 |
Györgyi
Dalos
Der
Vorhang geht auf
Das
Ende der Diktaturen in Osteuropa
Erscheinungsjahr:
2010
Das
Jahr 1989 bedeutete für die osteuropäischen Staaten Polen,
Ungarn, DDR, CSSR, Bulgarien und Rumänien nach jahrzehntenlanger
Abhängigkeit von der UdSSR und Herrschaft der kommunistischen
Diktatur einen tiefen Einschnitt: endlich konnten diese Länder
ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, demokratische Strukturen
aufbauen und den Anschluß an das westliche Europa suchen.
Der
Schriftsteller György Dalos erzählt, wie der Prozeß der Loslösung
in Gang kam, welche Zufälle und Details eine Rolle spielten und
welche Widerstände überwunden werden mussten, bevor aus dem
Ostblock hinter dem Eisernen Vorhang ein östliches Europa werden
konnte. Die Massenflucht der DDR-Bürger über die ungarische
Grenze oder der gemeinsame Auftritt von Vaclav Havel und
Aleksander Dubcek auf dem Prager Wenzelsplatz - diese Ereignisse
bezeugen eindrucksvoll eine historische Massenaktivität, einen
euphorischen und ungebremsten Freiheitsdrang. Diese sich
beschleunigende Befreiungsbewegung erhielt in den betreffenden Ländern
Namen wie "Systemwechsel", "Wende" oder auch
"Revolution" - in jedem Fall leitete sie einen Prozeß
ein, der zu Demokratie, nationaler Souveränität und einem neuen
europäischen Selbstverständnis führte.
|
Rezension
(osteuropa.ch)
|
 |
Katrin
Boeckh
Serbien Montenegro Erscheinungsjahr:
2009
Serbien, bis zur friedlichen
Trennung 2006 lange Jahre politisch verbunden mit Montenegro,
nimmt auf dem Balkan eine führende Rolle ein. Während der
Jugoslawien-Kriege geriet es bis zum Sturz von Milosevic im Jahr
2000 ins politische Abseits. Durch die Abspaltung des Kosovo 2008
schien sich ein erneutes Konfliktfeld aufzubauen. Dass sich nun
politisch die pro-europäische Orientierung durchzusetzen scheint,
verleiht dem historischen Rückblick eine besondere Bedeutung. Der
Band stellt Gemeinsamkeiten und Unterschiede der serbischen und
montenegrinischen historischen Entwicklung vom Mittelalter bis in
die unmittelbare Gegenwart heraus, wobei ein Schwerpunkt auf den
dramatischen Ereignissen im 20. Jahrhundert liegt.
|
Rezension
(osteuropa.ch)
Institut
Dissertation
Google
books
Habilitation
Ukraine
|
|
Andreas
Komlosy, Hans-Heinrich Nolte, Imbi Sooman (Hg.)
Ostsee 700 - 2000
Gesellschaft - Wirtschaft - Kultur
Erscheinungsjahr: 2008
Im Band „Ostsee 700 - 2000“
wird ein sich weit erstreckendes Gebiet behandelt, das über die
Nordsee und den Atlantik sowie die Ströme der osteuropäischen
Ebene früh in den Welthandel eingebunden war. Seine ethnische,
staatliche, religiöse und kulturelle Vielfalt lässt den Raum in
verschiedene „Welten“ zerfallen. Die tiefgrünen Wälder des
Nordens gehören ebenso dazu wie die gelben Roggenfelder Polens,
die blaue Flachsblüte Litauens und Millionenstädte wie Sankt
Petersburg, Riga oder Stockholm. Das „Mare balticum“ fungiert
dabei einem Binnenmeer gleich als Bindeglied.
|
Erschienen
bei
Pro Media
Inhalt
(pdf)
|
 |
Katrin
Boeckh, Ekkehard Völkl
Ukraine
Von der Roten zur Orangen Revolution
Reihe:
Ost- und Südosteuropa,
Geschichte der Länder und Völker
Erscheinungsjahr: 2007
1991 trat die Ukraine, nach
Russland das größte europäische Land, aus der Sowjetunion aus
und erklärte ihre staatliche Unabhängigkeit. Obwohl sie ein
EU-Anrainer ist, wird ihr in der öffentlichen Wahrnehmung erst
seit der sogenannten 'Orangenen Revolution' der Jahreswende
2004/2005 größere Beachtung zuteil.
Die vorliegende Darstellung versucht erstmalig, in verständlicher
Form unter Einbeziehung der laufenden Forschung, dieses Ereignis
in seinen historischen Kontext zu setzen. Schwerpunktmäßig
werden dazu die ersten ukrainischen Staatsversuche 1917-1921, die
Situation der Ukraine als Sowjetrepublik, die Besatzungszeit während
des Zweiten Weltkrieges sowie die Ablösung des sowjetischen
Regimes in Kiev geschildert. Wie schwer der Weg für die Ukraine
in einen demokratischen Rechtsstaat ist, wird deutlich bei der
Analyse der Politik ihres ersten Präsidenten nach 1991, Kravcuk,
und seines Nachfolgers Kucma, dessen Erbe nun auf dem 'orangenen'
Präsidenten Juscenko lastet.
Die erste moderne Darstellung der ukrainischen Geschichte des 20.
und 21. Jahrhunderts.
|
Erschienen
bei
Pustet
Rezension
(osteuropa.ch)
Ukrainische
Aussenpolitik
Schriftstätze
bei SWP
Artikel
bei BPB
Artikel
bei KAS
Bremer
Ukraineanalysen
Ukrainisch
|
 |
Joachim
Hösler
Slowenien
Reihe:
Ost- und Südosteuropa,
Geschichte der Länder und Völker
Erscheinungsjahr: 2006
Wie bei den anderen neuen Staaten
des östlichen Europa stellen sich auch im Fall des
"EU-Musterschülers" viele Fragen: Wie kamen Slawen in
die Alpen-Adria-Region, wie wurden sie christianisiert, welchen
Herrschaftsbildungen gehörten sie an, mit wem lebten sie
zusammen? Wie entwickelte sich die slowenische Sprache? Wie kam es
zur nationalen Differenzierung zwischen Deutschen und Slowenen,
wie zum Zusammenschluss mit Kroaten und Serben in zwei ganz
unterschiedlichen Staaten? Wie erging es den Sloweninnen und
Slowenen im Zweiten Weltkrieg? Wie kam es zur Unabhängigkeit
1991? Wie fällt die bisherige Bilanz der Eigenstaatlichkeit aus?
Diese und andere Fragen beantwortet dieses sachkundig und spannend
geschriebene Buch, in das die neuesten Forschungsergebnisse des
Autors eingeflossen sind. Die Darstellung wird ergänzt durch
Abbildungen, eine Zeittafel, Kurzbiografien sowie Hinweise auf
historische Stätten und Sehenswürdigkeiten.
|
Erschienen
bei
Pustet
Rezension
(osteuropa.ch)
|
 |
Goehrke,
Carsten
Pietrow-Ennker, Bianka (Hg.)
Städte
im östlichen Europa
Zur Problematik von Modernisierung und Raum vom Spätmittelalter
bis zum 20. Jahrhundert
Erscheinungsjahr: 2006
Immer schon waren
Städte die Brennpunkte ökonomischer, sozialer und kultureller
Veränderungsprozesse. Als «Modernisierung» ist dieses Phänomen
gemeinhin mit dem beschleunigten Wandel während des Zeitalters
der Industrialisierung verbunden worden. Wenn man aber
Modernisierung in Anlehnung an H. van der Loo und W. van Reijen
ganz allgemein als «Komplex miteinander zusammenhängender
struktureller, kultureller, psychischer und physischer Veränderungen»
definiert, dann lässt sich dieser Begriff auch auf frühere
Jahrhunderte anwenden. In dem vorliegenden Sammelband geht es um
folgende Fragen: Wann, wo und wie lassen sich in den ausgewählten
Städten vom Hochmittelalter bis zum Vorabend des Ersten
Weltkrieges Phasen beschleunigten Wandels fassen? Inwieweit sind
sie endogener, inwieweit exogener Herkunft, wie sind sie
strukturiert, wer sind die beteiligten Akteure, was die hemmenden
Kräfte? Setzt die Modernisierung des 19. Jahrhunderts völlig neu
an oder kann sie auf Elemente älterer Modernisierungsschübe zurückgreifen?
Die ausgewählten Stadtbeispiele konzentrieren sich auf jenen
Gebietsstreifen, in welchem sich Mittel-, Ost- und Südosteuropa
historisch immer wieder oszillierend überlappt haben: Dalmatien
(vor allem mit Dubrovnik), Kroatien-Slawonien, Ungarn, Polen (mit
Lublin und Warschau), die heutige Ukraine (mit Lemberg, Zitomir,
Ekaterinoslav), Weissrussland (mit Polock) und das europäische
Russland (mit Gross-Novgorod, Niznji Novgorod und Perm). Dies
erlaubt es, die Frage nach historischen Eigenprofilen von Städten
«zwischen West und Ost» nicht nur in Bezug auf ihre jeweilige
individuelle Besonderheit, sondern auch im Hinblick auf ihre Rolle
als stadttypologische Indikatoren für die Existenz historischer
Übergangsräume zwischen Mittel-, Ost- und Südosteuropa zu
konkretisieren.
|
Erschienen
bei
Chronos
Inhalt
|
 |
Arnold
Bartetzky, Marina Dimitrieva, Stefan Troebst
Neue Staaten - neue Bilder?. Visuelle
Geschichtskultur, Band 1
Kultur im Dienst staatlicher Selbstdarstellung in Zentral- und
Osteuropa seit 1918.
Erscheinungsjahr: 2005
Das 20. Jahrhundert erlebte infolge
der beiden Weltkriege und des Zusammenbruchs der kommunistischen
Regime eine Reihe von Staatsgründungen und Systemwechseln. Im
Jahre 1918 triumphierte das Nationalstaatsprinzip, die Neuordnung
nach 1945 brachte ein Vorrücken des sozialistischen Systems nach
Zentraleuropa und dessen Zerfall in den Jahren 1989/90 zog schließlich
in zahlreichen Ländern erneut einen Wandel nach sich. In jeder
Umbruchssituation waren die Staaten mit der Neubestimmung ihres
Selbstverständnisses und ihrer Selbstdarstellung konfrontiert.
Dieser Band betrachtet die Visualisierungsstrategien staatlicher
Macht in den Spannungsfeldern zwischen Modernisierung und
Kontinuität, zwischen Europäisierung und nationaler Tradition.
|
Erschienen
bei
Boehlau
Rezension
|
 |
Carsten
Goehrke
Russischer Alltag
Eine Geschichte in neun Zeitbildern vom Frühmittelalter bis zur
Gegenwart
III. Band: Sowjetische Moderne und Umbruch
Erscheinungsjahr: 2005
In drei Zeitbildern
gibt der dritte Band einen Einblick in den russischen Alltag des
20. Jahrhunderts. Das siebente Zeitbild zeigt , wie die
Aufbruchstimmung der frühen Sowjetjahre während des ersten
Jahrzehnts der Stalinherrschaft (1929-1941) in den Wellen des
Terrors unterging, der nicht nur die alten Parteikader tödlich
traf, sondern mit der Zwangskollektivierung und «Entkulakisierung»
der Landwirtschaft auch die Bauern. Das achte Zeitbild deckt den
Zusammenhang von - scheinbar gesicherter - wirtschaftlicher
Konsolidierung und gesellschaftlich-politischer Erstarrung auf,
der die Zeit zwischen Chruschtschow und Gorbatschow (1964-1985) prägte.
Immer deutlicher zeichnete sich der Potemkinsche Charakter einer
«Fassadengesellschaft» ab, in der Schein und Sein, öffentliches
und privates Leben wild divergierten. Das neunte Zeitbild
skizziert in einem Epilog die alltagsgeschichtlichen Veränderungen
nach dem Ende der Sowjetunion (1992-2000). Es gehört zu den
beklemmenden Einsichten des Buches, dass trotz aller radikalen
Auf- und Umbrüche im Verlauf eines Jahrhunderts so vieles beim
alten blieb.
|
Erschienen
bei
Chronos
Inhalt
Pressestimmen
Rezension
Rezension
|
 |
Ilgvars
Misāns und Horst Wernicke (Hg.)
Riga und der
Ostseeraum. Von der Gründung 1201 bis in die Frühe Neuzeit
Erscheinungsjahr: 2005
Der vorliegende Band gibt Beiträge
einer internationalen wissenschaftlichen Tagung wieder, die anlässlich
der 800-Jahr-Feiern der Gründung der Stadt Riga im September 2001
in der Hauptstadt Lettlands stattgefunden hat. Sie umfassen den
Zeitraum vom Hochmittelalter bis 1800 und berühren thematisch
viele Bereiche der historischen Forschung. Schwerpunkte sind dabei
die Rahmenbedingungen der Stadtgründung Rigas, die Hansezeit vom
13. bis zum 16. Jh. sowie die Schwedenzeit in der baltischen
Ostseeregion.
|
Erschienen
beim
Herder
Institut
Rezension
(osteuropa.ch)
Die
Tagung (2001)
|

|
Janos
Hauszmann
Ungarn
Reihe:
Ost- und Südosteuropa,
Geschichte der Länder und Völker
Erscheinungsjahr:
2004
Ein flüchtiger Blick auf die
geographische Karte Europas lässt gleich erkennen, dass Ungarn
heute mit knapp 10,1 Mio. Einwohnern und einer Gesamtfläche von
93.036 km in die Reihe der kleinen Staaten des europäischen
Kontinents einzuordnen ist. War es schon immer so, wie es heute
ist? Nein, denn Ungarn war im Mittelalter eines der mächtigsten Königreiche
im östlichen Mitteleuropa, das allerdings zu Beginn des 16.
Jahrhunderts im Sturm der Osmanen unterging. Alles in allem aber
vermochte sich Ungarn trotz ständiger äußerer Bedrohung und
wechselnder Abhängigkeiten, etwa vom Reich der Osmanen bzw.
Habsburger, auch in der Folgezeit in seiner Eigenstaatlichkeit zu
behaupten. Als Verlierer zweier Weltkriege im 20. Jahrhundert
musste Ungarn nicht nur das Zusammenschrumpfen seines ehemaligen
historischen Territoriums, sondern auch eine jahrzehntelange
Existenz hinter dem "Eisernen Vorhang" hinnehmen. 1989/
90 leistete Ungarn einen wesentlichen Beitrag zum Zerfall des
sozialistischen Staatensystems in Osteuropa. Heute gehört es zu
den Ländern, die in die EU aufgenommen werden. Um so wichtiger
ist es, die Geschichte dieses Landes und seiner Menschen kennen zu
lernen.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt (pdf)
Forschungsbericht
Juden in Ungarn
|
 |
Daniel
C. Schmid
Dreiecksgeschichten
Die Schweizer Diplomatie, das "Dritte Reich" und die böhmischen
Länder
Reihe: Die Schweiz und der Osten Europas. Band: 11
Erscheinungsjahr:
2004
Die sukzessive Zerstückelung
der Tschechoslowakei 1938/39 durch das «Dritte Reich» offenbart
die Herausforderung, der sich die Schweiz stellen musste, um ihre
eigenen Interessen in den böhmischen Ländern zu wahren.
Bundesrat und Parlament wussten sich in diplomatischer Pragmatik
auf die europäische Gesamtsituation einzustellen. Gleichzeitig
setzten Landesregierung und Wirtschaftsvertreter alles daran, den
Handelsverkehr mit dem «Reichsgau Sudetenland» und dem «Protektorat
Böhmen und Mähren» aufrecht zu erhalten. Weiter spielte die
Schweizer Diplomatie eine bedeutende Rolle im zwischenstaatlichen
Verkehr der Feindstaaten: Durch das alliierte Schutzmandat für
ausländische Juden war insbesondere das Wissen um den
nationalsozialistischen Vernichtungsprozess in hohem Mass
vorhanden. Aufgrund zahlreicher neuer Quellen aus ausländischen
Archiven kommt der Autor zum Schluss, dass der Einbezug der
multinationalen Optik neue Aspekte bei der Beurteilung des
nationalsozialistischen Besatzungsregimes ermöglicht. Denn gerade
die Berichte der Schweizer Diplomaten belegen, dass die
nationalsozialistische «Protektion» in Böhmen und Mähren eine
allumfassende war, der sich die okkupierte tschechische Bevölkerung
aus eigenen Kräften nicht entziehen konnte.
|
Erschienen
bei
Chronos
Inhalt
(pdf)
|
 |
Sabine
A. Gladkov
Geschichte
Sibiriens
Erscheinungsjahr: 2003
Sibir, die "Schlafende" -
so nannten einst die tatarischen Bewohner der kargen Steppen östlich
des Ural ihre Heimat. Spätestens seit den langen Jahren
sowjetischer Misswirtschaft scheint deren schlafende Unschuld in
rostenden Industrieruinen, überfüllten Arbeitslagern oder militärischen
Sperrgebieten endgültig verloren. Inzwischen ist Sibirien erwacht
- und zum ersten Mal scheint die wohlhabende und begehrte Schönheit
im Herzen Eurasiens willens und entschlossen, ihre politischen und
wirtschaftlichen Geschicke selbst in die Hand zu nehmen. Aus dem
früheren Eisschrank und Vorratslager im russischen Hinterhof
erwuchs im letzten Jahrzehnt eine zunehmend selbstbewusste,
innovative Region, die sich eigene Regeln schafft, statt weiterhin
nur auf oktroyierte Gesetze zu hören. Diese gewaltige
Entwicklungsleistung sowie ihre zukünftigen Perspektiven können
nur aus historischer und ethnologisch-landeskundlicher Anschauung
heraus verständlich und nachvollziehbar gemacht werden. Diese
erste umfassende deutschsprachige Geschichte Sibiriens von der Frühzeit
bis zur Gegenwart beruht auf dem neuesten Forschungsstand und auf
eigenen Recherchen vor Ort.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt (pdf)
Macht
und Ohnmacht der "Vierten Gewalt"
|
 |
Peter
Collmer
Die Schweiz und das Russische Reich 1848–1919
Reihe: Die Schweiz und der Osten Europas. Band: 10
Erscheinungsjahr: 2003
Die vorliegende
Studie skizziert auf der Grundlage umfangreicher schweizerischer
und russischer Archivmaterialien den offiziellen Kontakt zwischen
Bern und St. Petersburg (bzw. Petrograd) in den Jahren 1848-1919,
also von der Gründung des schweizerischen Bundesstaates bis zum
Abbruch der Beziehungen nach der Oktoberrevolution. Der Autor
beleuchtet in vier Kapiteln die institutionellen Voraussetzungen
des bilateralen Austauschs, die Krisen der politischen Beziehungen
in den Umbruchsjahren um 1848 und 1917 sowie die Entfaltung eines
diplomatischen Courant normal in den Jahrzehnten vor dem Ersten
Weltkrieg. Dabei wird die Sphäre des Politischen in ihrer
Wechselwirkung mit sozialen und kulturellen Gegebenheiten
betrachtet; die Lebensumstände der schweizerischen Konsuln im
Zarenreich interessieren ebenso wie die spezifischen Loyalitäten
russischer Staatsdiener oder der Zusammenprall gegensätzlicher
Wahrnehmungsmuster. Durch ihre Verortung im internationalen
Kontext wird die schweizerisch-russische Verflechtung des 19. und
frühen 20. Jahrhunderts überdies als Schauplatz einer europäischen
Gesamtentwicklung verständlich gemacht.
|
Erschienen
bei
Chronos
Inhalt
(pdf)
Rezension
|
 |
Heiko
Haumann
Geschichte Russlands
Erscheinungsjahr: 2003 (überarbeitete
Neuauflage von 1996). 520 S., 20 Abb., brosch.
Das
Bild Russlands wird weithin von Klischees bestimmt. Heiko Haumann
unternimmt es, seine Fragestellungen nicht an Vorurteilen, sondern
an der Eigenart Russlands auszurichten. In seiner «Geschichte
Russlands» stehen die Menschen und ihre Lebenswelten im
Mittelpunkt. Von ihnen aus, ihrem Alltag, ihrem Denken, Fühlen
und Handeln, das exemplarisch vergegenwärtigt wird, entfaltet er
in kurzen Kapiteln die verschiedenen kulturellen Formen, sozialen
Gliederungen, wirtschaftlichen Bedingungen und Herrschaftsverhältnisse.
Die Darstellung vereint spannend geschriebene Erzählung mit
wissenschaftlicher Analyse.
|
Erschienen
bei
Chronos
Pressestimmen
Rezension
1
Rezension
2 (pdf)
|
 |
Carsten
Goehrke
Russischer
Alltag
Eine Geschichte in neun Zeitbildern vom Frühmittelalter bis zur
Gegenwart
II. Band: Auf dem Weg in die Moderne
Erscheinungsjahr: 2003
Die Trilogie über
die Geschichte des russischen Alltags ist die Quintessenz
zahlreicher Aufsätze und Studien zur historischen Geographie,
Agrar- Siedlungs-, Stadt-, Sozial-, Geschlechter- und
Alltagsgeschichte Russlands.
Im zweiten Band öffnen sich Fenster in die Zeit Kaiserin
Katharinas II. sowie in die Jahrzehnte des Niedergangs des
Zarenreiches vor dem Ersten Weltkrieg.
|
Erschienen
bei
Chronos
Inhalt
Pressestimmen
Rezension
Rezension
|
 |
Carsten
Goehrke
Russischer
Alltag
Eine Geschichte in neun Zeitbildern vom Frühmittelalter bis zur
Gegenwart
I. Band: Die Vormoderne
Erscheinungsjahr: 2003
In drei Bänden öffnet
Carsten Goehrke neun Zeitfenster in die Vergangenheit, die es
erlauben, charakteristische Veränderungen des täglichen Lebens
zu registrieren. Innerhalb eines jeden Zeitbildes rekonstruiert
der Autor den Alltag, die Lebenswelt eines Individuums in
konzentrischen Kreisen von innen nach aussen: zunächst das häusliche
Umfeld, dann den Hof, die Siedlung und schliesslich die Region in
ihren jeweils konkreten Ausprägungen, aber auch in ihren sozialen
Vernetzungen. Dies ermöglicht dem Leser, sich den Lebens- und
Vorstellungswelten der Angehörigen einer bestimmten Schicht oder
Gruppe aus deren eigener Perspektive zu nähern. Da sich die
Gesellschaft im Verlauf der historischen Entwicklung zunehmend
ausdifferenziert hat, wächst von Epoche zu Epoche auch der Umfang
der Zeitbilder.
Der erste Band skizziert in vier Zeitbildern die Entwicklung des
ostslawischen bzw. russischen Alltagslebens vom 9. bis zum Ende
des 17. Jahrhunderts.
|
Erschienen
bei
Chronos
Inhalt
Rezension
(osteuropa.ch)
Pressestimmen
Rezension
Rezension
Einführung
|
 |
Eva
Maeder und Christina Lohm (Hg.)
Utopie und
Terror
Josef Stalin und seine Zeit
Reihe: Eine
Publikation der Volkshochschule des Kantons Zürich
Erscheinungsjahr: 2003
Josef Stalin vor 50
Jahren, am 5. März 1953, starb, trauerten Millionen von Menschen
wie um den eigenen Vater. Wie erklären sich diese Gefühle für
einen Herrscher, der den Aufbau einer neuen Gesellschaftsordnung rücksichtslos
durchgesetzt und dabei zahllose Sowjetbürger in den Gulag oder
den Tod geschickt hatte? Um diese Frage zu beantworten, soll
Stalin aus seiner Zeit erklärt werden. Persönlichkeit und
Herrschaftsstil des «roten Zaren» bilden genauso wie die
verschiedenen Facetten des sowjetischen Alltags Thema des Buches.
|
Erschienen
bei
Chronos
Inhalt
|
 |
Peter
Huber
Stalins
Schatten in die Schweiz
Schweizer Kommunisten in Moskau: Verteidiger und Gefangene der
Komintern
Erscheinungsjahr: 2003
Dutzende von
Schweizern aus dem Umfeld der Kommunistischen Partei der Schweiz (KPS)
zogen in der Zwischenkriegszeit nach Moskau. Sie entflohen der
geistigen Enge und der politischen Aussichtslosigkeit in der
Schweiz. Viele fanden ein politisches Betätigungsfeld in der
Zentrale der Kommunistischen Internationale (Komintern), ihren
Verlagen und Kaderschulen. Was ist aus ihnen geworden? Der
Verfasser zeichnet das Bild einer Generation von Schweizer
Kommunisten, die sich in der Sowjetunion gründlich verrannt
hatten. Die Motive des Wegzugs aus der Schweiz kommen dabei nicht
zu kurz: politische und soziale Ausgrenzung sowie das Gefühl, als
radikaler Linker als Paria behandelt zu werden. Das Buch enthüllt
dank erstmaligem Zugang zu russischen Archiven die Tragödie der
Schweizer Kommunisten, die verhaftet wurden, in Arbeitslagern
endeten oder - wie die Zürcherin Berta Zimmermann - kurzerhand
hingerichtet wurden.
|
Erschienen
bei
Chronos
Inhalt
(pdf)
|
 |
Markus
Mauritz
Tschechien
Reihe:
Ost- und Südosteuropa,
Geschichte der Länder und Völker
Erscheinungsjahr:
2002
Mit der "Samtenen
Revolution" von 1989 wurde dieser Traum der einstigen
Dissidenten Vaclav Havel und Jiri Dienstbier Wirklichkeit. Heute
ist Tschechien Mitglied der NATO und es steht in der ersten Reihe
der EU-Beitrittskandidaten. Dennoch sind für viele im Westen die
Verhältnisse in Tschechien so fremd und unverständlich wie die
sprichwörtlichen "böhmischen Dörfer".
Fachlich kompetent und sprachlich gewandt spannt der Autor in
seiner Darstellung den Bogen von der nationalen Wiedergeburt der
Tschechen im 19. Jahrhundert und der Gründung der Ersten Republik
1918 bis in unsere Gegenwart. Zu den dramatischen Ereignissen gehören
die deutsche Okkupation, die Sowjetisierung nach dem Ende des II.
Weltkrieges und die enttäuschten Reformhoffnungen während des
Prager Frühlings. Erst das Revolutionsjahr 1989 brachte den Sturz
der Diktatur. 1993 trennten sich Tschechen und Slowaken, die bis
dahin in einem gemeinsamen Staat gelebt hatten. Aber auch die
Normalität der postkommunistischen Ära steckt voller Dramatik
und aufregender Ereignisse.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt
(pdf)
|
 |
Helmut
Schaller
Der
Nationalsozialismus und die slawische WeltErscheinungsjahr:
2002
Die slawisch-deutschen Beziehungen
haben über Jahrhunderte hinweg einen wesentlichen Bestandteil
europäischen Zusammenlebens ausgemacht. In der Epoche des
National-sozialismus, ganz besonders aber während des Zweiten
Weltkrieges, haben diese Beziehungen eine katas-trophale Gestalt
angenommen. Bedingt vor allem durch Houston Stewart Chamberlains
"Rassebegriff", erfuhren die slawischen Völker, ihre
Sprachen und Kulturen eine extreme Abwertung. Die
wissenschaftlichen und ideologischen Hintergründe dieser äußerst
negativen Entwicklung werden nun erstmals anhand von weitgehend
unbekanntem Archiv-material und zeitgenössischen Ver-öffentlichungen
dargestellt. Erfasst wurden dabei auch Verordnungen,
Sprachregelungen und Pläne zur Um-siedlung und Ausrottung
slawischer Völker.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt
(pdf)
|
 |
Hans
Lukas Kieser, Dominik J. Schaller (Hg.)
Der
Völkermord an den Armeniern und die Shoah
The Armenian Genocide and the Shoah
Erscheinungsjahr:
2002
Der Armeniergenozid
und der Nationalsozialismus - es besteht hier ein bedeutsamer
Zusammenhang, schrieb der Schweizer Theologe Leonhard Ragaz kurz
vor seinem Tod im Jahre 1945. Das vorliegende Buch geht diesem
Zusammenhang nach. Es ist das Resultat eines Internationalen
Forschungsprojektes der Universität Zürich, auf dessen
Fragestellung Experten aus Europa, dem Nahen Osten und den USA
antworten. Aus Untergangsangst entwickelten sozialdarwinistisch
geprägte Reichseliten das «sozialtechnologische» Denken der
Vernichtung. Der vertuschte Genozid von 1915/16 erwies sich als
ein übles, aber erfolgreiches Modell der «Lösung» von
Minderheitenfragen - dank seiner nationalistischen Rationalität
in Verbindung mit einer Vertreibungspolitik, die von der
westlichen Diplomatie 1923 an der Nahostkonferenz in Lausanne
abgesegnet wurde.
|
Erschienen
bei
Chronos
Inhalt
|
 |
Arbeitskreis
Armenien (Hg.)
Der
Völkermord und Verdrängung
Der Genozid an den Armeniern - die Schweiz und die Shoah
Erscheinungsjahr:
2002 (2. Aufl. von 1998)
Der Völkermord an
den Armeniern während des Ersten Weltkrieges durch die Türken
ist der wohl eindrücklichste Fall von Verdrängung der
Schattenseiten einer nationalen Geschichte. Er verdeutlicht die
Herausforderung der Klärung für Täter und Opfer und nicht
zuletzt für die Staatengemeinschaft, die moralisch, aber auch
politisch und rechtlich betroffen ist. Das Buch setzt sich aus
verschiedenen Blickwinkeln mit Vertreibung und Genozid im 20.
Jahrhundert auseinander und wirft grundsätzliche Fragen der Annäherung
an das Thema auf. Geschildert werden auch die konkreten Bemühungen
und Widerstände in Vergangenheitsdebatten mit besonderem Bezug
auf die Schweiz. Im Vordergrund stehen einerseits die
parlamentarischen und juristischen Vorstösse Mitte der 90er Jahre
für uns gegen die Anerkennung und Verurteilung des Völkermordes
an den Armeniern. Anderseits wird kritisch über die heutige
Auseinandersetzung der Schweiz mit ihrer Rolle im Zweiten
Weltkrieg nachgedacht.
|
Erschienen
bei
Chronos
Inhalt
|
 |
Tanja
Wagensohn
Russland
nach dem Ende der SowjetunionReihe:
Ost- und Südosteuropa,
Geschichte der Länder und Völker
Erscheinungsjahr: 2001
Seit Russland 1991 aus dem Schatten
der kommunistischen Diktatur getreten ist, erschüttern politische
Umbrüche, Krisen und Katastrophen das Land. Die Autorin
beschreibt die Entwicklungen in der Ära Jelzin, die Kriege in
Tschetschenien, die Regierungskrisen und Skandale, das Phänomen
der "Mafia" und schlägt den Bogen zu Jelzins Rücktritt
und der Amtsübergabe an seinen "Kronprinzen" Wladimir
Putin. Dessen Start war fulminant, doch die Tragödie um den
Untergang des U-Bootes "Kursk" ließ die erhoffte
Wiedergeburt des Landes misslingen. Die Gesellschaft taumelt
weiterhin in ungekannter Unübersichtlichkeit und sucht nach einer
neuen russischen Idee sowie einer neuen Identität. Die Autorin
analysiert die Geschichte Russlands der letzten zehn Jahre
fachlich überzeugend und sprachlich äußerst versiert. Das Buch
gibt eine Vielzahl von Antworten auf Fragen des Westens, der oft
verständnislos auf das postsozialistische Szenario blickt.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt
(pdf)
Rezension
1
Rezension
2
Krieg
in Tschetschenien
Von
Gorbatschow zu Jelzion
Europa
nach der Osterweiterung
|
 |
Michael
Garleff
Die
baltischen Länder
Reihe:
Ost- und Südosteuropa,
Geschichte der Länder und Völker
Erscheinungsjahr: 2001
Seit die baltischen Staaten 1991
ihre Selbstständigkeit wiedererlangten, glaubte man sie auf dem
Weg "zurück nach Europa" - in Unkenntnis der Tatsache,
dass sie stets zu Europa gehört haben: Denn stärker als die so
genannten Ostblockstaaten unterlagen sie nach der Annexion durch
die Sowjetunion 1940/ 45 der hermetischen Abriegelung gegenüber
dem Westen. Selbst in diesem halben Jahrhundert aber erhielten
sich Esten, Letten und Litauer ihre Identität und das Bewusstsein
einer wechselvollen Vergangenheit. Deren Kenntnis bildet eine
Voraussetzung für das Verständnis ihrer heutigen Situation
einschließlich der innen- und außenpolitischen Probleme.
Dieses Buch bietet erstmals einen allgemein verständlichen Gesamtüberblick
über die Entwicklung der baltischen Staaten vom Mittelalter bis
zur Gegenwart. Neben der politischen und gesellschaftlichen
Geschichte werden auch die Hauptströmungen in Literatur, Kunst
und Bildungswesen vergleichend dargestellt - ergänzt durch
Abbildungen, Kurzbiografien und Hinweise auf sehenswerte
historische Stätten.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt (pdf)
Webseite von
Michael Garleff
|
 |
Ludwig
Steindorff
Kroatien
Reihe:
Ost- und Südosteuropa,
Geschichte der Länder und Völker
Erscheinungsjahr:
2001
Seit die baltischen Staaten 1991
ihre Selbstständigkeit wiedererlangten, glaubte man sie auf dem
Weg "zurück nach Europa" - in Unkenntnis der Tatsache,
dass sie stets zu Europa gehört haben: Denn stärker als die so
genannten Ostblockstaaten unterlagen sie nach der Annexion durch
die Sowjetunion 1940/ 45 der hermetischen Abriegelung gegenüber
dem Westen. Selbst in diesem halben Jahrhundert aber erhielten
sich Esten, Letten und Litauer ihre Identität und das Bewusstsein
einer wechselvollen Vergangenheit. Deren Kenntnis bildet eine
Voraussetzung für das Verständnis ihrer heutigen Situation
einschließlich der innen- und außenpolitischen Probleme.
Dieses Buch bietet erstmals einen allgemein verständlichen Gesamtüberblick
über die Entwicklung der baltischen Staaten vom Mittelalter bis
zur Gegenwart. Neben der politischen und gesellschaftlichen
Geschichte werden auch die Hauptströmungen in Literatur, Kunst
und Bildungswesen vergleichend dargestellt - ergänzt durch
Abbildungen, Kurzbiografien und Hinweise auf sehenswerte
historische Stätten.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt (pdf)
Webseite
von Ludwig Steindorff
|
 |
Leonid
Luks
Geschichte
Russlands und der Sowjetunion
Von Lenin bis Jelzin
Erscheinungsjahr:
2000
Mit Hilfe neuester Quellen
interpretiert der Osteuropahistoriker Luks einige Kapitel der
russischen und sowjetischen Geschichte neu. Deutlicher als bisher
geschehen, fügt er die russische Entwicklung in die europäischen
Zusammenhänge ein und betont stärker die Independenz zwischen
der sowjetischen Außen- udn Innenpolitik wie auch
ideengeschichtliche Aspekte.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt
(pdf)
Rezension
Paradoxien
von Stalingrad
|
 |
Roland
Schönfeld
SlowakeiReihe:
Ost- und Südosteuropa,
Geschichte der Länder und Völker
Erscheinungsjahr:
2000
Die Slowaken sind von der
historischen Forschung bisher wenig beachtet worden. Nach 1000-jähriger
Zugehörigkeit zu Ungarn wurden sie im 20. Jahrhundert ein Teil
der "tschechoslowakischen Geschichte". Erst nach der
"sanften Revolution" und der friedlichen Trennung von
den Tschechen im Jahre 1993 konnten sie ihren Traum vom eigenen
Staat verwirklichen. Dieser Band ist die erste deutschsprachige
Gesamtschau der wechselvollen und tragischen Geschichte der
Slowaken, ihres Kampfes um Selbstbestimmung und kulturelle Identität.
Er bietet einen Überblick der Entwicklung dieses Volkes von der
Landnahme und der Herrschaft Ungarns über das nationale Erwachen
und die Eingliederung in die Tschechoslowakische Republik, das
Tiso-Regime im II. Weltkrieg und die Jahrzehnte kommunistischer
Unterdrückung bis zum unabhängigen Staat, der sich heute auf dem
Weg in die Europäische Union befindet. Die anschaulich und verständlich
geschriebene Darstellung wird ergänzt durch Abbildungen, Karten,
Kurzbiographien , eine Zeittafel und Hinweise auf sehenswerte
historische Stätten.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt (pdf)
|
 |
Michael
W. Weithmann
Balkanchronik
2000
Jahre zwischen Orient und Okzident
Erscheinungsjahr:
2000
Hin-und
hergerissen im Spannungsfeld der Großmächte aus Ost und West,
geteilt durch religiöse und kulturelle Schranken, angesiedelt und
vertrieben - so erlebten jahrhundertelang die Balkanvölker ihre
Geschichte. Michael W. Weithmann, ein exzellenter Kenner des südosteuropäischen
Raumes, erhellt und entwirrt die historischen Hintergründe und
Zusammenhänge der ethnischen und nationalen Spannungen, die den
Balkanraum zum europäischen Krisenherd und seit 1990 erneut zum
Alptraum der internationalen Diplomatie werden ließen.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt
(pdf)
|
 |
Michael
W. Weithmann
Die
Donau
Ein
europäischer Fluss und seine 3000-jährige Geschichte
Erscheinungsjahr: 2000
Die Donau ist der europäische
Fluss par excellence. Auf seinem 2850 Kilometer langen Lauf
durchmisst er die Kernräume Süddeutschlands und bildet die Achse
Mittel- und Südosteuropas. Seit der politischen Wende von 1990
sind es allein 10 Staaten, die sich als unmittelbare Donauanrainer
bezeichnen können. Doch der "Donauraum", die Region,
die von der Donau nicht nur geographisch, sondern auch historisch
und kulturell geprägt wird, ist weitaus größer und umfasst
zahlreiche Länder und Völker verschiedener Sprachen, Religionen
und Mentalitäten.
In den Fluten der Donau spiegelt sich eine 3000-jährige
Geschichte, in welcher der Strom sowohl als friedliche Handelsstraße
und Kulturbrücke, aber auch als trennende Grenze gedient hat. Der
Autor zeichnet die abwechslungsreiche Geschichte von der
"Entdeckung des Flusses" durch die Griechen bis zur jüngsten
NATO-Operation nach.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt (pdf)
|
 |
Hans-Lukas
Kieser (Hg.)
Die armenische Frage und die Schweiz
(1896-1923) - La question armenienne et la Suisse (1896-1923)
Erscheinungsjahr: 1999
Im Zentrum des
Buchs «Die armenische Frage und die Schweiz» stehen die
grausamen Verbrechen, die in den Jahren 1895 und 1915 am
armenischen Volk verübt wurden. Bei den Pogromen von 1895 wurden
über 100¹000 Armenier umgebracht, 1915 kam es zum Genozid.
Frauen und Kinder wurden deportiert und auf Todesmärsche Richtung
Wüste geschickt, die Männer wurden meist schon zu Beginn
niedergemetzelt. Dies alles geschah systematisch und von oben
gesteuert, sodass in den ehemaligen armenischen Siedlungsgebieten
im Osten der heutigen Türkei kaum mehr Spuren armenischer Präsenz
auszumachen sind. Die Gründe, weshalb es dazu kam, sind komplex,
einer liegt sicher im Wunsch der Armenier nach Reformen.
Der Herausgeber Hans-Lukas Kieser, promovierter Historiker
mit Spezialgebiet moderne nahöstliche und türkische Geschichte,
beschreibt in seinem Artikel «Betroffenheit, Aufbruch und
Zeitzeugnis. Basels Verbindungen mit Urfa 18971922» anschaulich
die Atmosphäre gegenseitigen Misstrauens und der Angst, die zum Nährboden
für die schrecklichen Massaker wurde. Er rekonstruiert mit der
Stadt Urfa einen Schauplatz der damaligen Ereignisse, wo auch
einige Schweizer für Hilfswerke tätig waren. Eindrücklich und
bewegend sind auch die im Anhang des Buches abgedruckten Quellen,
die uns ein Fenster öffnen zu den Gräueln, die vor bald 100
Jahren verübt wurden. Das eindrückliche Zeugnis des Schweizers
Jakob Künzler, der im Missionsspital in Urfa tätig war, ist im
Buch Im Lande des Blutes und der Tränen des gleichen Herausgebers
nachzulesen.
|
Erschienen
bei
Chronos
Inhalt
Rezension
|
 |
Erich
Donnert
Russland
(860-1917)
Reihe:
Ost- und Südosteuropa,
Geschichte der Länder und Völker
Erscheinungsjahr:
1998
Das heutige Russland muss nicht nur
seine Rolle im Gefüge der Weltpolitik neu bestimmen. Es steht
zudem vor der Aufgabe, tragfähige Beziehungen zu vielen großen
und kleineren Nationalstaaten finden zu müssen, die sich nach dem
Zerfall der einstigen Supermacht Sowjetunion herausgebildet haben.
Der renommierte Osteuropahistoriker Erich Donnert geht in seiner
Darstellung deshalb auch der aktuell gewordenen Frage nach, wie
das Vielvölkerreich Russland in seiner Vergangenheit mit Föderativbestrebungen
umgegangen ist. In anschaulicher Sprache und gut verständlich
schildert der Autor die politische, wirtschafltiche,
gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung des Kiewer Reichs,
des Moskauer Großfürsten- und Zartums und des Petersburger
Imperiums, das mit dem Thronverzicht des letzten Romanow-Zaren
Nikolaus II. 1917 sein jähes Ende fand. Ergänzt wird der Band
durch Abbildungen, eine Zeittafel und Übersicht der russischen
Herrscher sowie Kurzbiographien wichtiger Persönlichkeiten und
Hinweise auf historisch interessante Stätten.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt
(pdf)
|
 |
Hans
Joachim Härtel / Roland Schönfeld
BulgarienReihe:
Ost- und Südosteuropa,
Geschichte der Länder und Völker
Erscheinungsjahr:
1998
Bulgarien ist geografisch das Land
des Balkans am Rande Europas, aber balkanisch waren Land und Leute
nie. Bulgarien gehört zu den ältesten Staaten Europas, auch auch
zu den unbekanntesten des ehemaligen Ostblocks. Obwohl es sich
seit seiner Befreiung vom kommunistischen System 1989 um
Stabilisierung seiner politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse
bemüht, wird dies kaum von den Medien beachtet. Und trotz der
zahlreichen Touristen, die alljährlich Bulgarien besuchen, wissen
wir im Westen kaum etwas über die Geschichte des Landes und
seiner Menschen. Dem möchte der vorliegende Band abhelfen.
Kenntnisreich und gut lesbar schildern die beiden Autoren die
wichtigsten Etappen der politischen, wirtschaftlichen und
kulturellen Entwicklung Bulgariens vom frühen Mittelalter bis in
unsere Tage.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt (pdf)
|
 |
Andrea
Schmidt-Rösler
PolenReihe:
Ost- und Südosteuropa,
Geschichte der Länder und Völker
Erscheinungsjahr: 1996
Polen hat sich selbst stets als
Teil der westlichen Welt verstanden, auch wenn es dieser- vor
allem in der Zeit nach 1945 - weitgehend fremd blieb. Die Veränderung
der politischen Lage in Europa nach 1989 bietet nun die Möglichkeit
zur ungehinderten Entdeckung der Geschichte, Kultur, Literatur ud
Wesensart unseres östlichen Nachbarn. Dieses Buch gibt einen
kompetenten, gut lesbaren Überblick über die politische,
wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Polens vom Mittelalter
bis in unsere Tage.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt (pdf)
|
 |
Peter
Bartl
AlbanienReihe:
Ost- und Südosteuropa,
Geschichte der Länder und Völker
Erscheinungsjahr: 1995
Albanische Geschichte spielte sich
nicht nur innerhalb des erst 1912 gegründeten Staates Albanien
ab, sondern auf dem gesamten Siedlungsgebiet des albanischen
Volkes im ehemaligen Osmanischen Reich und auch in der Diaspora in
Griechenland, Italien, Rumänien, den USA und anderswo. Der Historiker und Albanienexperte Peter Bartl beschränkt sich
daher nicht auf die Geschichte des heutigen Staates Albanien. Er
bietet vielmehr die erste deutschsprachige Gesamtschau der
wechselvollen, ja bisweilen dramatischen Geschichte des
albanischen Volkes vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die ebenso kenntnisreiche wie gut lesbare Darstellung wird ergänzt
durch zahlreiche Abbildungen, Karten, eine Zeittafel, Kurzporträts
wichtiger Persönlichkeiten und Hinweise auf sehenswerte
historische Stätten.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt (pdf)
|
 |
Ekkehard
Völkl
Rumänien
Reihe:
Ost- und Südosteuropa,
Geschichte der Länder und Völker
Erscheinungsjahr: 1995
Seit Rumänien aus dem Schatten der
Ceausescu-Diktatur herausgetreten ist, sucht es Anschluss an
Europa.- Doch wir im Westen wissen immer noch sehr wenig über das
ehemalige Ostblockland und seine Menschen. Diese Informationslücke
will die vorliegende Darstellung schließen helfen. Kompetent und
gut lesbar schildert der Autor, ein hervorragender Rumänien-Kenner
die wichtigsten Etappen der politischen, gesellschaftlichen,
wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung Rumäniens.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhalt (pdf)
|
 |
Michael
W. Weithmann
GriechenlandReihe:
Ost- und Südosteuropa,
Geschichte der Länder und Völker
Erscheinungsjahr: 1994
Souverän und mit gewandter Feder
zeichnet der Autor in großen Linien die politische und kulturelle
Entwicklung Griechenlands von der spätrömischen Zeit bis in die
Gegenwart: als byzantinische Provinz, dann aufgeteilt unter
'Franken' und Venezianern und unter der Herrschaft des Osmanischen
Reiches. Ab 1830 beginnt mit der Gründung des neugriechischen
Staates eine Epoche, die einerseits geprägt ist von nationaler
Eigenständigkeit, andererseits aber vom Vorherrschaftsstreben der
europäischen Mächte in diesem west-östlichen Spannungsraum -
eine Epoche, die dem Land eine an Krisen und Konflikten reiche
Geschichte bescherte.
Die ebenso kenntnisreiche wie übersichtliche und anschauliche
Darstellung wird ergänzt durch zahlreiche Abbildungen, Karten,
Kurzporträts wichtiger Persönlichkeiten und Hinweise auf
sehenswerte historische und kunsthistorische Stätten.
|
Erschienen
bei
Pustet
Inhal
(pdf)
|
 |
Gabriele
Scheidegger
Perverses
Abendland - barbarisches Russland
Begegnungen des 16. und 17. Jahrhunderts im Schatten kultureller
Missverständnisse
Erscheinungsjahr: 1993
Das Bild vom ewig
verspäteten Russland, wo von der Renaissance bis zum Stadtrecht
so manches «fehlte», prägt bis heute das Denken in West und
Ost. Die Vorlage für diesen Negativabzug bildet das abendländische
Modell, was allerdings kaum je bewusst reflektiert wird. Die
Autorin zeigt, dass sich die Blickwinkel auch vertauschen lassen.
Gemessen an Russland ist das Abendland ein «Sonderfall» mit
einer höchst eigenen und eigenartigen Entwicklung. Die spätmittelalterliche
und frühneuzeitliche Krise des Abendlandes erscheint so in einem
neuen Licht, und der von Norbert Elias beschriebene «Prozess der
Zivilisation» erhält durch die Quervergleiche mit Russland eine
zusätzliche Dimension.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Begegnungen zwischen Russen und
Westeuropäern. Aufgrund der dabei auftretenden «kulturellen
Missverständnisse», die sich meist in scheinbaren Nebensächlichkeiten
und banalen Alltagsdetails manifestieren, werden die
unterschiedlichen Normensysteme der beiden Kulturen erschlossen.
Ein immenses, vielsprachiges Quellenmaterial wird mit grosser
sprachlicher Sorgfalt und quellenkritischer Prägnanz präsentiert.
|
Erschienen
bei
Chronos
|
Weitere
Titel folgen
Seite aktualisiert am 16.4.2008
|