BUCHTIPPS: VERLAG PETER LANG
Cyril Brosch, Sabine Fiedler (Hrsg.)
Florilegium Interlinguisticum
Festschrift für Detlev Blanke zum 70. Geburtstag

Erscheinungsjahr: 2011

Mit dieser «interlinguistischen Blütenlese» wird der Sprachwissenschaftler Detlev Blanke geehrt. Das Buch vereint 22 Aufsätze zu Themen, mit denen sich der Jubilar in seiner Laufbahn selbst intensiv beschäftigt hat, wie die mögliche Rolle einer Plansprache in der internationalen Kommunikation, das Verhältnis von Plansprache und Sprachplanung, Methoden der Fremdsprachenvermittlung, das Esperanto im Vergleich mit anderen Plan- und Ethnosprachen, seine Ausdrucksfähigkeit und Norm. Korpuslinguistische Untersuchungen gehören ebenso hierzu wie solche zur Biografie des Begründers des Esperanto oder zum Konstruieren von Sprachen für literarische und andere Zwecke. Damit vermittelt das Buch einen sehr guten Einblick in die Vielfalt und Aktualität interlinguistischer Forschung.

 

Erschienen bei Peter Lang

Inhalt, Werbeblatt, Leseprobe

Alois Mosser (Hrsg.)
Politische Kultur in Südosteuropa
Identitäten, Loyalitäten, Solidaritäten

Erscheinungsjahr: 2006

Das Reiz- und Schlagwort Politische Kultur erhält nach Jahrzehnten fachspezifisch eingeengter Sicht und entstellender Verwendung in tagespolitischen Auseinandersetzungen zunehmend Beachtung als ein tauglicher Begriff für sozialwissenschaftliche Analysen politischer Strukturen und politischen Lebens. Dieser Band bietet keine systematische Darstellung des komplexen Zusammenhangs von Politik und Kultur, es ist auch nicht beabsichtigt, Noten in politischer Kultur an die Länder Südosteuropas zu verteilen. Die hier zu Wort kommenden Autor(inn)en versuchen vielmehr, der überaus aktuellen und aufschlussreichen Frage nachzugehen, inwieweit die politischen Verhältnisse von heute das Resultat politisch-kultureller Faktoren sind, deren prägende Bedeutung oft weit in die Geschichte zurückweist.

 

Erschienen bei Peter Lang
http://www.pro-oriente.at

Rezension (osteuropa.ch)

Serbischer Nationalismus

Aufarbeitung der Geschichte in BG

 

Erich Donnert
Die Universität Dorpat-Juŕev 1802-1918
Ein Beitrag zur Geschichte des Hochschulwesens in den Ostseeprovinzen des Russischen Reiches

Erscheinungsjahr: 2007

Die 1802 neu eingerichtete Kaiserliche Universität Dorpat-Jurev nahm in der Entwicklung von Kultur, Bildung und Wissenschaften in den Baltischen Provinzen und im Russischen Reich bis zu ihrer Schließung im Jahre 1918 einen hervorragenden Platz ein. In der deutschen Historiographie hat diese baltische Hohe Schule bislang keine wissenschaftlich ausreichende Gesamtdarstellung erfahren. Als Universität im nördlichen Europa trat die Universität Dorpat bis zu ihrer Reformierung und 1893 erfolgten Umbenennung in Universität Jurev im Gefüge der europäischen Universitäten als hauptsächlich deutschsprachige Wissenschafts- und Bildungseinrichtung in Erscheinung. Nach dem Verständnis von Kaiser Alexander I., ihrem Gründer, sollte die baltische Hochschule als Reichsuniversität dem Bemühen Rechnung tragen, Russland enger in die westlich-europäische Völkerfamilie einzugliedern, ohne die religiösen Grundlagen der Orthodoxie zu schmälern. Die wichtigsten geistigen Kräfte an der Universität waren in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens die europäische Spätaufklärung, die Philosophie des Deutschen Idealismus sowie die Deutsche Klassik und Romantik, die auf dem Erbe des Humanismus fußten. Der Universitätsbetrieb stand weitgehend im Zeichen innerer Autonomie, und der wirksam werdende Lehrkörper bestand vorwiegend aus heimischen deutschen Wissenschaftlern und solchen aus Deutschland. Durch aktive Berufungspolitik gelang es, in den Jahren des Bestehens der Universität Dorpat-Jurev auch zahlreiche erstklassig vorgebildete Professoren für eine Tätigkeit an der baltischen Universität zu gewinnen, die als Theologen, Rechts- und Staatswissenschaftler, Vertreter der Historischen und Sozialwissenschaften, der Naturwissenschaften und Medizinischen Wissenschaften wirkten, unter ihnen seit den neunziger Jahren verstärkt auch russische, ukrainische, polnische und andere Gelehrte, die die auf der Höhe der Zeit stehende Wissenschaft, Lehre und Forschung an der Universität Dorpat-Jurev bis zu ihrem Ausgang repräsentierten.

 
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Prospekt

Inhalt / Rezension (osteuropa.ch)

Website der Stadt Tartu
Website der Universität Tartu
Genealogie von Oettingen
Carl Schirren
Website der Baltischen Ritterschaften
50 Jahre Baltische Historikertreffen in Göttingen
Baltische Historische Kommission e.V.
Aus der Geschichte Alt-Livlands
Karten Baltikum
Links


Kulturstudien Ostmitteleuropas
Aufsätze und Essays

Reihe: Gesellschaften und Staaten im Epochenwandel Band 11
Erscheinungsjahr: 2006

Das Fach Kulturstudien Ostmitteleuropas, wie es seit 1999 an der Universität Leipzig vertreten ist, hat zum Ziel, die Kultur(en) einer spezifischen Großregion Europas verstehen zu lernen und dabei zu erfahren, wie das Verstehen fremder Kulturen generell vor sich geht. Was gegenwärtig das östliche Mitteleuropa bzw. - je nach Perspektive - das westliche Osteuropa darstellt, schließt die historische Region Südosteuropa mit ein. Den Gesellschaften dieses Ostmitteleuropa gemeinsam ist, daß sie heute Schauplatz der Rückgängigmachung des Experiments «Sozialismus» sind - ein Prozeß, der in Gestalt einer doppelten, gar dreifachen Umgestaltung stattfindet: In allen Staaten der Region werden die alten Eigentumsverhältnisse und politischen Systeme durch weitgehend neue abgelöst, während einige Staaten durch Sukzession bzw. Sezession ihrerseits neu- bzw. wiederentstanden sind.

 
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Webseite Prof. Troebst

Geistes- und sozialwissenschaftliche Hochschullehre in Osteuropa II
Deutsche und österreichische Impressionen zur Germanistik und Geschichtswissenschaft nach 1990

Herausgeber: Thomas Keith und Andreas Umland 
Mit einem Geleitwort von Gregor Berghorn
Erscheinungsjahr: 2006

Welche Herausforderungen erwarten deutschsprachige Fachkräfte bei der Annahme von Lehraufträgen an Universitäten ehemals staatssozialistischer Länder? Wie verhalten sich die dortigen Studierenden und wie reagieren sie auf ausländische Gäste? Welche Tipps können ehemalige oder derzeitige Lektoren in Osteuropa künftigen Gastdozenten an geisteswissenschaftlichen Lehrstühlen in Transformationsstaaten mit auf den Weg geben? Dieser zweite Band eines von der Robert Bosch Stiftung und dem Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) geförderten Projektes konzentriert sich auf spezifische Probleme des Unterrichts an philologischen und geschichtswissenschaftlichen Fakultäten in jungen Demokratien. 17 Germanisten und Historiker reflektieren Lehrerfahrungen aus Osteuropa.

 

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Geistes- und sozialwissenschaftliche Hochschullehre in Osteuropa I
Eindrücke, Erfahrungen und Analysen deutscher Gastlektoren

Herausgeber: Andreas Umland

Ein Projekt des Lektorenprogramms der Robert Bosch Stiftung in Mittel- und Osteuropa
Erscheinungsjahr: 2005

Welche Herausforderungen erwarten deutschsprachige Fachkräfte bei der Annahme von Lehraufträgen an Universitäten ehemals staatssozialistischer Länder? Wie verhalten sich die dortigen Studierenden und wie reagieren sie auf ausländische Gäste? Welche Tipps können ehemalige oder derzeitige Lektoren in Osteuropa künftigen Gastdozenten an geisteswissenschaftlichen Lehrstühlen in Transformationsstaaten mit auf den Weg geben? Dieser zweite Band eines von der Robert Bosch Stiftung und dem Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) geförderten Projektes konzentriert sich auf spezifische Probleme des Unterrichts an philologischen und geschichtswissenschaftlichen Fakultäten in jungen Demokratien. 17 Germanisten und Historiker reflektieren Lehrerfahrungen aus Osteuropa.

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Rezension v. Eurasisches Magazin

Mittelosteuropa - Nationen, Staaten, Regionen
Die Erweiterung der Europäischen Union aus der historischen Perspektive

Autorin: Eugenie Trützschler von Falkenstein 

Reihe:  Schriften zum Staats- und Völkerrecht  Band 
113

Erscheinungsjahr: 2005

Um Mittelosteuropa besser verstehen zu können, ist es notwendig, die geschichtlichen Zusammenhänge sowie die philosophischen, staatsrechtlichen und soziokulturellen Hintergründe zu kennen. Diese Arbeit hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Schwerpunkte der Entwicklungen in diesen Bereichen und die einzelnen Bestrebungen der tschechischen, slowakischen, polnischen, ungarischen und slowenischen Nationen seit ihrer Wiedererweckung zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute kritisch zu beleuchten. Weiter wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Dezentralisierung den Maßgaben der Europäischen Union und des Europarates entspricht und ob dieser Prozess auch einen unmittelbaren Einfluss auf die Forderungen der nationalen Minderheiten in den Nationalstaaten hat, die bereits Mitglieder der Europäischen Union sind.

 

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Methodios und Kyrillos in ihrer europäischen Dimension

Herausgeber: Evangelos Konstantinou (Hrsg.)

Reihe: Philhellenische Studien. Band 10
Erscheinungsjahr: 2005

Die byzantinischen Slavenapostel Methodios (815-885) und Kyrillos (826-869) aus Thessaloniki können als Vorreiter einer kirchlichen und politischen Einheit der heutigen Diskussion über dieses Thema entscheidende Impulse geben. Die zehn Beiträge des Bandes befassen sich mit der europäischen Dimension des Missionswerkes der genannten Gebrüder, die aufgrund ihrer immensen Leistung 1980 von Papst Paul II. als Patrone Europas gefeiert wurden. Ihr Wirken in Mähren und Pannonien fiel in die Zeit einer höchst kritischen Wende der kirchlichen und politischen Beziehungen zwischen Ost und West. Als die politische und kirchliche Entfremdung begann, kamen Methodios und Kyrillos nach Südost- und Westeuropa als Boten einer ungetrennten Kirche und als Träger einer großen byzantinischen Kulturexpansion, welche die Fundamente einer eigenständigen Kulturtradition legen sollte. 

 

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Jüdische Welten in Osteuropa

Herausgeber: Annelore Engel-Braunschmidt, Eckhard Hübner

Kieler Werkstücke. Reihe F: Beiträge zur osteuropäischen Geschichte 8
Erscheinungsjahr: 2005

In den Aufsätzen werden zahlreiche Facetten des osteuropäischen Judentums skizziert und Gründe für den Antisemitismus in dieser Region benannt. Länderbezogene Längsschnitte lassen Spezifika des jüdischen Lebens hervortreten, Fallstudien ergänzen und vertiefen die historischen Abrisse. Literarische Verarbeitungen des Judeseins aus der Feder jüdischer Autoren bieten eine andere Sichtweise auf das osteuropäische Judentum.

 

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Die bosnische Kirche
Versuch eines religionswissenschaftlichen Zugangs

Autorin: Zrinka Stimac

Reihe: Würzburger Studien zur Fundamentaltheologie Band 29
Erscheinungsjahr: 2004

In diesem Buch wird anhand religionswissenschaftlicher Zugänge die gnostisch-dualistische Interpretation zur bosnischen Kirche dargestellt. Von den Autoren dieser Interpretation wurde sie als eine in die Kette der mittelalterlichen «Häresien» eingebettete Kirche verstanden, die zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert bestand. Ihre Anhänger, die krstjani, sollen mit den Bogumilen, den Patarenern und den Katharern verwandt gewesen sein. Ihre Spuren verlieren sich mit der Eroberung Bosniens durch das Osmanische Reich im 15. Jahrhundert. Zeugnisse der bosnischen Kirche sehen manche Autoren in mittelalterlichen Grabsteinen, die über ganz Bosnien verstreut sind. Zu diesem Thema ist im Laufe der Zeit im südslawischen Sprachraum eine Fülle an Material zusammengetragen worden, das hier erstmals in den geschichtlichen, vergleichenden, archäologischen und ethnologischen Zugang eingeordnet wird.

 

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Gedächtnisorte in Osteuropa
Vergangenheiten auf dem Prüfstand

Herausgeber: Rudolf Jaworski / Jan Kusber / Ludwig Steindorff

Kieler Werkstücke. Reihe F: Beiträge zur osteuropäischen Geschichte
Erscheinungsjahr: 2003

Nach dem Sturz des Kommunismus in Osteuropa haben sich das Geschichtsbewußtsein, die kollektive Identität und damit auch die Landschaft der Gedächtnisorte verändert. Anhand einzelner Fallbeispiele wird in diesem Sammelband der Neusetzung und Umwertung dieser Gedächtnisorte unter veränderten Vorzeichen nachgegangen. Mehrfachbeanspruchungen werden hierbei ebenso deutlich wie die Wiederaufnahme verschüttet geglaubter Traditionslinien.

 

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Öffentlichkeit ohne Tradition
Bulgariens Aufbruch in die Moderne

Herausgeber: Harald Heppner, Roumiana Preshlenova
Erscheinungsjahr: 2003

Da die Bulgaren Jahrhunderte dem Osmanischen Reich zugehörten, besaßen sie zur Zeit der Nationalstaatsgründung (1878) in Sachen moderner Öffentlichkeit noch kaum Erfahrung. Öffentlichkeit entfaltete sich in Bulgarien in den folgenden Jahrzehnten zwar erstaunlich rasch, doch mit allen Problemen, die nachholende Entwicklungen mit sich bringen. Gleich einem Prisma beleuchtet dieses Sammelwerk die Dimension des Öffentlichen in Politik, Verwaltung und Wirtschaft, im Wandel der Straßen und Plätze sowie im Kulturleben, aber auch in der Fremdbetrachtung und Selbstdarstellung des jungen Staates.

 

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Zeitgeschichte Kommunismus Stalinismus

Herausgeber: Stefan Creuzberger, Rainer Lindner

Materialien und Forschungen Vol. 2
Erscheinungsjahr: 2003

Als die Sowjetunion unterging, erhielt die historische Forschung Zugang zu bislang verschlossenen Archiven. Jetzt waren Zeugnisse der sowjetischen Geschichte zugänglich, die von Gewaltherrschaft und Terror, von Alltag und Lebenswelten in Stadt und Land, von nationalen Selbst- und Fremdbildern, von Wirtschafts- oder Außenpolitik handelten. Diese «Archivrevolution» war Bestandteil der Untergangsgeschichte des sowjetischen Imperiums. Das neue Rußland begann seit der zweiten Hälfte der neunziger Jahre - und zumal unter Präsident Vladimir Putin - den Zugang zu den Archiven erneut zu reglementieren. Neue Archivgesetze haben zur Ernüchterung in der Geschichtswissenschaft geführt und zu einer Debatte über Möglichkeiten und Grenzen der postsowjetischen Archivlandschaft angeregt. Ausgehend von einer durch die Herausgeber initiierten und durch die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde geförderten Fachtagung konnten namhafte russische, amerikanische und deutsche Autoren gewonnen werden, die mit Blick auf die oben genannten Themengebiete über ihre Erfahrungen in postsowjetischen Archiven, über neue, bislang ungenutzte Bestände, über Arbeitsmöglichkeiten und Forschungsperspektiven berichten. Gerade der letzte Aspekt ist angesichts der gegenwärtig schwer überschaubaren Archivlandschaft von besonderer Bedeutung. 

 

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Der Nationalstaat im Wandel: Estland im 20. Jahrhundert

Autorin: Seraina Gilly

Geist und Werk der Zeiten. Arbeiten aus dem Historischen Seminar der Universität Zürich
Vol. 97
Erscheinungsjahr: 2002

Nationalismus und Nationalstaat haben im Zuge des Zusammenbruchs des real existierenden Sozialismus in Osteuropa eine Renaissance erfahren, während in der westlichen Welt Phänomene wie Integration, Globalisierung und Postmoderne den Nationalstaat in zunehmendem Masse relativieren. Die postkommunistischen Staaten wollen in diese westliche Staatenwelt integriert werden. Europa ist ihr Ziel sowohl in politischer als auch in ökonomischer und kultureller Hinsicht. Dies stellt die osteuropäischen Anwärter bei der Rekonstruktion ihrer Nationalstaaten vor besondere Herausforderungen. Im vorliegenden Buch wird gezeigt, wie die estnische Nation sich innerhalb des Zarenreiches und der Sowjetunion formierte und sich von den Grossreichen emanzipierte und wie schliesslich 1918 beziehungsweise 1991 der Estnische Nationalstaat entstand. In zwei Zeitfenstern werden dann verschiedene Themenbereiche des gesellschaftlichen Lebens untersucht und anschliessend miteinander verglichen. Der Vergleich der beiden durch die 50jährige kommunistische Okkupation getrennten Unabhängigkeitsphasen zeigt die Entwicklung des estnischen Nationalstaates im 20. Jahrhundert auf und analysiert die immer komplexer werdenden Herausforderungen, mit welchen die osteuropäischen Transformationsstaaten konfrontiert sind.

 

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Rezension
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Die Regionen Russlands als neue politische Kraft
Chancen und Gefahren des Regionalismus für Russland

Autor: Jeronim Perovic 

Reihe: Studien zu Zeitgeschichte und Sicherheitspolitik - Studies in Contemporary History and Security Policy Band 6
Erscheinungsjahr: 2001

Während der letzten zehn Reformjahre sind die Regionen Russlands zu einer Kraft geworden, die aus dem politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben des Landes nicht mehr wegzudenken ist. Der Zerfall des zentralisierten Sowjetsystems ermöglichte es den Regionen, aus dem Schatten des einst übermächtigen Staates herauszutreten und eigene Initiativen bei der Bewältigung der neuen Herausforderungen zu entwickeln. Während Regionalismus in einer Reihe von Gebieten als eine durchaus positive Kraft in Erscheinung getreten ist, von der konstruktive Impulse für die demokratische Umgestaltung und den nationalen Zusammenhalt des Landes ausgingen, so hat dieses Phänomen in anderen Teilen Russlands eher zur Blockierung des Reformprozesses, zur Herausbildung autoritärer Herrschaftsstrukturen oder sogar zur Beschleunigung desintegrativer Prozesse im Land beigetragen. Dieses Buch unternimmt erstmals den Versuch, den russländischen Regionalismus in seiner ganzen Komplexität und Widersprüchlichkeit darzustellen und die Gefahren und Chancen abzuschätzen, die sich aus diesem Phänomen für die Stabilisierung Russlands ergeben.

 

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Thomas Bruns 
Russische Internet-Terminologie
Unter vergleichender Berücksichtigung des Französischen und des Deutschen
Mit einem lexikographischen Teil D-R / R-D und D-F / F-D

Reihe: Trierer Abhandlungen zur Slavistik  Band 2
Erscheinungsjahr: 2001 

Dieses Buch zur russischen Internet-Terminologie setzt diese in Beziehung einerseits zum strukturellen Überbau der russischen Allgemeinsprache und andererseits zu den entsprechenden Terminologien des Französischen und des Deutschen. Der aus dem Textkorpus erwachsene lexikographische Teil in Form eines zweisprachigen Wörterbuchs D-R/R-D und D-F/F-D dient zugleich als Materialbasis für detaillierte linguistische Analysen zur Phonetik/Phonologie, Morphologie, Wortbildung und Semantik dieses Wortschatzbereiches, wobei der Entlehnung sowie der Rolle des Englischen besondere Beachtung geschenkt wird.

 

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Das Rusinische der Ostslowakei im Kontext seiner Nachbarsprachen

Autor: Alexander Teutsch

Reihe: Heidelberger Publikationen zur Slavistik  A) - Linguistische Reihe. Band 12
Erscheinungsjahr: 2001

Gegenstand dieser Arbeit ist die relativ unbekannte Sprache der rusinischen Minderheit in der Ostslowakei. Ziel dieser Arbeit ist es, Norm und Sprachgebrauch des Rusinischen phonologisch und morphologisch im Vergleich zu seinen Nachbarsprachen und Dialekten zu analysieren. Als Vergleichsobjekte dienen in erster Linie das Slovakische, Ukrainische und Polnische, aber auch das Vojvodina-Rusinische. Anhand der Analyseergebnisse lassen sich Nähe und Abstand des Rusinischen zu seinen sprachlichen Nachbarn und damit seine Position innerhalb der Slavia genauer bestimmen. Da das Rusinische bisher meist nur als Kuriosum in der linguistischen Diskussion erscheint, werden hier einleitend auch grundlegende Informationen zu Sprachträgern und Sprache zusammengestellt.

 

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Minderheitenschutz in Mittel- und Osteuropa

Herausgeber: Gerrit Manssen, Boguslaw Banaszak

Erscheinungsjahr: 2001

Der Zusammenbruch der kommunistischen Herrschaftssysteme hat dazu geführt, daß in der östlichen Hälfte Europas Staaten entstanden sind, die sich mehr oder weniger ausdrücklich als Nationalstaaten begreifen. Viele von ihnen sind jedoch keine Nationalstaaten, sondern Nationalitätenstaaten. Mit dem Niedergang der Sowjetunion brach daher die Minderheitenproblematik mit elementarer und unerwarteter Wucht auf. Die Notwendigkeit eines effektiven Minderheitenschutzes zur Befriedung dieser Staaten ist evident. Das Völkerrecht allein kann dies jedoch nicht leisten. Die in diesem Tagungsband vereinigten Beiträge von Vertretern Lettlands, Litauens, Polens, der Tschechischen Republik, Ungarns, Weißrußlands und der Russischen Förderation verdeutlichen die verfassungsrechtlichen und einfachgesetzlichen Bemühungen zur Lösung der Minderheitenproblematik. Offen treten aber auch die politischen Fallstricke und Grenzen auf den eingeschlagenen Wegen zutage.

 

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Transformation und historisches Erbe in den Staaten des europäischen Ostens

Herausgeber: Carsten Goehrke, Seraina Gilly

Reihe: Geist und Werk der Zeiten Arbeiten aus dem Historischen Seminar der Universität Zürich. Band 93
Erscheinungsjahr: 2000

Der Zusammenbruch der kommunistischen Herrschaft hat in den Staaten des europäischen Ostens ungleichmässige und teilweise phasenverschobene Versuche ausgelöst, das bestehende System in die Marktwirtschaft zu überführen und zu demokratisieren. Der vorliegende Sammelband will erstmals auf der Basis eines Ländervergleichs aufzeigen, in welchem Masse das jeweilige historische Erbe den Erfolg des Transformationsprozesses beeinflusst und welche Rolle insbesondere der sozialökonomische Entwicklungsgrad und das wechselseitige Verhältnis von Staat und Gesellschaft spielen.

 

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Sprachwandel in der Slavia
Die slavischen Sprachen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert
Teil 1 und 2

Herausgeber: Lew N. Zybatow

Reihe: Linguistik international Band 4
Erscheinungsjahr: 2000

Die Beiträge dieses Bandes sind in deutscher, russischer und englischer Sprache verfaßt.
In dem zweiteiligen Handbuch wird ein farbenreiches Bild der slavischen Sprachen und ihres aktuellen Wandels zu Beginn des 21. Jahrhunderts zum ersten Mal in seiner ganzen Breite und Vielfalt von 54 renommierten Slavisten Europas, Asiens, Nordamerikas und Neuseelands unter verschiedenen theoretischen und empirischen Blickwinkeln dargestellt. Das Handbuch ist ein umfassendes Nachschlagewerk über aktuelle Sprachstadien aller Slavinen, über das Neben-, Gegen- und Miteinander der slavischen Standardsprachen in der Gegenwart und gleichzeitig ein theoretischer Leitfaden zur Untersuchung von Sprachwandel, Medienkultur, Sprachkontakt, Sprachpolitik, Ausbau- und Überdachungssprachen. Im ersten Teilband wird der Sprachwandel in der Slavia zwischen Mikrowandel und Makrowandel dargestellt. Der zweite Teilband beinhaltet die Themen Sprachpolitik und Normierung der slavischen Sprachen unter den gewandelten geopolitischen Realitäten, Gegenwart und Zukunft slavischer Sprachen in der Diaspora sowie Mikrosprachen und Ortssprachen.

 

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Die sprachliche Situation in der Slavia zehn Jahre nach der Wende
Beiträge zum Internationalen Symposion des Slavischen Instituts der Universität Heidelberg vom 29. September bis 2. Oktober 1999

Herausgeber: Baldur Panzer, Redaktion Alexander Teutsch

Reihe: Heidelberger Publikationen zur Slavistik. Band 10
Erscheinungsjahr: 2000

Die politischen Veränderungen mit und nach der Perestrojka haben in Osteuropa und damit in allen slavischen Ländern auch zu grundlegenden sprachlichen Veränderungen geführt. Diese reichen von einer massiven Umstrukturierung des politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Wortschatzes über Aufnahme oder Nachahmung fremder, insbesondere englischer Ausdrücke, Eindringen von Ausdrucksformen verschiedener Substandardvarietäten in die Standard- und Pressesprache bis hin zur Herausbildung oder Loslösung neuer Standardsprachen aus den bisherigen. Zu fast allen slavischen Sprachen enthält der Band Informationen über den neuesten Stand der Entwicklung.

 

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Die Sprachen Südosteuropas heute
Umbrüche und Aufbruch

Herausgeberin: Barbara Kunzmann-Müller

Reihe: Berliner Slawistische Arbeiten.  Band 12
Erscheinungsjahr: 2000

Der Band enthält Beiträge von SprachwissenschaftlerInnen und HistorikerInnen aus Bulgarien, Deutschland, Kroatien und Serbien zu ausgewählten Themen der sprachlichen, soziolinguistischen sowie sprachpolitischen Situation in Südosteuropa nach der ökonomisch-politischen bzw. staatlichen Neuordnung nach 1990. Erörtert werden das Bulgarische, Kroatische, Serbische und Makedonische; als weitere Sprachen finden Albanisch und Neugriechisch Berücksichtigung. Anhand von umfangreichen Datenmengen aus unterschiedlichen Textsorten beschäftigt sich der größere Teil der Beiträge mit Veränderungen im Lexikon und/oder in der Grammatik mit Blick auf ihr systemlinguistisches und Performanzpotential; in einer Reihe von Aufsätzen werden primär Aspekte der Interaktion von Sprache und Gesellschaft bzw. Staat thematisiert.

 

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Das Bild vom Anderen
Identitäten, Mentalitäten, Mythen und Stereotypen in multiethnischen europäischen Regionen
2., durchgesehene Auflage

Herausgeber: Valeria Heuberger, Arnold Suppan, Elisabeth Vyslonzil
Erscheinungsjahr: 1999

Dieser Tagungsband untersucht «Das Bild vom Anderen» aus verschiedenen Perspektiven. Historiker, Ethnologen, Literatur- und Religionswissenschaftler setzen sich hierbei mit der Mentalitätsgeschichte multinationaler europäischer Regionen auseinander: Böhmen, Schlesien, die Slowakei, Ostgalizien, die Bukowina, Siebenbürgen, die Vojvodina, Bosnien-Herzegowina, der Kosovo, die Alpen-Adria-Region, Tirol und die Schweiz sind in ihrer Komplexität Gegenstand der Betrachtung.

 

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Der Balkan
Friedenszone oder Pulverfass?

Herausgeber: Valeria Heuberger, Arnold Suppan, Elisabeth Vyslonzil
Erscheinungsjahr: 1998

Im Frühjahr 1991 rückt der Balkan wieder in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit. Lange überholt geglaubte Nationalismen erlangen erneut an Sprengkraft und führen im ehemaligen Jugoslawien schließlich zum Krieg, der insgesamt fast vier Jahre lang dauern wird. Auch heute kann kaum von einem Frieden gesprochen werden, sondern eher von Waffenstillstand; zu viele Rechnungen scheinen noch offen, zu wenige Ansätze für ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Völker sind erkennbar. Welche Konstellationen lassen nun diese Region Europas immer wieder zu einem politischen Pulverfaß werden? Der Untersuchung dieser Fragestellung ist dieser Band gewidmet, in dem Historiker, Philologen, Religionswissenschaftler, Ethnologen und Politologen zu Wort kommen.

 

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Glanz und Elend der Peripherie
120 Jahre Universität Czernowitz
Eine Veröffentlichung des Österreichischen Ost- und Südosteuropa-Instituts

Erscheinungsjahr: 1998

Die Universität Czernowitz wurde vor 120 Jahren als östlichste Universität des Habsburgerreiches gegründet und war ursprünglich als Francisco-Josephina so farbenbunt wie die Stadt selbst. Nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie erlebte sie die rumänische und sowjetische Periode des Landes und ist nun eine Institution des neuen souveränen ukrainischen Staates. Sowohl zur historischen Entwicklung im allgemeinen als auch zu einzelnen Lehrstühlen und nachmals berühmt gewordenen Studenten umfaßt der Band mehrere Perspektiven dieser wechselvollen Geschichte der Universität.

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Seite aktualisiert am
8.11.2011


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