im ersten
Teilband wird der Sprachwandel in der Slavia zwischen Mikrowandel
und Makrowandel dargestellt. Der zweite Teilband beinhaltet die
Themen Sprachpolitik und Normierung der slavischen Sprachen unter
den gewandelten geopolitischen Realitäten, Gegenwart und Zukunft
slavischer Sprachen in der Diaspora sowie Mikrosprachen und
Ortssprachen.
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Die
sprachliche Situation in der Slavia zehn Jahre nach der Wende
Beiträge zum Internationalen Symposion des Slavischen
Instituts der Universität Heidelberg vom 29. September bis 2.
Oktober 1999
Herausgeber: Baldur Panzer,
Redaktion Alexander Teutsch
Reihe: Heidelberger Publikationen
zur Slavistik. Band 10
Erscheinungsjahr: 2000
Die politischen Veränderungen mit
und nach der Perestrojka haben in Osteuropa und damit in allen
slavischen Ländern auch zu grundlegenden sprachlichen Veränderungen
geführt. Diese reichen von einer massiven Umstrukturierung des
politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Wortschatzes über
Aufnahme oder Nachahmung fremder, insbesondere englischer Ausdrücke,
Eindringen von Ausdrucksformen verschiedener Substandardvarietäten
in die Standard- und Pressesprache bis hin zur Herausbildung oder
Loslösung neuer Standardsprachen aus den bisherigen. Zu fast
allen slavischen Sprachen enthält der Band Informationen über
den neuesten Stand der Entwicklung.
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Die
Sprachen Südosteuropas heute
Umbrüche und Aufbruch
Herausgeberin: Barbara
Kunzmann-Müller
Reihe: Berliner Slawistische
Arbeiten.
Band 12
Erscheinungsjahr: 2000
Der Band enthält Beiträge von
SprachwissenschaftlerInnen und HistorikerInnen aus Bulgarien,
Deutschland, Kroatien und Serbien zu ausgewählten Themen der
sprachlichen, soziolinguistischen sowie sprachpolitischen
Situation in Südosteuropa nach der ökonomisch-politischen bzw.
staatlichen Neuordnung nach 1990. Erörtert werden das
Bulgarische, Kroatische, Serbische und Makedonische; als weitere
Sprachen finden Albanisch und Neugriechisch Berücksichtigung.
Anhand von umfangreichen Datenmengen aus unterschiedlichen
Textsorten beschäftigt sich der größere Teil der Beiträge mit
Veränderungen im Lexikon und/oder in der Grammatik mit Blick auf
ihr systemlinguistisches und Performanzpotential; in einer Reihe
von Aufsätzen werden primär Aspekte der Interaktion von Sprache
und Gesellschaft bzw. Staat thematisiert.
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Das
Bild vom Anderen
Identitäten, Mentalitäten,
Mythen und Stereotypen in multiethnischen europäischen Regionen
2., durchgesehene Auflage
Herausgeber: Valeria Heuberger,
Arnold Suppan, Elisabeth Vyslonzil
Erscheinungsjahr: 1999
Dieser Tagungsband untersucht «Das
Bild vom Anderen» aus verschiedenen Perspektiven. Historiker,
Ethnologen, Literatur- und Religionswissenschaftler setzen sich
hierbei mit der Mentalitätsgeschichte multinationaler europäischer
Regionen auseinander: Böhmen, Schlesien, die Slowakei,
Ostgalizien, die Bukowina, Siebenbürgen, die Vojvodina,
Bosnien-Herzegowina, der Kosovo, die Alpen-Adria-Region, Tirol und
die Schweiz sind in ihrer Komplexität Gegenstand der Betrachtung.
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Der
Balkan
Friedenszone oder
Pulverfass?Herausgeber: Valeria Heuberger,
Arnold Suppan, Elisabeth Vyslonzil
Erscheinungsjahr: 1998
Im Frühjahr 1991 rückt der Balkan
wieder in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit. Lange überholt
geglaubte Nationalismen erlangen erneut an Sprengkraft und führen
im ehemaligen Jugoslawien schließlich zum Krieg, der insgesamt
fast vier Jahre lang dauern wird. Auch heute kann kaum von einem
Frieden gesprochen werden, sondern eher von Waffenstillstand; zu
viele Rechnungen scheinen noch offen, zu wenige Ansätze für ein
friedliches Zusammenleben der verschiedenen Völker sind
erkennbar. Welche Konstellationen lassen nun diese Region Europas
immer wieder zu einem politischen Pulverfaß werden? Der
Untersuchung dieser Fragestellung ist dieser Band gewidmet, in dem
Historiker, Philologen, Religionswissenschaftler, Ethnologen und
Politologen zu Wort kommen.
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Glanz
und Elend der Peripherie
120 Jahre Universität
Czernowitz
Eine Veröffentlichung des Österreichischen Ost- und
Südosteuropa-Instituts
Erscheinungsjahr: 1998
Die Universität Czernowitz wurde
vor 120 Jahren als östlichste Universität des Habsburgerreiches
gegründet und war ursprünglich als Francisco-Josephina so
farbenbunt wie die Stadt selbst. Nach dem Zusammenbruch der
Donaumonarchie erlebte sie die rumänische und sowjetische Periode
des Landes und ist nun eine Institution des neuen souveränen
ukrainischen Staates. Sowohl zur historischen Entwicklung im
allgemeinen als auch zu einzelnen Lehrstühlen und nachmals berühmt
gewordenen Studenten umfaßt der Band mehrere Perspektiven dieser
wechselvollen Geschichte der Universität.
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